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	<title>landerziehungsheim-walkemuehle.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1068</id>
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		<updated>2026-03-20T15:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Bundesarchiv Berlin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Fragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftes vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkennt-&amp;lt;br /&amp;gt;nis die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alltägliche Faschismus. Frauen im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Dietz, 1981, S. 163-179.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 164.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachgedruckt in:&lt;br /&gt;
Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1067</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1067"/>
		<updated>2025-11-19T14:37:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2024 in dem [https://youtu.be/2RirKzE_dcw Video] ''Deutsche Widerstandskämpferinnen in Frankreich und aus französischer Sicht'' von Hélène Camarade und Layla Kiefel am 17.10.2024 (bei 22:37-24:03 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juli 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:4.JPG&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:271.jpg&lt;br /&gt;
Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1066</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1066"/>
		<updated>2025-02-05T08:47:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Erinnerungen an Leonard Nelson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Fragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftes vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkennt-&amp;lt;br /&amp;gt;nis die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alltägliche Faschismus. Frauen im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Dietz, 1981, S. 163-179.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 164.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachgedruckt in:&lt;br /&gt;
Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
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*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
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* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
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* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1065</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1065"/>
		<updated>2025-01-26T07:58:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Erinnerungen an Leonard Nelson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftes vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkennt-&amp;lt;br /&amp;gt;nis die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alltägliche Faschismus. Frauen im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Dietz, 1981, S. 163-179.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 164.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachgedruckt in:&lt;br /&gt;
Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
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*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
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* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
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* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1064</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1064"/>
		<updated>2025-01-26T07:53:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Erinnerungen an Leonard Nelson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkennt-&amp;lt;br /&amp;gt;nis die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alltägliche Faschismus. Frauen im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Dietz, 1981, S. 163-179.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 164.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachgedruckt in:&lt;br /&gt;
Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1063</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1063"/>
		<updated>2024-11-02T14:16:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2024 in dem [https://youtu.be/2RirKzE_dcw Video] ''Deutsche Widerstandskämpferinnen in Frankreich und aus französischer Sicht'' von Hélène Camarade und Layla Kiefel am 17.10.2024 (bei 22:37-24:03 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1062</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1062"/>
		<updated>2024-11-02T14:07:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2024 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=2RirKzE_dcw Video] ''Deutsche Widerstandskämpferinnen in Frankreich und aus französischer Sicht'' von Hélène Camarade und Layla Kiefel am 17.10.2024 (bei 22:37-24:03 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1061</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1061"/>
		<updated>2024-11-02T14:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2024 in dem[https://www.youtube.com/watch?v=2RirKzE_dcw Video] ''Deutsche Widerstandskämpferinnen in Frankreich und aus französischer Sicht'' von Hélène Camarade und Layla Kiefel am 17.10.2024 (bei 22:37-24:03 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1060</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1060"/>
		<updated>2024-11-02T14:05:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2024 in dem[https://www.youtube.com/watch?v=2RirKzE_dcw Video] &lt;br /&gt;
''Deutsche Widerstandskämpferinnen in Frankreich und aus französischer Sicht'' von Hélène Camarade und Layla Kiefel am 17.10.2024 (bei 22:37-24:03 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271.jpg&lt;br /&gt;
Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:281.jpg&lt;br /&gt;
Image:281v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1059</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1059"/>
		<updated>2024-11-01T13:08:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Die Richtigstellung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern. Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1058</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1058"/>
		<updated>2024-10-21T07:39:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11:38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1057</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1057"/>
		<updated>2024-10-18T08:15:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271.jpg&lt;br /&gt;
Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:281.jpg&lt;br /&gt;
Image:281v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1056</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1056"/>
		<updated>2024-10-18T08:07:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1055</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1055"/>
		<updated>2024-08-06T09:30:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der alltägliche Faschismus. Frauen im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Dietz, 1981, S. 163-179.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 164.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nachgedruckt in:&lt;br /&gt;
Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
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* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
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* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
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* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1054</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1054"/>
		<updated>2024-08-02T07:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1053</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1053"/>
		<updated>2024-07-20T11:50:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 65 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1052</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1052"/>
		<updated>2024-05-26T13:01:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also noch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1051</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1051"/>
		<updated>2024-05-08T08:05:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Vorwort. */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlberechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1050</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1050"/>
		<updated>2024-04-14T12:09:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940-1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1049</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1049"/>
		<updated>2024-04-05T08:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Erinnerungen an Leonard Nelson */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialisten gerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1945_bis_1951&amp;diff=1048</id>
		<title>1945 bis 1951</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1945_bis_1951&amp;diff=1048"/>
		<updated>2024-03-15T14:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Die Hilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: 1945 bis 1951 | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Wiederaufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinder_gruppe.jpg|miniatur|frame|Das Bild zeigt Kinder, die im Frühjahr 1946 vom Schweizerischen Arbeiterhilfswerk betreut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316780602211/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 1945 erreichte das frühere ISK-Mitglied [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Heinrich Meyer]] auf dem Heimweg von Hamburg nach Frankfurt die Walkemühle und erwirkte bei der amerikanischen Militärverwaltung in Melsungen eine Treuhänderschaft für die Walkemühle: ''Für die zuletzt als Wehrertüchtigungslager der HJ. verwendete Walkemühle (Eigentum der NSDAP) ist seitens der Militärregierung ein Treuhänder bestimmt, der diesen Besitz im Auftrag der Militärregierung verwaltet.'' Die Treuhänderschaft wurde am 10. Juli 1945 auf Willi Schaper erweitert, der am 25. Juni 1945 von Waldkappel kommend mit seiner Familie in der Walkemühle einzog.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, Signatur 166, 6437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anfang Juni 1945 erreichten [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Hanna und René Bertholet] die Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
René Bertholet war zu dieser Zeit Präsident des &lt;br /&gt;
[https://www.sah-schweiz.ch/ueber-uns.html Schweizerischen-Arbeiter-Hilfswerks (SAH).]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf Anordnung des Landrats von Melsungen [[Beifang#.C3.9Cber_die_Arbeitsmoral_von_Belasteten| verpflichtete]] der Bürgermeister von Melsungen ''ehemalige'' Nazis ab Donnerstag, den 14.06., ''für die Dauer von 1- 2 Wochen in der Walkemühle Ordnungsarbeiten durchzuführen.''  &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Anordnung wurde unterschiedlich befolgt. Die ''Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ersten Wiederaufbauarbeiten kamen verhältnismäßig zügig voran. Es standen ca. 38. 000 RM aus dem Vermögen des ISK zur Verfügung. Schwierig war es, geeignete und zuverlässige Arbeitskräfte zu finden. Materialmangel und Transportprobleme verzögerten die Bauarbeiten. Die Zensur der Post durch die amerikanische Militärverwaltung und die fehlende Telefonmöglichkeiten behinderten die Arbeiten ebenfalls. Am 20. Oktober 1945 wurde schließlich das [[Ereignisse#Richtfeste| Richtfest]] für das Dach des Lehrgebäudes gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Foto zum Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ISK löste sich am 10. Dezember 1945 auf; viele ehemalige Mitglieder traten in die SPD ein. Es dauerte noch lange bis die Eigentumsverhältnisse an der Walkemühle geklärt werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem 8. Mai 1945 gründete das [https://www.sah-schweiz.ch/ueber-uns.html Schweizerische-Arbeiter-Hilfswerk (SAH)] eine Abteilung für systematischen Wiederaufbau. [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] übernahm die Leitung dieser Abteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Oktober 1945 leitete Jetti Ochsenbein vom SAH in der Walkemühle die Betreuung von Kindern, deren Eltern von Nazis ermordet bzw. verfolgt worden waren. Sie wurde später noch von Meieli Stähelin und Dorle Drexler in der Leitung unterstützt. Neben der höchst sparsamen Lebensführung war auch die starke Fluktuation der traumatisierten Kinder eine große Herausforderung für die Betreuerinnen. Es wurden zeitweilig 30 Kinder betreut. Im Schweizerischen Sozialarchiv lagert dazu noch unausgewertetes Material.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief vom 20. Juni 1946 an Willi Eichler schildert Willi Schaper einige der Schwierigkeiten bei der Betreuung der Kinder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich frage mich, ob ich Dich mit solchen Dingen überhaupt behelligen soll. Aber daran scheitert sovieles, an dieser verfluchten Nazieinstellung der Menschen. So geht es auch den Schweizerinnen mit der Kinderbetreuung. Heute Morgen z.B. kommt Dorle Drexler, die mit Jetti aus der Schweiz gekommen ist und während Jettis Urlaub die Verantwortung für die Kinder hat, zu mir und erzählt, dass sie sich gestern bis in die Nacht hinein mit einer Kindergärtnerin herumgeschlagen hat, die ganz im Nazigeist erzogen wurde und auf dem Standpunkt steht, dass das Leben ohne Krieg doch langweilig sei. Dementsprechend ist dann der „Geist“ dieser Menschen und sie verstehen es auch nach dem ganzen Elend, dass die Nazis über uns gebracht haben, nicht, dass wir gegen den Krieg sind. Sie singen mit den Kindern Soldatenlieder der Nazizeit und verstehen garnicht, warum wir das nicht wollen und empört darüber sind. Genau so ist es mit den Helfern in der Küche. Alle sind verantwortungslos und sabotieren zum Teil aus Dummheit, zum Teil bewusst, die Arbeit.'' (Siehe auch unter [[Bilder]] die Seite: &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Bilder#Die_M.C3.BChlenkinder Die Mühlenkinder]&amp;lt;/span&amp;gt;)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Damit Du Dir ein Bild darüber machen kannst, wie das im Einzelnen aussieht, ein Beispiel. Unter großen Schwierigkeiten hat Dorle vom Wirtschaftsamt eine Sonderzuteilung an Kartoffeln erhalten. Die Lebensmittel sind auch hier knapp, dass wir hungern. In dieser Situation geben die Küchenmädel unserem Hund auf eine Mahlzeit ca. 2,5 kg Kartoffeln, einige kg Erbsbrei und wenn wir es nicht gesehen und verhindert hätten, dann hätte der Hund ausserdem noch 4 Liter gute Milch mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Isomalt Isomalt] bekommen. Dabei rührt der Hund diese Dinge überhaupt nicht an und, abgesehen davon, dass sie für ihn viel zu schade sind, verfaulen sie vor seiner Nase und die Ratten mästen sich daran. Und es ist nicht so, dass die Betreffenden nicht schon wiederholt darauf aufmerksam gemacht worden wären. Was soll man machen mit solchen Menschen? Entlassen? Da wir keinen Ersatz bekommen, müssten wir bald schliessen, wenn wir das machten. Wir müssen für alle Arbeiten hier wieder Menschen gewinnen, die uns gesinnungsmässig nahe stehen oder zum Mindesten den guten Willen haben, uns zu helfen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie, 1/WSAQ &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinder1a.png|none|320px|Frühjahr 1946, Foto Else Schaper, Frühjahr 1946 aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Die sog. [http://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316780602211/1/ Mühlenkinder]; also Kinder, deren Eltern Opfer des Faschismus waren und die im Frühjahr 1946 in der Walkemühle vom Schweizerischen Arbeiterhilfswerk betreut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Else Schaper, Frühjahr 1946, Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316780602211/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch die [[Bilder#Die_M.C3.BChlenkinder| Fotos]] einiger der KInder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Herbst 1946 zeichnete sich ab, dass das SAH – sowohl aus finanziellen Gründen als auch wegen anderer Aktionen (z.B. „Colis Suisse“ und „Schweizer Spende“ - bald seine Hilfsaktion in der Walkemühle beenden werde. &amp;lt;ref&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, S. 207 ff. und S. 267. &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. März 1947 war es dann soweit. Die Walkemühle war damit als ein Ort von Bildung und Erziehung gefährdet. Der Landkreis Melsungen plante z.B., die Gebäude zur Einquartierung von Flüchtlingen oder TBC-Kranken zu verwenden.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Das Verständnis für die Lage „vor Ort“ sowie das Interesse für die Erhaltung der Walkemühle als Bildungsstätte nahmen offenbar mit der räumlichen Entfernung zusehends ab.''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz [1996], S. 29-36.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hansen-Schaberg, S. 131, F. 537.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Erziehungsgemeinschaft Walkemühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer Anna Beyer], Fritz List und andere gründeten im Einvernehmen mit Minna Specht in Frankfurt am 10. März 1947 die ''Erziehungsgemeinschaft Walkemühle e.V.''. Am 12. Mai 1947 wurde unter der Trägerschaft der „Erziehungsgemeinschaft“ die Walkemühle als Tagungsstätte für die Bildungsarbeit der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Jugend_Deutschlands_%E2%80%93_Die_Falken Sozialistischen Jugend &amp;quot;Die Falken&amp;quot;] in Anwesenheit von 65 Personen eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, [1996], S. 29-36.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Im [https://landesarchiv.hessen.de/%FCber-uns/landesarchiv/hessisches-hauptstaatsarchiv Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von Anna Beyer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FalkenEroeffnung_1200.png|none|320px|Foto aus Privatbesitz]]&lt;br /&gt;
Eröffnung der „Falken-Mühle“ am 12. Mai 1947. &amp;lt;br /&amp;gt;In der Mitte Minna Specht, rechts daneben Willi Schaper; etwas verdeckt Vierte von rechts: Anna Beyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Else Schaper, Nachlass Schaper; auch Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030399.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schrieb dazu eine Woche später an Willi Eichler:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich war in der Mühle, zur Eröffnung der Falkenarbeit. Es war mir fast spukhaft, die rote Fahne vor der Akademie hissen zu sehen. Einstweilen gibt uns diese Lösung einen Aufschub.''&amp;lt;ref&amp;gt;Hansen-Schaberg, S. 132, F. 540.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Beyer formulierte in der Broschüre ''Die Walkemühle berichtet'':&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Walkemühle sollen die Helfer der Falken eine Stätte haben, in der in gemeinsamer Arbeit und im Zusammenleben das für die Jugenderziehung so wichtige Gemeinschaftsleben gepflegt wird. Die Schüler sollen lernen, wie durch den Geist der Solidarität und Kameradschaft die Jugend den wahren Sinn des Lebens wieder erkennt und, dass es einen Sinn hat, ehrlich und aufrichtig zu sein. […] In dieser Erziehungsarbeit wollen wir zum Neuaufbau Deutschlands beitragen und für die Ideen des Friedens und der Völkerverständigung wirken.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Lehrplan der Falken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der Lehrplan soll kein Schema sein und der Unterricht keine alte Schule. Das was wir wollen, ist nicht ein schläfriges Zuhören, sondern reges Mitdenken. Deshalb arbeiten wir auch in gemeinsamen Diskussionen an unseren Themen. Der Theorie folgt wie ein Schatten die Praxis. Oft bestimmt jedoch die Praxis die Theorie. So ist es auch im Leben. Deshalb behandeln wir auch so ernst die Themen, die unser Leben beeinflussen. Es ist aber immer wieder  daran gedacht, dass sich Ernstes mit Heiterem ausgleicht. Vormittags die ernsten Themen, nachmittags als willkommene Abwechslung das Helfen in Haus, Hof und Garten, verbunden mit dem Lernen um das Einstehen für die Gemeinschaft. Anschliessend die praktische Arbeit des Gruppenlebens. Der Abend aber gehört der Erholung und dem Sport und Spiel, Volkstanz, heiterem Beisammensein oder kleinen Spaziergängen. Zur Erholung gehört aber auch eine kleine ernste Feier oder ein Leseabend.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn einmal gerade feste diskutiert wird, dann kann uns kein Gang zum Essen oder sonst etwas unterbrechen. Erst müssen wir zu einem  Ergebnis gekommen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn einmal gerade die Sonne lacht, setzen wir uns ins Freie. Lieder, Spiele, vor allem die Fahrt und das Sportfest gestalten wir immer so, dass wir das Wetter nützen. Deshalb wird häufig einmal das Programm des einen Tages mit dem eines anderen ausgetauscht. Am Ende aber steht immer die Erfüllung unseres Planes. Jeder soll das auf den Weg mitbekommen, was wir wahren Falkengeist nennen. Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben!'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Beyer HHStAW 1213 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schulungsprogramm der Falken wurde Ende 1948 eingestellt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Während der Herbstmonate 1948 war die Walkemühle durch Erholungsaufenthalte von Heimkehrern aus der russischen Gefangenschaft […] einigermaßen über die Runden gebracht worden. Da die Walkemühle eher auf die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen als von Erwachsenen eingerichtet war, konnte das keine dauernde Lösung sein. Es gelang mit der Aufnahme erholungsbedürftiger Kinder aus Berlin während [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Blockade der Blockade], die Walkemühle wieder für einen guten pädagogischen Zweck nutzbar zu machen. Am 31. Dezember 1948 traf eine erste Gruppe von 50 Berliner Kindern ein. […] Die ''Kinder-Gemeinde-Klein-Berlin in der Walkemühle'' gab sich am 14. Februar 1949 eine Verfassung, die Rechte und Pflichten der Kinder regelte und offensichtlich am Vorbild der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrepublik Kinderrepubliken] der Falken aus der Weimarer Republik orientiert war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Kamp&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, [1996], S. 29-36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hier einige Auszüge aus der Verfassung: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.              An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.             Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.            Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.           Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.           Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.          Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.         Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel X.             Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.            Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes. Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten (Bücheraustausch, Küchendienst, Schlulraumordnung)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XII.          Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.“&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Dokumente#Die_Verfassung_der_.22Kinderrepublik_Klein_Berlin.22| vollständige Wortlaut]] der Verfassung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumente im umfangreichen Nachlass von Anna Beyer &amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=b3359 Bücher, Broschüren u. Zeitschriften] im [https://landesarchiv.hessen.de/ Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden] &amp;lt;/ref&amp;gt; belegen sowohl erhebliche organisatorische als auch inhaltliche Probleme der ''Erziehungsgemeinschaft Walkemühle''. Charakteristisch ist eine Konsequenz in einem ''Protokoll Walkemühle-Besprechung'':&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Mensch ist mehr oder weniger vom Sexualtrieb beherrscht, auch schon als Kind. Aber es ist glücklicher Weise so, dass der Mensch seine Triebe binden, „sublimieren“ kann. Das können wir tun, indem wir Volkstanz durchführen, künstlerisches Interesse wecken, den Sexualtrieb also in das Geistige überlenken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Walkemühle-Besprechung, S. 3. Ohne Datum. 9 Seiten. Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Nachlass Anna Beyer 1213 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den in der Walkemühle wohnenden Erwachsenen kam es zu schwerwiegenden politischen und persönlichen Konflikten, die einerseits die Arbeit erheblich erschwerten und die andererseits von den verantwortlichen Genossen um Minna Specht auch qua Supervision nicht gemildert bzw. beigelegt werden konnten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier war ein Schulungsleiter bei den Kursen der &amp;quot;Falken&amp;quot;, der auf dem Standpunkt steht: Die SPD kämpft für die wirtschaftliche Besserstellung der Menschen, also soll sie dieses Ziel in ihren eigenen Betrieben, also bei mir selbst zunächst einmal durchführen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Brief von Willi Schaper an Fritz Thon, 23.6.1949.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Januar 1950 formulierte das Hauptjugendamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9F-Berlin Groß-Berlin] seine Unzufriedenheit mit den Erholungsfortschritten der Luftbrückenkinder in der Walkemühle und schickte keine Kinder mehr. ''Zum Jahresende 1950 teilten Anna Beyer und Friedrich List für die Erziehungsgemeinschaft Walkemühle auf einer Ansichtskarte'' [!!!] ''mit dem Bild der Walkemühle deren „Freunden“ mit, dass die Walkemühle im Juni 1950 als Jugendheim […] geschlossen wurde.''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Verkauf und das Ende ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1952 verkaufte die ''Restgruppe des ISK'' das Gelände der Walkemühle mit den Gebäuden an den Fabrikanten Kuno Treskow. So endete die Geschichte des ''Landerziehungsheims Walkemühle.'' Es war den früheren Antialkoholikern vom ISK bekannt, das Treskow die Produktion von Bierdeckeln plante. Einige wiederaufgebaute Räume der Walkemühle dienten dann zur Herstellung von Bierfilzen und ähnlichen Materialien.&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, [1996], S. 29-36.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_deckel1.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_deckel2.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwei Werbe-Bier-Filze.&amp;lt;ref&amp;gt;Bilder mit freundlicher Genehmigung von Kuno W. Treskow (Würzburg)&lt;br /&gt;
und [http://www.rs-bierdeckel.de/neue_datei3177.html Reinhold Schäfer (Hess. Lichtenau)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:lappen.jpg|none|320px|Foto, Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Wischlappen im Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Privatbesitz Ralf Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Ausblick ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Miller Susanne Miller] zitierte Hanna Bertholet im Dezember 1979 in ihren ''Gedanken über die Walkemühle'', die in dem Buch für Minna Specht zu deren achtzigsten Geburtstag 1959 abgedruckt sind, mit folgenden Worten:&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard, S.19 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Bertholet, Hanna. In: Becker: Erziehung und Politik, 1960, S. 269-286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach vielen erfahrungsreichen Jahren ... sollte ein Fazit gezogen werden aus dem Versuch ..., dessen Kinderkrankheiten und Fehler ebenso wie seine Erfolge nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Aber ebenso wie das Experiment selber der Versuch einer Gemeinschaft war, kann auch seine Kritik nur eine Gemeinschaftsarbeit sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Gemeinschaftsarbeit […] ist nicht zustande gekommen. Und sie kann auch nicht mehr nachgeholt werden&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erinnerungen der Freunde sind – so Miller – &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Voraussetzung dafür, daß vielleicht später einmal Menschen, die nicht mehr aus eigenem oder persönlich vermitteltem Erleben schöpfen, sondern auf die Überlieferung angewiesen sind, eine kritische Würdigung vornehmen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der sozialen Demokratie] finden sich neben den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Unterlagen] des ISK im &lt;br /&gt;
[http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] von Minna Specht umfangreiche Unterlagen. Unter diesen Unterlagen sind bisher wohl wissenschaftlich noch nicht ausgewertete Antworten z.B. auf eine ''Umfrage unter den ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Walkemühle und der Nachfolgeschulen'' von 1974 sowie von 1973 die Antworten auf eine ''Umfrage zur rückblickenden Beurteilung der Ausbildung im Landerziehungsheim Walkemühle unter den ehemaligen Erwachsenen-Schülern.'' Auch die Unterlagen im [http://www.bild-video-ton.ch/bestand/objekt/Sozarch_F_5025-Fa-177 Ordner F: Walkemühle 1946] (Melsungen Bezirk Kassel) Mai 1946 des [http://www.sah-schweiz.ch/ Schweizer Sozialarchivs] harren der Analyse.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1047</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1047"/>
		<updated>2024-01-24T16:21:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes &amp;lt;br/&amp;gt;und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930–4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson]&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
??–13.10.1930.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
1934 „Reichsschulungsleiter“ des ISK; lebte in Magdeburg. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Volksgerichtshof im Dezember 1939 zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.magdeburg.de/media/custom/698_6203_1.PDF Stadt Magdeburg]: Wir erinnern an Julius Philippson. [pdf].&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927–22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1046</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1046"/>
		<updated>2024-01-24T16:17:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Hinweise: '''Um &amp;quot;zurück&amp;quot; oder wieder &amp;quot;nach oben&amp;quot; zu gelangen''', verwenden Sie bitte den &amp;quot;Zurück-Button&amp;quot; Ihres Browsers! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930–4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson]&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
??–13.10.1930.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
1934 „Reichsschulungsleiter“ des ISK; lebte in Magdeburg. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Volksgerichtshof im Dezember 1939 zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Mai 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.magdeburg.de/media/custom/698_6203_1.PDF Stadt Magdeburg]: Wir erinnern an Julius Philippson. [pdf].&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927–22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1045</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1045"/>
		<updated>2024-01-24T16:15:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930–4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson]&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
??–13.10.1930.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
1934 „Reichsschulungsleiter“ des ISK; lebte in Magdeburg. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vom Volksgerichtshof im Dezember 1939 zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.&lt;br /&gt;
Im Mai 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biografie: [https://www.magdeburg.de/media/custom/698_6203_1.PDF Stadt Magdeburg]: Wir erinnern an Julius Philippson. [pdf].&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927–22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1044</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1044"/>
		<updated>2024-01-24T14:41:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pfeil, Brigitte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Akzessioniert als „alter Bestand“ – &amp;lt;br&amp;gt;Über das Vergessen, Leugnen und Wiederfinden des Kasseler Teilnachlasses von Gustav (Lejeune) Dirichlet und seiner Ehefrau Rebecka, geb. Mendelssohn-Bartholdy.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Universitätsbibliothek, 2020.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[https://kobra.uni-kassel.de/themes/Mirage2/scripts/mozilla-pdf.js/web/viewer.html?file=/bitstream/handle/123456789/11543/PfeilTeilnachlassDirichlet.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Digitalisat]] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1043</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1043"/>
		<updated>2024-01-18T15:51:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Die drei Toten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb an Lungenentzündung am 29.10.1927 in der Universitätsklinik in Göttingen. Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 erschienen in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:281.jpg&lt;br /&gt;
Image:281v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:282.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:283.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1042</id>
		<title>Personen</title>
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		<updated>2024-01-15T16:13:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1041</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1041"/>
		<updated>2024-01-15T16:12:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Hinweise: '''Um &amp;quot;zurück&amp;quot; oder wieder &amp;quot;nach oben&amp;quot; zu gelangen''', verwenden Sie bitte den &amp;quot;Zurück-Button&amp;quot; Ihres Browsers! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Fortmüller/Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1040</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1040"/>
		<updated>2024-01-15T16:11:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/ René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe diese [https://www.hls-dhs-dss.ch/textes/f/F44484.php Seite] im [https://www.hls-dhs-dss.ch/d/home Historischen Lexikon] der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Fortmüller/Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1039</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1039"/>
		<updated>2024-01-15T16:10:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://hls-dhs-dss.ch/fr/articles/044484/2002-09-23/René Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe diese [https://www.hls-dhs-dss.ch/textes/f/F44484.php Seite] im [https://www.hls-dhs-dss.ch/d/home Historischen Lexikon] der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Fortmüller/Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1038</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1038"/>
		<updated>2024-01-15T16:06:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Hinweise: '''Um &amp;quot;zurück&amp;quot; oder wieder &amp;quot;nach oben&amp;quot; zu gelangen''', verwenden Sie bitte den &amp;quot;Zurück-Button&amp;quot; Ihres Browsers! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna_Bertholet Hanna Bertholet]&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''René Bertholet''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe diese [https://www.hls-dhs-dss.ch/textes/f/F44484.php Seite] im [https://www.hls-dhs-dss.ch/d/home Historischen Lexikon] der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Fortmüller/Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1037</id>
		<title>Personen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Personen&amp;diff=1037"/>
		<updated>2024-01-15T16:01:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Schüler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Angaben bzgl. der Aufenthaltszeiten von Bewohnern in der Walkemühle stammen aus dem Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen, Kreis Melsungen, über die von 1921 bis 1933 für die Walkemühle gemeldeten Personen, das 1961 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mayr Max Mayr] erstellt wurde. In dem Verzeichnis sind Namen von 193 Personen angeführt. Mayr war lange Jahre als Häftling im [https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Buchenwald KZ Buchenwald] sog. Kommandiertenschreiber und bemerkte zu diesem Melderegisterauszug:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Immerhin hatte es uns schon immer gewundert, dass die'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei ''Gestapo''] ''s.Zt. offenbar keinen Gebrauch davon gemacht hat, sonst wären doch viele Prozesse gegen unsere Freunde ganz gewiss kompletter gewesen und anders verlaufen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 waren noch 36 Personen in der Walkemühle gemeldet, darunter 22 Kinder. Von den bei Wikipedia erwähnten [https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied ISK-Mitgliedern], waren viele auch zu Kursen in der Walkemühle, ohne im Einwohnermeldeverzeichnis extra eingetragen worden zu sein. So kommt z.B. Leonard Nelson in diesem Melderegisterauszug nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den seiner Zeit benutzten Bezeichnungen werden hier ausgewählte Bewohner aufgeführt als Schüler, Helfer oder Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler waren einerseits schulpflichtige Kinder, teilweise noch im Kindergartenalter; andererseits erwachsene Berufstätige. Erwachsene Schüler mussten ebenso wie die Helfer über aktive politische Erfahrungen verfügen, etwa in Gewerkschaften, im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Arbeiter-Abstinenten-Bund Arbeiter-Abstinenten-Bund] oder im [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Freidenker-Verband Freidenkerverband], bevor sie ausgewählt von lokalen Gruppen des ISK in die Walkemühle kommen konnten mit dem Ziel später als Funktionäre des ISK zu arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfer waren ausgebildete ArbeiterInnen bzw. HandwerkerInnen, meist Schlosser, Schreiner oder Köchinnen, die, ohne Lohn zu erhalten, in den Werkstätten bzw. der Küche der Walkemühle für den Eigenbedarf des Landerziehungsheims arbeiteten, aber insbesondere auch den Schülern handwerkliche Grundfertigkeiten beibrachten; manche Helfer nahmen zeitweise zusätzlich an Kursen für die erwachsenen Schüler teil.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;In der folgenden Liste sind neben den Meldezeiten in der Walkemühle nur wenige Angaben über spätere politische bzw. berufliche Betätigung angeführt. Hinweise zu Emigration resp. zu Verfolgung während der Nazi-Zeit fehlen auf diesen Seiten. Dazu müsste eine neue Geschichte des ISK geschrieben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Zu fast allen der nun Genannten finden sich teilweise sehr ausführliche biografische Hinweise bei Rüther ''Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund - Deutschland im ersten Nachkriegsjahr''. Das [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Buch] enthält auf den [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Seiten 541 – 650] einen frei zugänglichen Anhang mit Kurzbiographien ab Seite 548.&amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppa/ Philosophisch-Politische-Akademie] pflegt eine Liste ihrer [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Mitglieder]. Dort gibt es zu Vielen der nun Genannten zusätzliche biografische Hinweise.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu Einigen gibt es auch bibliografische Daten, die über den jeweiligen Link bei [https://www.worldcat.org/ WorldCat] leicht erhältlich sind. Durch Eingabe des betrachteten Namens sind diese Informationen dort zu finden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Tageszeitung [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] des ISK haben viele Bewohner der Walkemühle Artikel geschrieben. Nach Eingabe eines Autorennamens auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] werden die Titel und die zugehörigen Links auf die jeweiligen Artikel angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Bei den [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/bestaende-findmittel-digitalisate Online-Findmitteln] des [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie Archivs der sozialen Demokratie] bietet sich die Möglichkeit, durch Eingabe eines Namens auf dieser [http://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=85E2DEB21&amp;amp;dm=5  Seite] eine Liste von Fotos der betreffenden Person zu erhalten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offizielen [http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results Geschichte] der Stadt Melsungen wird auf Seite 233 [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz | fälschlicherweise]] behauptet:&lt;br /&gt;
::''Obwohl die Bewohner'' [der Walkemühle] ''sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei'' [am 14. März 1933] ''erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.''&lt;br /&gt;
Die in der folgenden Liste fett markierten Abmeldedaten beweisen das Gegenteil von ''schneller Entfernung'' und ''nicht mehr Habhaftmachung''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrer === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Fritz Eberhard, geb. Hellmuth Freiherr von Rauschenplat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
18.11.1924–22.6.1925, 12.10.1925–'''9.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1948–1949 Mitglied des parlamentarischen Rates, 1949–1958 Intendant des [https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutscher_Rundfunk Süddeutschen Rundfunks]. &amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/fritz-eberhard-ruckblicke-auf-biographie-und-werk/oclc/48928455&amp;amp;referer=brief_results Rückblicke auf Biographie und Werk].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler  Willi Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;14.6.1922–12.6.1923.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947–1968 Vorstandsmitglied der SPD, Mitglied des Landtages von NRW, des Deutschen Bundestages und der Parlamentarischen Versammlung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Europarat Europarates] bis 1953.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/ethischer-sozialismus-und-soziale-demokratie-der-politische-weg-willi-eichlers-vom-isk-zur-spd/oclc/18836495&amp;amp;referer=brief_results Ethischer Sozialismus und soziale Demokratie]  - der politische Weg Willi Eichlers vom ISK zur SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Goosmann Paul Goosmann]&amp;lt;br /&amp;gt;10.10.1926–13.6.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1945 – 1974 Professor für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Bremen, später Universität Bremen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autobiographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Erinnerungen] eines Bremer Reformpädagogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann]&amp;lt;br /&amp;gt;9.10.1927–'''3.5.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946 – 1982 Professor für Philosophie und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Hannover.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results Vernunft, Ethik, Politik] Gustav Heckmann zum 85. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://duskofdigital.wordpress.com/2014/05/12/blog-kino-gustav-heckmann-ein-leben-im-20-jahrhundert-dokfilm-d-1992/ Video:] Ein Leben im 20sten Jahrhundert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Henry-Hermann]&amp;lt;br /&amp;gt;6.11.1927–3.5.1928, 24.3.1933–'''20.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1950–1966 Professorin für Philosophie und Physik an der Pädagogischen Hochschule Bremen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Statt einer Biographie: [https://www.springer.com/de/book/9783658162405 Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hans Lewinski'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Julie Pohlmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1.3.1923–'''19.4.1933'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther]  S. 609.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&amp;lt;br /&amp;gt;5.11.1923–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1951 Leiterin der [https://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule Odenwaldschule], ab 1952 Mitarbeiterin im [https://de.wikipedia.org/wiki/UNESCO_Institute_for_Lifelong_Learning UNESCO-Institut] für Pädagogik in Hamburg und im Exekutivausschuss der deutschen [https://www.unesco.de/ueber-uns/deutsche-unesco-kommission.html UNESCO-Kommission].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Biographie: [https://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results Minna Specht] Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liselotte Wettig&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8.12.1927–'''24.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Autorin von: [https://www.worldcat.org/title/problem-der-strafe-in-der-erziehung/oclc/830933938&amp;amp;referer=brief_results Das Problem der Strafe in der Erziehung].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
15.5.1921–29.12.1924.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1945 kurzzeitig kommissarischer Bürgermeisters von Michelbach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie:  [https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/542672450&amp;amp;referer=brief_results Im Kampf gegen die autoritäre Schule] - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schüler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Beermann Hermann Beermann]&amp;lt;br /&amp;gt;29.2.1928–18.11.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1962 – 1969 stellvertretender Vorsitzender des DGB.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 551.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931, unter ihrem damaligen Namen Hanna Fortmüller. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''René Bertholet''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.6.1928–27.3.1929, 17.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach 1944 Mitarbeiter bzw. Leiter des Schweizerischen Arbeiterhilfswerkes und 1950 [http://www.historiadealagoas.com.br/rene-bertholet-e-a-colonia-pindorama.html Gründer] von Genossenschaften in Brasilien.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe diese [https://www.hls-dhs-dss.ch/textes/f/F44484.php Seite] im [https://www.hls-dhs-dss.ch/d/home Historischen Lexikon] der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://aehmo.org/cahiers-histoire/ Cahiers] d'histoire du mouvement ouvrier. [https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=cmo-001:1995:11::179 Vol.11-12] p. 140-146, 1995-1996. (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;'''Chen, Chi Yin'''&amp;lt;br /&amp;gt; 8.8.1924-10.6.1925, 11.10.1929-17.4.1930 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Veröffentliche mehrere Artikel &amp;lt;ref&amp;gt;Auf dieser [http://library.fes.de/cgi-bin/populo/iskra.pl Seite] „Chen Chi Yin“ eingeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Tageszeiting des ISK &lt;br /&gt;
[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke],&lt;br /&gt;
insbesondere [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Leonard Nelson und Konfuzius]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 Der Funke]; Jg. 1, 1932, Nr. 161, 12. Juli, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch: [https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/kampen/ Thomas Kampen:] &lt;br /&gt;
[https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi-Yin Chen aus Wanhsien in Berlin und Göttingen] und [https://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#4 Marxistische Arbeiter-Schulung in Berlin: Eine Chinesin berichtet]. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Dehms Alexander Dehms]&amp;lt;br /&amp;gt;24.5.1924–10.9.1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951–1967 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1975 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester_von_Berlin Stadtältester] von Berlin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 571.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg'''&amp;lt;br /&amp;gt;11.5.1931–27.11.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.rothenditmold.de/Geschichte/persoenlichkeiten/persoenlichkeiten.htm Stadtverordnete] in Kassel und später dort lange Jahre ehrenamtliche Stadträtin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 554.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Allan_Flanders Allan Flanders]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
23.7.1929–30.3.1930, 16.5.1930–13.10.1930, 3.5.1931–3.12.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1949 Senior Lecturer in Industrial Relations in Oxford, 1964 Fellow [https://www.nuffield.ox.ac.uk/our-research/economics/ Nuffield College Oxford].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Hanna Fortmüller/Bertholet'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.5.1930–29.3.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiterin der Verlage Öffentliches Leben und [https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Verlagsanstalt Europäische Verlagsanstalt].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 552.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Wilhelm Fuhrmann'''&amp;lt;br /&amp;gt;17.6.1929–30.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dezember 1943 bis Dezember 1945 US-Soldat im Pazifikkrieg, später Gewerkschaftssekretär in New York.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 578.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Hansen Werner Hansen] geb. Wilhelm Heidorn&amp;lt;br /&amp;gt;12.11.1928–26.3.1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1947 – 1956 Vorsitzender des DGB-Bezirks Nordrhein-Westfalen und bis 1969 Mitglied des DGB-Bundesvorstandes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://library.fes.de/pdf-files/adsd/06730/06730-16.pdf Werner Hansen] (1905–1972) (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Eva Lewinski''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2.5.1928–9.7.1929, 15.5.1930-4.2.1932&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Internierung im Lager [https://www.campgurs.com/media/1223/lewinski-eva-juive-dorigine-allemande.pdf Gurs] gelang Emigration in die USA. Dort u.a. erfolgreich in der Unterstützung für Emigranten. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://docs.lib.purdue.edu/purduepress_previews/40/?utm_source=docs.lib.purdue.edu%2Fpurduepress_previews%2F40&amp;amp;utm_medium=PDF&amp;amp;utm_campaign=PDFCoverPages Kathy, Peter and Tom Pfister:] &lt;br /&gt;
[https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results Eva and Otto: Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die [https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn611705#?rsc=197373&amp;amp;cv=5&amp;amp;c=0&amp;amp;m=0&amp;amp;s=0&amp;amp;xywh=-228%2C-336%2C6625%2C4836 Eva and Otto Pfister papers] im [https://www.ushmm.org/ United States Holocaust Memorial Museum]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 599. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://findmittel.ch/archive/archNeu/Ar147.html Mascha Oettli] &amp;lt;br /&amp;gt;26.4.1928–7.3.1929, 1.8.1930–7.4.1931.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1952 – 1970 Zentralsekretärin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 606. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Platiel] geb. Eleonore Block&amp;lt;br /&amp;gt;27.7.1925–8.9.1925.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1951 Landgerichtsdirektorin in Kassel, 1954–1966 Mitglied des Hessischen Landtags, 1960–1966 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.&amp;lt;br /&amp;gt;Ausführliche Informationen bei [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Biographie: [https://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results Sozialistin - Emigrantin - Politikerin].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper'''&amp;lt;br /&amp;gt;25.7.1927-22.3.1930.&amp;lt;br /&amp;gt;Treuhänder des ISK für den Wiederaufbau der Walkemühle 1945–1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 616.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Schmalz Hellmut Schmalz]&amp;lt;br /&amp;gt;20.4.1925–27.4.1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1959–1968 Bundesvorsitzender der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Gartenbau,_Land-_und_Forstwirtschaft Gewerkschaft] Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nora Walter'''&amp;lt;br /&amp;gt;2.5.1932–'''21.3.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1982–2001 Zweite Vorsitzende der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Philosophisch-Politischen Akademie].&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe den [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Willi Warnke'''&amp;lt;br /&amp;gt;1.6.1931–'''19.4.1933'''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1946–1972 Stadtverordneter in Kassel, 1967–1972 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, 1972 [https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt%C3%A4ltester#Bundesland_Hessen Stadtältester] von Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml Rüther] S. 627.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1036</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1036"/>
		<updated>2024-01-15T15:59:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, René&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Probleme schrecken uns nicht mehr. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 323-326.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1035</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1035"/>
		<updated>2024-01-12T09:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Archiv der sozialen Demokratie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär&amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1034</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=1034"/>
		<updated>2023-12-03T10:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Danksagung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Startseite | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;vorwort&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Landerziehungsheim Walkemühle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adelshausen bei Melsungen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7_head.jpg|miniatur|frame|&amp;lt;br /&amp;gt;Das Bild zeigt die Walkemühle ca. 1925, Blickrichtung Nord; links der Fachwerkbau ist die alte Mühle, rechts ist das sog. Akademiegebäude zu sehen, davor die Landstraße Melsungen – Spangenberg, die das Gelände der Walkemühle durchquert.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030337. &amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
''Walkemühle'' ist die Bezeichnung eines Gebäudekomplexes an dem Bach Pfieffe nordwestlich des Dorfes Adelshausen.&lt;br /&gt;
([https://www.google.de/maps/place/Walkem%C3%BChle,+34212+Melsungen/data=!4m2!3m1!1s0x47bb50170ce0c3e1:0x5dfb288de863a9a3?sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiu866dvKHLAhUkQpoKHev9BVgQ8gEIHDAA Siehe GoogleMaps] im ''Satellit-Modus''.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1921 bis 1951 befand sich hier das ''Landerziehungsheim Walkemühle''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über dessen Geschichte soll berichtet werden. Aus der Fülle des vorhandenen Materials können nur einzelne Dokumente berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Erinnerungen sind eine Voraussetzung dafür, daß vielleicht später einmal Menschen, die nicht mehr aus eigenem oder persönlich vermitteltem Erleben schöpfen, sondern auf die Überlieferung angewiesen sind, eine kritische Würdigung der Ereignisse in der Walkemühle und ihrer späteren Folgen vornehmen können'' – &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
so formulierte es 1980 eine Historikerin&amp;lt;ref&amp;gt; Susanne Miller in ihrer [[1945_bis_1951#Ein_Ausblick | Rede zur Erinnerung an Minna Specht]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Personen aus der Walkemühle sehr nahestand, fast wörtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fülle des vorhandenen Materials in Archiven und Bibliotheken wartet auf umfassende Analyse. Etliche Dissertationen behandeln Einzelaspekte, unveröffentlichte Lebenserinnerungen geben zusätzliche Einblicke.&lt;br /&gt;
Daraus wird hier manches zitiert und gezeigt von Jemanden, der von 1945 bis 1952 in der Walkemühle die ersten Jahre seines Lebens verbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kassel, den 29. Februar 2016.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ralfschaper.info/ Ralf Schaper]&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;inhaltsverzeichnis&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsverzeichnis ==&lt;br /&gt;
[[Hauptseite|Startseite]]&lt;br /&gt;
::[[#vorwort|Vorwort]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[#danksagung|Danksagung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[#inhaltsverzeichnis|Inhaltsverzeichnis]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[1921 bis 1933]]&lt;br /&gt;
::[[1921_bis_1933#Die_.C3.84ra_Ludwig_Wunder|Die Ära Ludwig Wunder]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1921_bis_1933#Die_.C3.84ra_Minna_Specht|Die Ära Minna Specht]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1921_bis_1933#Das_P.C3.A4dagogische_Konzept|Das Pädagogische Konzept]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1921_bis_1933#Das_Politische_Umfeld|Das Politische Umfeld]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[1933 bis 1945]]&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Die_Besetzung_am_14._M.C3.A4rz_1933|Die Besetzung am 14. März 1933]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Schutzhaftstationen|Schutzhaftstationen]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Das_Treffen_am_31._Mai_1933|Das Treffen am 31. Mai 1933]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Die_Enteignung_1934_und_etliche_Folgen|Die Enteignung 1934]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Die_Gauführerschule|Die Gauführerschule]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945|Die Zerstörung am 1. April 1945]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[1945 bis 1951]]&lt;br /&gt;
::[[1945_bis_1951#Der_Wiederaufbau|Der Wiederaufbau]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1945_bis_1951#Die_Hilfe_des_Schweizerischen_Arbeiterhilfswerks|Die Hilfe des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle|Die Erziehungsgemeinschaft Walkemühle]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1945_bis_1951#Der_Verkauf_und_das_Ende|Der Verkauf und das Ende]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[1945_bis_1951#Ein_Ausblick|Ein Ausblick]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse]]&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle|Der Ausbildungskurs und Bundestag des IJB 1925]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933|Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| Eröffnung der Amtswalterschule, Juli 1933]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Ein_Wehrertüchtigungslehrgang|Ein Wehrertüchtigungslehrgang 1942]] &lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_von_Mitte_Mai_bis_Juli_1945|Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Richtfeste| Richtfeste]]&lt;br /&gt;
::[[Ereignisse#Causa_Die_Nelson_Gr.C3.A4ber|Causa: Die Nelson-Gräber]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.|Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.|Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.|Resignation, Trauer und Gedenken]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Dokumente]]&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#Gedenkschrift_f.C3.BCr_Leonard_Nelson|Gedenkschrift für Leonard Nelson]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson|Erinnerungen an Leonard Nelson]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#Die_Verfassung_der_.22Kinderrepublik_Klein_Berlin.22|Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot;]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#Vollmachten|Vollmachten]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#In_dieser_Schule_braucht_man_nicht_zu_l.C3.BCgen.|In dieser Schule braucht man nicht zu lügen]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Dokumente#Eine_vegetarische_Seife|Eine vegetarische Seife]]&lt;br /&gt;
:[[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archive und Nachlässe]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Dokumente#Literatur | Literatur]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bilder]]&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Die_Ruine_des_Lehrgeb.C3.A4udes|Die Ruine des Lehrgebäudes]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Braunhemden|Braunhemden]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Die_M.C3.BChlenkinder|Die Mühlenkinder]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Die_Schweizer_Hilfe|Die Schweizer Hilfe]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Eine_alte_Landkarte_von_1615|Eine alte Landkarte von 1615]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Bilder#Postkarten|Postkarten]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Personen]]&lt;br /&gt;
::[[Personen#Die_Bewohner_der_Walkem.C3.BChle_Lehrer.2C_Sch.C3.BCler_und_Helfer|Die Bewohner der Walkemühle Lehrer, Schüler und Helfer]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Beifang]]&lt;br /&gt;
::[[Beifang#Eine_Schule_wird_Burg|Eine Schule wird Burg]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz|Edelkommunisten in der Provinz]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Beifang#.C3.9Cber_die_Arbeitsmoral_von_Belasteten|Die Arbeitsmoral von Belasteten]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Beifang#Der_ISK_auf_der_documenta_14|Der ISK auf der documenta 14]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Beifang#Die_Walkemühle_in_der_Ausstellung|Die Walkemühle in der Ausstellung ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'']]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[[Beifang#Die_Hinweistafel|Die Hinweistafel]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Danksagung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2014 entstand bei einem Gespräch in der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] die Idee einen Artikel über die Walkemühle zu schreiben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben einigen Büchern war der umfangreiche Briefwechsel (ab 1932) meiner Eltern eine wichtige Informationsquelle. Ohne diesen biographischen Bezug hätte ich die vorliegenden Texte nicht schreiben können. &amp;lt;br /&amp;gt;Mein Vater war von 1927 bis 1930 in der Walkemühle. Meine Eltern lehnten offen das „Bindungsverbot“ des [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationalen Sozialistischen Kampfbundes] ab, heirateten 1937 und übernahmen ab Ende Juni 1945 die Leitung des Wiederaufbaus der Walkemühle. Auch dazu existiert ein ausführlicher Briefwechsel.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu einigen Briefen von 1944/45 siehe [https://www.ralfschaper.info hier.] &amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die heutigen Recherchemöglichkeiten des Internets und insbesondere die vernetzen Bibliotheken erleichtern die Arbeit; die Universitätsbibliothek ist dabei durch die Fernleihmöglichkeiten ein Tor zur Welt. Das Portal [https://www.worldcat.org/ WorldCat] stellt einen sehr schnellen Server zur Verfügung, der bequem bibliographischen Daten liefert. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank zu sagen ist also der Bibliothek insgesamt als Institution, aber insbesondere drei KollegInnen aus der Bibliothek, die mir Anstöße gaben bzw. mich mit inhaltlichen und formalen Ratschlägen unterstützten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den [https://landesarchiv.hessen.de/ Hessischen Staatsarchiven] in Marburg und Wiesbaden lernte ich die mir bis dahin unbekannte Atmosphäre der Archive kennen; freundliche Rückmeldungen und viele Kopien bekam ich aus dem [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/index.htm Archiv der sozialen Demokratie] der [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung].&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin] liegt mit dem sog. Nachlass Nelson umfangreiches Material, das von den Nazis aus der Walkemühle nach Berlin geschafft wurde, dort von den Sowjets 1945 nach Moskau überstellt wurde und später zurück ins Staatsarchiv der DDR kam. Im [https://www.sozialarchiv.ch/ Schweizerischen Sozialarchiv] liegen Dokumente über die Walkemühle für die Zeit 1945-1947. Die Materialien der beiden letztgenannten Archive harren einer wissenschaftlichen Analyse.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dank gilt auch den Standesämtern in Melsungen, Spangenberg und Waldkappel, die mir zu einigen wenigen, aber wichtigen Daten präzise Auskünfte lieferten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Gesprächen mit Göttinger Kollegen vom [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm Projekt Widerstand in Göttingen] bekam ich wertvolle Hinweise und Zugang zu dortigen Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ohne meinen Freund [https://www.lenth.de/ Sebastian Lenth], der nicht nur das Design entwarf und die mühevolle Arbeit der Umsetzung leistete, sondern mich auch immer wieder motivierte, wäre diese Darstellung so überhaupt nicht möglich gewesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 29.2.16 wurde die erste Fassung des Projektes ''Landerziehungsheim Walkemühle'' ins Netz gestellt. Danach entstanden einige neue, sehr fruchtbare Kontakte; teilweise bekam ich dankenswerter Weise wertvolle Fotos und Dokumente, die mir bis dahin unbekannt waren.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schließlich nochmals Dank an meine Eltern und an eine wirklich alte Freundin, die 1933 als sechsjährige erleben musste, wie die SA die Walkemühle besetzte und die vor ca. 25 Jahren meinen Vater motivierte seine Lebenserinnerungen zu diktieren. Nach meiner Kenntnis ist sie eine der beiden letzten der jetzt noch Lebenden von den 22 Kindern, die damals aus der Walkemühle vertrieben wurden und dann in Dänemark Aufnahme fanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel, den 17.12.17.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.mathematik.uni-kassel.de/~rascha/ Ralf Schaper]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit 2017 erschlossen sich neue Quellen zur Walkemühle, konnten schon vorhandene Informationen ausgewertet und einige Fehler korrigiert werden, aber es waren leider auch recht viele Links nicht mehr erreichbar. Meine Hoffnung ans Internet ist, dass vorhandene Information vermehrt wird und weiter zugänglich bleibt. Dieser Hoffnung wird leider manchmal nicht entsprochen: Die IT-Dienstleister einer Akademie bzw. einer Stiftung ''&amp;quot;überarbeiteten&amp;quot;'' deren Internetauftritte in einer Weise, die hier dazu zwingt, zur Vermeidung der Meldung 404 nicht wenige Links zu entfernen bzw. andere Quellen als Belege zu suchen. Bei dieser mühseligen Arbeit gab es dann aber auch einige sehr erfreuliche Funde.&lt;br /&gt;
Für Hinweise bleibe ich weiterhin dankbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der jetzt beginnenden Überarbeitung sollen auch einige Texte umgestellt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel, den 20.12.20.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.mathematik.uni-kassel.de/~rascha/ Ralf Schaper]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einige neue Quellen konnten in den letzten zwei Jahren gefunden und verlinkt werden. Leider erfordert die Zugänglichkeit zu den Seiten der oben schon erwähnten Stiftung oft noch etwas Geduld. Zu den TeilnehmerInnen des [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle IJB-Ausbildungskurses] 1925 in der Walkemühle gibt es einige neue erfreuliche Links; auch die Anzahl der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente#In_dieser_Schule_braucht_man_nicht_zu_l.C3.BCgen. Zitatstellen] zu ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen'' konnte auf 44 erhöht werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel, den 22.12.22. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.ralfschaper.info Ralf Schaper]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Trotz intensiver Recherchen sind möglicher Weise einige Quellen nicht richtig bzw. ausreichend bezeichnet. Entsprechende Korrekturhinweise sollen berücksichtigt werden.'''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Beifang&amp;diff=1033</id>
		<title>Beifang</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Beifang&amp;diff=1033"/>
		<updated>2023-11-26T09:08:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Der ISK auf der documenta 14 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Beifang | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Hinweise: '''Um &amp;quot;zurück&amp;quot; oder wieder &amp;quot;nach oben&amp;quot; zu gelangen''', verwenden Sie bitte den &amp;quot;Zurück-Button&amp;quot; Ihres Browsers! &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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'''Bilder''' werden durch &amp;quot;Anklicken&amp;quot; extra dargestellt und können gegebenenfalls nach dem &amp;quot;Anklicken&amp;quot; durch Verwendung der &amp;quot;rechten Maustaste&amp;quot; und der Auswahl &amp;quot;Grafik anzeigen&amp;quot; noch größer angezeigt werden. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Eine Schule wird Burg == &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Eine Gauführerschule wird Gauschulungsburg, Gebietsführerschule oder Führerschule der Hitler-Jugend.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
'''oder: '''&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Eine Führerin ist kein Führer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ''Gauführerschule Walkemühle'' findet sich im Jahre 1933 in etlichen Dokumenten der NSDAP oder in Zeitungen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;   &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei der Recherche in der Zeitung ''Kurhessischer Erzieher'' wurden bei der Suche nach anderen Artikeln zwei Artikel über Tagungen in der ''Gauschulungsburg Walkemühle'' gefunden: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Vorgeschichtstagung am 10./11. Dezember 1938 auf der Gauschulungsburg Walkemühle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Erzieher, 83 (1) 1939, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;   &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bericht über die volkskundliche Tagung am 17./18. Dez. 1938 auf der Gauschulungsburg Walkemühle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Erzieher, 83 (2) 1939, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Wieso wird eine Schule eine Burg?&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einen weiteren Hinweis gibt eine andere Stelle wieder im ''Kurhessischer Erzieher:''&lt;br /&gt;
::''Aus Anordnungen der Reichsleitung wird folgendes bekannt gegeben:''&lt;br /&gt;
::''Die Bezeichnung''&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Der Führer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''war für uns Nationalsozialisten immer ein unantastbarer Begriff.''&lt;br /&gt;
::''Heute ist der'' Führer der NSDAP.'' der Führer des gesamten Volkes und damit der Begriff staats- und weltpolitisch eindeutig festgelegt.''&lt;br /&gt;
::''Ich ordne daher für die Oberste Leitung der PO.'' [Parteiorganisation] an,&lt;br /&gt;
::''daß kein Politischer Leiter, ganz gleich in welcher Stellung innerhalb der Partei oder einer der angeschlossenen Organisationen er tätig ist, das Wort &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Führer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; auch nicht in Verbindung mit einem anderen Wort, für sich verwenden darf.''&lt;br /&gt;
::[... ]&lt;br /&gt;
:::gez. &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Dr. Ley.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Ley Reichsleiter der NSDAP] und Leiter des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
War der Standesbeamte in Mörshausen 1941 kein PG? Er notierte nämlich auf einem Totenschein  dass &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am 6. Dezember 1941'' […] ''der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden'' [ist].&amp;lt;ref&amp;gt;Standesamt Mörshausen (Spangenberg), Sterbenebenregister 1941, Blatt 4. [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAM Bestand 920 Nr. 5205.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In Heft 3 der o.g. Zeitung&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhessischer Erzieher, 83 (2) 1939.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist allerdings auch schon 1939 zu lesen:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Das Landjahr braucht Führerinnen.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;   &amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Für pädagogisch vorgebildete Mädel besteht die Möglichkeit, als &amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Führerin&amp;lt;/font&amp;gt; im Mädellandjahr einzutreten.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mädel, die sich für diese Aufgabe geeignet fühlen, melden sich bei der Landjahrbezirks&amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;führer&amp;lt;/font&amp;gt;in im Regierungsgebäude in Kassel.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die triviale Erkenntnis, dass eine &amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Führerin&amp;lt;/font&amp;gt; kein &amp;lt;font color=&amp;quot;#AA7700&amp;quot;&amp;gt;Führer&amp;lt;/font&amp;gt; ist, bestand also  - wie hier zu lesen ist - auch schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(Das benutzte Textverarbeitungssystem markiert die Worte ''Landjahr'' und ''Mädellandjahr'' als möglicherweise fehlerhaft; das Wort ''Landjahrbezirksführerin'' erhält keinen derartigen Hinweis.)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Offensichtlich wurde die o.g. Anordnung nicht befolgt: So wird z.B. einer [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516702350191/1/ Ausgabe] eines&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Heimatblatts für die Kameraden im feldgrauen Rock &amp;lt;b&amp;gt;Unser ist der Sieg&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; vom Januar/Februar 1944 in einem [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516702350191/15/ Artikel] die Walkemühle als &amp;lt;b&amp;gt;Gebietsführerschule&amp;lt;/b&amp;gt; bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt; In anderen Artikeln des Blattes wird die Bezeichnung &amp;lt;b&amp;gt;Führerschule der Hitler-Jugend&amp;lt;/b&amp;gt; gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1944 bedarf es wohl intensiver Führung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''&amp;lt;b&amp;gt;Wechsel in der &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Führung&amp;lt;/font&amp;gt; des Bannes Melsungen 761&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;K.-Bannführer&amp;lt;/font&amp;gt; Schmidt mit der &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Führung&amp;lt;/font&amp;gt; des Bannes Wolfhagen der Hitler-Jugend beauftragt.''&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In schlichter, zeitgemäßer Form vollzog sich am 6. Februar in der &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Gebietsführerschule&amp;lt;/font&amp;gt; Walkemühle die &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Einführung&amp;lt;/font&amp;gt; des neuen &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Bannführers, Oberstammführer&amp;lt;/font&amp;gt; Günther Stolle. In Anwesenheit der gesamten &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Führermannschaft&amp;lt;/font&amp;gt; des Bannes setzte der &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;K.-Führer&amp;lt;/font&amp;gt; des Gebietes Kurhessen (14), &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Hauptbannführer&amp;lt;/font&amp;gt; Schmidt, &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Oberstammführer&amp;lt;/font&amp;gt; Stolle in sein neues Amt ein. Der bisherige &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;K.-Führer&amp;lt;/font&amp;gt; des Bannes Melsungen 761, &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Gefolgschaftsführer&amp;lt;/font&amp;gt; Karl Schmidt, wurde mit der &amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;K.-Führung&amp;lt;/font&amp;gt; des Bannes Wolfhagen beauftragt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abzeichen für 18 Führerdienstgrade in der HJ werden [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade hier] angezeigt. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Edelkommunisten in der Provinz  ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''oder: Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Brutstätte&amp;lt;/font&amp;gt; in der Kontinuität der Literatur.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ''Melsunger Tageblatt'' vom 15. März 1933 heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle durchsucht und besetzt!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern vormittag erschien in dem Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen, in dem man in nationalen Kreisen schon lange eine'' &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;kommunistische Brutstätte&amp;lt;/font&amp;gt; ''vermutet, eine Abteilung staatlicher Polizei, die mit Unterstützung von Hilfspolizei und einem Kommando SA. die Anstalt besetzte.''&amp;lt;ref&amp;gt;Melsunger Tageblatt, Mittwoch, 15. März 1933, 2. Blatt, Nr 63; Neues aus Stadt und Kreis.&lt;br /&gt;
UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ''Handbuch des Kreises Melsungen 1934'' &amp;lt;ref&amp;gt;Kreis Melsungen&amp;lt;/ref&amp;gt; findet sich diese Erwähnung: &lt;br /&gt;
::''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine'' &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;kommunistische Brutstätte&amp;lt;/font&amp;gt; ''bildete…''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der offiziellen ''Geschichte der Stadt Melsungen''&amp;lt;ref&amp;gt; Schmidt, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist zu lesen:&lt;br /&gt;
::''Weiterhin werden politische Schutzhäftlinge in der Walkemühle inhaftiert. Sie war vor der Machtübernahme Schulungsstätte einer sozialistischen Splittergruppe, des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes&amp;quot; (ISK). Sie galt als'' &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt; Brutstätte für Edelkommunisten&amp;lt;/font&amp;gt;. &amp;lt;u&amp;gt;''Obwohl die Bewohner sich bei der Machübernahme schnellstens entfernten&amp;lt;/u&amp;gt;, wird das Anwesen durch SA und Hilfspolizei erstürmt, besetzt, durchsucht und in Besitz genommen. &amp;lt;u&amp;gt;Da man der Bewohner nicht mehr habhaft werden kann, vergreift man sich an den Toten.&amp;lt;/u&amp;gt; Die führende Persönlichkeit der Bewegung, Professor Nelson und ein Arbeiter, die hier &amp;lt;u&amp;gt;begraben liegen&amp;lt;/u&amp;gt;, werden mit städtischer Assistenz exhumiert und auf &amp;lt;u&amp;gt;den jüdischen Friedhof überführt.&amp;lt;/u&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Unterstreichungen und Formatierungen von Ralf Schaper''': &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die unterstrichenen Feststellungen sind '''beweisbar falsch!''' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So [[Dokumente#Lehrer| blieben]] Gustav Heckmann und Hellmuth Rauschenplat noch bis Anfang Mai 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Weiterhin wird der Eindruck erweckt, dass die Exhumierung 1933 vorgenommen wurde im Gegensatz zu vorhandenen [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Quellen]], dass dies nach März 1936 und vor 1939 vollzogen wurde. Über die sonstigen Bewertungen des Autors Schmidt mögen LeserInnen selbst urteilen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;brut_edelkommunisten&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;Wie sich Formulierungen wie'' &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Brutstätte für Edelkommunisten&amp;lt;/font&amp;gt; ''weitervererben, selbst in sich seriös gebenden Publikationen, lässt sich schön an diesem Beispiel erkennen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Später kaufte der Lehrer Ludwig Wunder die Mühle und richtete eine sozialistische Schule ein, die bald vom Göttinger Professor Leonard Nelson übernommen wurde. Bekannte Pädagogen an der Schule waren Minna Specht, die später an der Odenwaldschule unterrichtete, und Nora Platiel, welche später Landgerichtspräsidentin und Kommunalpolitikerin in Kassel war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am 14. März 1933 wurde die Schule als'' &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;kommunistische Brutstätte&amp;lt;/font&amp;gt; ''besetzt, und in der Folge die Gauführerschule Kurhessen eingerichtet. Noch vor Einmarsch der Amerikaner im Jahre 1945 wurden die Gebäude angezündet und brannten ab.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;''kommunistische Brutstätte''&amp;lt;/font&amp;gt; wird so eine &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;''Brutstätte für Edelkommunisten''&amp;lt;/font&amp;gt; und dann wieder nur eine &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;''kommunistische Brutstätte''&amp;lt;/font&amp;gt; ohne &amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;''edel''&amp;lt;/font&amp;gt;; man zitiert ja nicht wörtlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kurzer, leichter [http://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Blick] in [http://www.lagis-hessen.de/ LAGIS], das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen des [https://hlgl.hessen.de/ Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde], hätte gezeigt, dass [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] nie Pädagogin war!!!  Sie war auch nicht Landgerichtspräsidentin, sondern Landgerichtsdirektorin. Landgerichtspräsident war seinerzeit [https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Lewinski Dr. Erich Lewinski].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem wurden nicht ''die Gebäude angezündet'', sondern ''nur'' die südlich der Landstraße gelegenen! Diese westlichen Gebäude der Walkemühle wurden direkt vor den aus westlicher Richtung von Malsfeld her anmarschierenden amerikanischen Truppen am [[1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945| 1. April 1945]] von – nach mündlichen Überlieferungen – abziehenden HJ-Gruppen der „Gebietsführerschule Walkemühle“ angesteckt.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind die anderen Informationen des Artikels von Herrn Maurer gleichermaßen fundiert recherchiert?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32; hier S. 31,  [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Über die Arbeitsmoral von Belasteten ==&lt;br /&gt;
'''oder: PG.s bei Ordnungsarbeiten im Juni 1945'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschriften:&amp;lt;ref&amp;gt;Hessisches Staatsarchiv Marburg: HStAM 330 Melsungen B Nr 2434&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister                   Melsungen, den 13. Juni 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Ortspolizeibehörde&amp;lt;br /&amp;gt;   &lt;br /&gt;
Herrn&amp;lt;br /&amp;gt;...................&amp;lt;br /&amp;gt; hier&amp;lt;br /&amp;gt;..................Str.Nr...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Anordnung des Herrn Landrat sind ab Donnerstag, den 14.6. (morgen) für die Dauer von 1- 2 Wochen in der Walkemühle Ordnungsarbeiten durchführen. Sie sind zur Teilnahme an diesen Arbeiten bestimmt worden und haben sich morgen früh um 7.15 Uhr pünktlich an der Nürnbergerlandstrasse bei der Lederfabrik in Arbeitskleidung einzufinden. Verpflegung wird in der Walkemühle gewährt''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herren: [Es folgen 14 Namen.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister                          Melsungen, den 22. Juni 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Ortspolizeibehörde&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Analoger Brief wie oben mit [handschriftlich angeführten ca.] 10 Namen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
umseitig:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durchdruck&amp;lt;br /&amp;gt;Herrn Meier&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur Kenntnisnahme. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die am Freitag eingesetzte Gruppe von HJ-Angehörigen soll am Sonnabend wieder aufhören. Dafür sollen die im umseitigen Schreiben genannten HJ-Führer am Montag eine Woche arbeiten. Weitere Ablösung wird im Laufe der nächsten Woche bestimmt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Melsungen,den 22. Juni 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle                    Den  26. Juni  1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den&amp;lt;br /&amp;gt;Herrn Bürgermeister&amp;lt;br /&amp;gt;der Stadt Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrter Herr Bürgermeister  !&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem gestern statt der bestellten 10 Hitler-Jungens nur 5 zu den Ordnungsarbeiten erschienen sind, ist heute überhaupt keiner erschienen. Um ein pünktliches Erscheinen zu gewährleisten, schlage ich vor, dass die von Ihnen bestimmten Personen sich jeweils um 7,15 Uhr bei der Polizei in Melsungen stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich lasse sie dann durch einen Mann abholen. Auf diese Weise hat die Polizei eine unmittelbare Kontrolle, wer sich der Aufforderung entzogen hat. Die Alt-Pg. waren vorbildlich pünktlich und fleissig, was ich hiermit ausdrücklich hervorheben möchte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochachtungsvoll&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gez. H. Meyer&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der ISK auf der documenta 14 ==&lt;br /&gt;
Der ''Internationale Sozialistische Kampfbund'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund ISK] gab von 1926 bis 1933 eine monatlich erscheinende Zeitschrift heraus.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der [https://universes.art/documenta/2017/documenta-14-kassel/01-friedrichsplatz/marta-minujin/ Parthenon der verbotenen Bücher] von [http://www.documenta14.de/de/artists/1063/marta-minujin Marta Minujin] war das herausragende Objekt auf der [http://www.documenta14.de/de/ documenta 14] 2017 in Kassel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anlässlich des [http://www.documenta14.de/de/news/1601/aufruf-zu-buecherspenden Aufrufs] verbotene Bücher zu spenden, suchte ich bewusst diese zwei [https://www.worldcat.org/title/isk-mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/924334850&amp;amp;referer=brief_results ISK-Hefte] aus dem umfangreichen Nachlass meines Vaters heraus: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#B02C2C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;ISK&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; 2. Jahrgang,  7. Heft,  Juli 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Otto Alpers&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Ein großer Tag. „Antidemokratische Illusionen“? S. 113-120.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Die „Diktatur der Intellektuellen“. Eine „ernstliche Auseinandersetzung“. S. 121-130.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Nachdenken: Friedlicher Klassenkampf!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:isk_27_7.jpg|none|320px|Scan Deckblatt ISK-Heft]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#B02C2C&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;ISK&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; 2. Jahrgang, 8. Heft, August 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Küchemann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Freie Entwicklungsmöglichkeit – für wen? Zum deutschen Reichsschulgesetz. S. 131-146.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Block&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nora Block hieß später Nora Platiel.&amp;lt;/ref&amp;gt; [https://www.platiel2019.de/docs/ISK_1927_147.pdf Kirchenaustritt und Kirchensteuern.] Die gesetzlichen Regelungen in den deutschen Ländern. S. 147-153.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Henriette Danneil&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Henriette Danneil hieß später Henriette Ith.&amp;lt;/ref &amp;gt; Esperanto. S. 153-154.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:isk_27_8.jpg|none|320px|Scan Deckblatt ISK-Heft]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle am ''Parthenon der Bücher'' ausgestellten Druckschriften wurden vorher überprüft, ob, wann und wo sie verboten waren. Dazu gibt es neben dieser [http://www.kasselerliste.com Übersichtsseite] ein [http://www.kasselerliste.com/the-list/ Verzeichnis], also die ''List of banned books''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der Überprüfung wurde ein [https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles/meldung/post/detail/News/weltweit-groesstes-verzeichnis-verbotener-buecher-online-zeichen-gegen-zensur/ Forschungsprojekt] an der Universität Kassel unter Leitung von Prof. [http://nikola-rossbach.de/?page_id=78 Nikola Roßbach] beauftragt. Um den BearbeiterInnen den Entscheidungsprozess bei den ISK-Heften zu erleichtern, erhielten sie diesen [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-geschaeftsstelle-buecherverbrennung.jpg Link] zu den Fotos auf der Seite des [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html Projektes Widerstand] in Göttingen, auf denen ISK-Hefte deutlich auf dem Scheiterhaufen am 10. Mai 1933 in Göttingen zu erkennen sind. Weitere Informationen zu Bücherverbrennungen finden sich auf dieser &lt;br /&gt;
[http://www.verbrannte-buecher.de/?page_id=2250 Seite].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem [https://universes.art/de/documenta/2017/documenta-14-kassel/01-friedrichsplatz/ Friedrichs-Platz] in Kassel, auf dem der [https://www.hna.de/bilder/2017/09/05/8657216/1961944246-komplettes-kunstwerk-alle-saeulen-am-parthenon-verbotenen-buecher-sind-zumindest-von-aussen-mit-buechern-bestueckt-innen-fe-3m6b.jpg Parthenon der Bücher] errichtet wurde, fand am 19. Mai 1933 eine [https://www.hna.de/bilder/2017/05/16/8314662/1337608012-fridericianum-1QUi70pA6b.jpg Bücherverbrennung] statt. Am 8. Septembe1941 brannten hier Bücher der Hessischen Landesbibliothek beim Bombenangriff auf Kassel. Die [http://www.documenta14.de/de/south/29_welcher_grund_ihnen_zubereitet_wurde_aufbau_und_brand_des_wissens Seite] zeigt dazu einige Bilder, z.B. [https://www.documenta14.de/images/south/Seite_006_Bild_0001.jpg  dieses], auf dem noch Bücher im Schutt zu erkennen sind.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;Doch nun endlich zu den ISK-Heften am Parthenon der Bücher:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
An der Südseite&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14sued.jpg|none|600px|Ansicht Süd]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf der linken Säule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14sued1.jpg|none|320px|Ansicht Süd 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde in prominenter Nachbarschaft etwas höher als Augenhöhe das Heft 7 vom Juli 1927 angebracht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14sued2.jpg|none|320px|Ansicht Süd 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
neben dem [http://www.worldcat.org/title/werke-band-23-das-kapital-kritik-der-politischen-okonomie-erster-band-buch-i-der-produktionsprozess-des-kapitals/oclc/495366548&amp;amp;referer=brief_results  Kapital] von Karl Marx.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den sehenswerten [https://universes.art/documenta/2017/ Seiten] von  [https://universes.art/en/ Universes in Univers] zur documenta 14 ist die  [https://universes.art/documenta/2017/documenta-14-kassel/01-friedrichsplatz/marta-minujin-3/ Säule]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Heft ist über dem Kopf der Frau rechts zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ISK-Heft auch zu sehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Heft 8 vom August 1927 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14nord.jpg|none|600px|Ansicht Nord]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde an der Nordseite direkt an der Eingangsrampe an der zweiten Säule von links angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14nord1.jpg|none|320px|Ansicht Nord 1]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hängt das Buch [https://www.worldcat.org/title/geschichte-der-russischen-revolution/oclc/898917561&amp;amp;referer=brief_results Geschichte der russischen Revolution] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Trotzki Leo Trotzki] direkt neben dem ISK-Heft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:d14nord2.jpg|none|320px|Ansicht Nord 2]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob diese beachtenswerten Hängungen bewusst oder durch Zufall entstanden sind, ist nicht bekannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle in der Ausstellung ==&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#EE1111&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;1918.&amp;lt;/big&amp;gt; ZWISCHEN NIEDERLAGE UND NEUBEGINN&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1918_vl.jpg|miniatur|frame|200px|Text an den Eingängen zur Ausstellung]] &lt;br /&gt;
Ihre erste gemeinsame Ausstellung präsentieren das [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Hessische Landesmuseum Kassel] und das [http://bald-sportmedia.de/joomla_16/index.php/ausstellungen-dropdownmenu/aktuelle-sonderausstellung.html Stadtmuseum Kassel] jeweils auf einer Internetseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einer umfangreichen [http://bald-sportmedia.de//joomla_16/fotogalerien/2019__1918/web/index.html Bildersammlung] zur Ausstellung gibt es bei Bild 8 ein Foto der Kuratorinnen und einiger RepräsentantInnen der Kasseler Kulturszene.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kuratorin im Landesmuseum, [https://www.museumsfernsehen.de/drei-fragen-an-dr-martina-luedicke-leiterin-sammlung-volkskunde-der-museumslandschaft-hessen-kassel/ Frau Dr. Lüdicke], gilt der Dank für die Genehmigung im Museum fotografieren zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mit freundlicher Genehmigung der [https://museum-kassel.de/ MHK] machte Sebastian Lenth die Fotos in der Ausstellung.&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde diese Seite ermöglicht.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung im vollbesetzten Bürgersaal des Rathauses hielt [https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Flemming Professor Dr. Jens Flemming] den &lt;br /&gt;
[https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn/1918.-festvortrag Festvortrag] mit dem Titel &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Die deutsche Revolution von 1918/19: Errungenschaften und Versäumnisse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
An den Eingängen zu den Ausstellungsräumen hängt das nebenstehende Plakat.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während sich das Stadtmuseum in der Ausstellung stärker auf Geschehnisse in der Stadt Kassel bezieht, wird im Landesmuseum auch auf einige Ereignisse in der Region Nordhessen hingewiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gehörten die Exponate zur Walkemühle in Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_mi.jpg|none|500px|]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Texte aus der Ausstellung werden auf dieser Internetseite kursiv geschrieben und ergänzt durch einschlägige Links.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Adressen wurden am 12.12.2018 aufgerufen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;''Landerziehungsheim Walkemühle''&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Das Landerziehungsheim Walkemühle sah sich als Ort der Charaktererziehung. Diese war ein wesentliches Element reformpädagogischer Ideen. Auf Grundlage der [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokratisches_Gespräch ''sokratischen Lehrmethode''] des Philosophen [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] (1882-1927) sollten vor allem die Fähigkeiten des eigenständigen Denkens und verantwortungsbewussten Handeln geschult werden. Dieses Prinzip wurde auch unter der Reformpädagogin [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] (1879-1961) aufrechterhalten, die 1924 die Leitung des Hauses übernahm. Die in der Walkemühle unterrichteten Kinder und jungen Erwachsenen bildeten mit dem Lehrpersonal eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1918_l_2_sw_01.jpg|miniatur|frame|200px|Die linke Spalte der Präsentation]]&lt;br /&gt;
Die Fotos von der linken Seite der Präsentation sind hier jetzt rechts wiedergegeben. Oben finden sich zwei Fotos aus der Anfangszeit des Landerziehungsheimes: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das oberste Foto&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Ausbildungskurs junger Erwachsener, 1.8.1921''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
kann auch groß [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/3/37/1918_li_1_1.jpg betrachtet] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;''Ausbildungskurs junger Erwachsener, 1.8.1921''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FOTA006269.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hinweisschild in der Ausstellung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Ausbildungskurs junger Erwachsener, 1.8.1921''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/c/c3/1918_li_2.jpg Hier] kann das zweite Bild &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Spielende Kinder im Sandkasten, ca. 1923''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FOTA030003.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hinweisschild in der Ausstellung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Spielende Kinder im Sandkasten, ca. 1923''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung''&amp;lt;/ref&amp;gt; von oben extra angesehen werden: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Spielende Kinder im Sandkasten, ca. 1923.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter sind zwei wichtige, weitverbreitete Bilder von der Walkemühle  zu sehen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
das [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/e/e1/1918_li_3.jpg dritte Bild] &amp;lt;ref&amp;gt;© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FOTA033584.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hinweisschild in der Ausstellung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Landerziehungsheim Walkemühle, in der Mitte das sog. Lehrgebäude, ca. 1924'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung''&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. das &lt;br /&gt;
[https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/a/ad/1918_li_4.jpg vierte Bild] &amp;lt;ref&amp;gt;© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FOTA030337. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Hinweisschild in der Ausstellung: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Landerziehungsheim Walkemühle, links die alte Mühle, rechts das Akademiegebäude, ca. 1925.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung''&amp;lt;/ref&amp;gt; in Einzeldarstellungen. &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Titel der Bilder lauten:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Landerziehungsheim Walkemühle, in der Mitte das sog. Lehrgebäude, ca. 1924.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Landerziehungsheim Walkemühle, links die alte Mühle, rechts das Akademiegebäude, ca. 1925.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem dritten Bild ist rechts das Fachwerksgebäude die alte Mühle; zwei Neubauten sind in der Mitte das sog. Lehrgebäude und hinten links das sog. Akademiegebäude; dahinter sind die ersten Häuser von [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen] zu erkennen; vorn die Landstraße von [https://de.wikipedia.org/wiki/Melsungen Melsungen] nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg].&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das vierte Bild wurde auch für den Kopf dieser Seiten benutzt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es zeigt die Walkemühle ca. 1925, links der Fachwerkbau ist die alte Mühle, rechts ist das sog. Akademiegebäude zu sehen. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der abschließende Text:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:''Der Reformpädagoge [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Wunder Ludwig Wunder] eröffnete 1921 in der Walkemühle eine Schule. Gemeinsam mit Leonard Nelson und Minna Specht entwickelte er im folgenden Jahr das Konzept für ein Landerziehungsheim, das 1924 eröffnet wurde. Eigentümerin wurde die unter anderem von Nelson und Specht gegründete [http://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie], die die Erwachsenenausbildung für Funktionäre des [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationalen Sozialistischen Kampfbundes] übernahm. Daneben gab es die Abteilung für Kindererziehung.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Mitte der Präsentation im Museum werden drei wichtige Dokumente gezeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein Brief von Ludwig Wunder und zwei Stundenpläne.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_mi.jpg|none|500px|]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zuerst der Brief &amp;lt;ref&amp;gt;Das Hinweisschild in der Ausstellung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Brief von Ludwig Wunder an den Kreisschulrat, 1924''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Faksimile, Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM 166, 6437, Bl. 4 r.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; von Ludwig Wunder vom 23. März 1924 an den Kreisschulrat mit der Bitte der Oberlehrerin Frl. Minna Specht zu genehmigen im Landerziehungsheim zu unterrichten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_m_1.jpg|none|320px|]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Briefes:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''23. März 1924''&amp;lt;font color=&amp;quot;#FFFFFF&amp;quot;&amp;gt;xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx&amp;lt;/font&amp;gt;''Eingeschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Sehr geehrter Herr Kreisschulrat!''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''In der Anlage gestatte ich mir, Ihnen die Geburtsurkunde und zwei Oberlehrerinnenprüfungszeugnisse von Frl. Minna Specht mit der Bitte zu übersenden, Frl. Specht als Oberlehrerin in Mathematik, Erdkunde und Geschichte für unser Erziehungsheim zulassen zu wollen. Weitere Zeugnisse hat Frl. Specht z. Zeit leider nicht mehr. Sie war als [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberlehrer Oberlehrerin] an regulären Schulen in Hamburg und später bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Lietz Hermann Lietz] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Lietz-Schule_Haubinda Haubinda] tätig, hat dort auch die älteren Knaben mit Erfolg unterrichtet und ist nach dem Urteil der Sachverständigen eine ausgezeichnete Lehrerin.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Unsere Bauten und Einrichtungen für den Unterricht sind jetzt im grossen und ganzen fertig. Wir haben 4 Kinder und etwa 8 erwachsene junge Leute hier und versuchen die Kinder nach den [https://de.wikipedia.org/wiki/Montessoripädagogik Methoden] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Montessori Montessori], die Erwachsenen nach der von Prof. Nelson neu erarbeiteten [https://de.wikipedia.org/wiki/Sokratisches_Gespräch sokratischen Methode] in Lehrkursen zu unterrichten. Mir als Lehrer der Physik ist in dieser Methode eine neue Welt aufgegangen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Es würde uns eine besondere Freude sein, wenn Sie uns durch Ihren Besuch Gelegenheit geben würden, Ihnen zu zeigen, wieviel uns in einer wissenschaftlichen Fortbildung der Unterrichtsmethoden gelegen ist. Auch Herr Prof. Dr. Nelson, der z. Zeit seine Universitätsferien hier verbringt, würde sich freuen, Sie kennen zu lernen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Wenn es Ihnen indessen lieber sein sollte, dass ich Ihnen Frl. Specht in Rotenburg vorstelle, so bitte ich um freundliche Mitteilung.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Mit vorzüglicher Hochachtung''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Ihr sehr ergebener''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''L. Wunder''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''Anlagen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''1 Geburtsurkunde''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''2 Oberlehrerrinnenzeugnisse''&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[Die roten handschriftlichen Anmerkungen konnten leider nicht entziffert werden.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts neben dem Brief werden zwei Pläne gezeigt, die schematisch Hinweise zum Unterricht in der Walkemühle geben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Tagesplan für Robert (8½ J.), Gustel (6 J.), Tono (5 J.) .''&amp;lt;ref&amp;gt;''Tagesplan für die Kinder, 1924''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Faksimile, Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM 166, 6437, fol. 19 r.''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_m_2.jpg|none|600px|]]&lt;br /&gt;
Dieser Plan und der folgende sind auch in dem Buch von Rudolf Giesselmann ''Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen'' [http://www.allerart.de/walkemuehle/images-walkemuehle/image012.jpg abgedruckt].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begleittext in der Ausstellung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Neben Deutsch und Rechnen wurden täglich Werk- bzw. Handfertigkeitsunterricht und Übungen im Beobachten und Erzählen durchgeführt. Dies war ein wesentliches Element der neuen Lehr-und Lernmethodik: Die Kinder sollten ihren Lehrstoff zunächst beobachten und ihn dann eigenständig verarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun der ''Stunden-Plan für die größeren Schüler.''&amp;lt;ref&amp;gt;''Tagesplan für die größeren Schüler, 1924''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Faksimile, Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© Hessisches Staatsarchiv Marburg, HStAM 166, 6437, fol. 20 r.''&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_m_3.jpg|none|600px|]] &lt;br /&gt;
Dazu der Begleittext:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:''Wie der Tagesplan für die älteren Schüler zeigt, lag ein Schwerpunkt des Unterrichts neben sportlichen auf praktischen Aktivitäten, zum Beispiel im Laboratorium oder in den Werkstätten. Nach Ludwig Wunder würden körperliche Tätigkeiten ebenso wie das gründliche Studium der Naturwissenschaften der angestrebten Charakterbildung dienen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Hinweise bzgl. der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1921_bis_1933#Die_.C3.84ra_Ludwig_Wunder Ära Ludwig Wunder], der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1921_bis_1933#Die_.C3.84ra_Minna_Specht Ära Minna Specht] und des [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1921_bis_1933#Das_P.C3.A4dagogische_Konzept Pädagogischen Konzepts] in späteren Jahren in der Walkemühle gibt es auf den Anfangsseiten zum [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/ Landerziehungsheim Walkemühle].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausführlich Berichte über den Schulbetrieb mit Aussagen der damaligen Schüler finden sich in der erweiterten [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Fassung] (1997) der ''Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen: Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK'', der Examensarbeit von 1987 von Rudolf Giesselmann  ''Die Walkemühle in Nordhessen. Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-01.html Inhaltsverzeichnis] dieses Buches.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die rechte Seite der Präsentation: Zentral ist das [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/6/64/Csm_045_a_75dpi_neu.png Faksimile] eines Aufsatzes&amp;lt;ref&amp;gt;''Leonard Nelson: Über das Landerziehungsheim Walkemühle, 1926''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Jg. XVII, Heft 11, S. 870, Jena.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© Bundesarchiv Berlin, Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113''&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:[[Datei:1918_ru.jpg|none|600px|]] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Begleittext:&lt;br /&gt;
:''„In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.&amp;quot; In diesem Satz fasst Leonard Nelson zusammen, was das Landerziehungsheim Walkemühle sein soll: ein Ort, an dem Kinder ihren Glauben an die Wahrheit, ihr Selbstvertrauen und ihr Rechtsgefühl bewahren können. Dies zeige sich in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.&amp;quot; ist der meist zitierte Satz aus dem Werk von Leonard Nelson. In einer [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente#In_dieser_Schule_braucht_man_nicht_zu_l.C3.BCgen. Übersicht] von Zitatstellen sind bisher 32 Publikationen aufgelistet (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts gibt es dann dieses [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/2/2f/1918_ru_1.jpg Foto] von Leonard Nelson und Minna Specht.&amp;lt;ref&amp;gt;© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FOTA007805&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text dazu in der Ausstellung&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Leonard Nelson mit Minna Specht bei ihrem Dienstantritt, 1924''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Melsungen-Adelshausen, Schwalm-Eder-Kreis''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''© AdsD / Friedrich-Ebert-Stiftung''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Begleittext:&lt;br /&gt;
:''Minna Specht, Mitbegründerin des ebenfalls in der Walkemühle beheimateten [http://www.isk-muenchen.de/pdf/der_ijb.pdf Internationalen Jugendbunds (IJB)], kam 1924 als Lehrerin für Mathematik, Erdkunde und Geschichte an die Walkemühle und übernahm im selben Jahr die Leitung.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Foto wird auch gezeigt auf einer Seite zu Minna Specht bei der [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Gedenkstätte Deutscher Widerstand] ebenso wie auf der Seite [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK)] des Projektes [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm Widerstand in Göttingen].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hinweistafel == &lt;br /&gt;
::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#EE1111&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Die Walkemühle Adelshausen im Wandel der Zeit&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&lt;br /&gt;
75 Jahre nach Kriegsende gibt es an der Walkemühle eine Hinweistafel:&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#EE1111&amp;quot;&amp;gt;Die Walkemühle Adelshausen im Wandel der Zeit.&amp;lt;/font&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansicht-Tafel-WM2020.jpg|none|320px|Ansicht Hinweistafel]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Initiiert vom Heimat- und Verkehrsverein [https://www.melsungen.de/leben-in-melsungen/stadt-im-ueberblick/stadtteile/adelshausen/ Adelshausen] und finanziert aus Geldern im Rahmen der &lt;br /&gt;
[https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/foerderung-des-laendlichen-raumes/gemeinschaftsaufgabe-agrarstruktur-kuestenschutz/gemeinschaftsaufgabe-agrarstr-kuestenschutz_node.html GAK Gemeinschaftsaufgabe] zur ''Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes'' wurde im Dezember 2020 diese &lt;br /&gt;
[https://www.melsungen.de/massnahmen-in-den-stadtteilen-guensterode-melsungen-kehrenbach-und-obermelsungen-fertiggestellt/ Hinweistafel] aufgestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dort Ende der Seite.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafel-WM2020.jpg|none|320px|Detailansicht der Hinweistafel]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vielen Dank an den Heimat- und Verkehrsverein Adelshausen und seinen Vorsitzenden, Herrn Wolfgang Weyh.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1032</id>
		<title>Ereignisse</title>
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		<updated>2023-06-15T09:09:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:4.JPG&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1031</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1031"/>
		<updated>2023-06-15T08:58:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1030</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1030"/>
		<updated>2023-06-15T08:52:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Ein Foto des Ausbildungskurses */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1029</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1029"/>
		<updated>2023-01-01T09:21:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Aus der Arbeit der Hitlerjugend */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 22 10/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1028</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1028"/>
		<updated>2023-01-01T09:20:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Aus der Arbeit der Hitlerjugend */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 22 10/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein,&amp;lt;ref&amp;gt; K-Schein: Kriegsausbildungsschein der Hitlerjugend; Bestätigung der Teilnahme an einem Wehrertüchtigungslager. Siehe: Boberach S.308.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:4.JPG&lt;br /&gt;
Image:4v.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:267.jpg&lt;br /&gt;
Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1027</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1027"/>
		<updated>2023-01-01T09:17:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Boberach, Heinz; Rolf Thommes und Hermann Weiß &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzungen der NS-Zeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus dem Buch: Ämter, Abkürzungen, Aktionen des NS-Staates.&amp;lt;br /&amp;gt;München: Saur, 1997, ISBN 3-598-11271-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110951677.247/html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1026</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1026"/>
		<updated>2022-12-23T10:05:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1025</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1025"/>
		<updated>2022-12-23T10:04:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_125/Schaper_Grabstaetten.pdf Text: pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
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* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1024</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1024"/>
		<updated>2022-12-23T09:59:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004, 2003, S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
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*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
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* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
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* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1023</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1023"/>
		<updated>2022-12-23T09:56:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], Bd. 125, 2020, S. 233–254. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004 (2003), S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
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*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
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*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1022</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1022"/>
		<updated>2022-12-23T09:54:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], 125, S. 233–254, 2020. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004 (2003), S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
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* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
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* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
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* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1021</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1021"/>
		<updated>2022-12-23T09:53:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], 125, S. 233–254, 2020. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004 (2003), S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
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* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
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* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
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* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1020</id>
		<title>Dokumente</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Dokumente&amp;diff=1020"/>
		<updated>2022-12-23T09:52:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Dokumente | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkschrift für Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren von Leonard Nelson gab die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.] (GFA) im Dezember 1928 eine 12-seitige Broschüre heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Appell endet darin die kurze Einleitung; sie ist unterschrieben von dem Vorstand der Gesellschaft; d.h. von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Prof. Dr. Franz Oppenheimer],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Fritz_Meyerhof Prof. Otto Meyerhof],&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Kronfeld Dr. Arthur Kronfeld] und&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wir wenden uns an alle, die, unbeschadet einzelner Abweichungen in der philosophischen und sozialen Auffassung, überzeugt sind von der Bedeutung der Persönlichkeit und des Werkes Leonard Nelsons für die Zukunft unserer Kultur, Staatsordnung und Wirtschaft. Wir bitten auch Sie, dieses große Werk der Erziehung nach Ihren Kräften materiell und ideell unterstützen zu wollen, indem Sie in den Kreis der «Freunde der philosophisch-politischen Akademie» mit einem Jahresbeitrage von mindestens 20 Goldmark eintreten. Sie werden dadurch nicht nur an der Erhaltung und dem Ausbau eines erzieherischen Kulturwerks mitwirken, das Bewunderung verdient; sondern Sie werden darüber hinaus dazu helfen, das Andenken eines wahrhaft großen Menschen zu ehren, eines Mannes, dessen volle Bedeutung erst die Zukunft erkennen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Broschüre enthält den Aufsatz von Berta Rode „Über die Walkemühle“. Im Kontext des führerschaftlich geführten ISK und der GFA ist dieser Text als authentische, programmatische Schrift zu beurteilen, der zentrale Aspekte der Erziehungs- und Organisationsprinzipien des ISK thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Walkemühle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Philosophie'' Leonard Nelsons ''ist gegründet auf das'' Selbstvertrauen der Vernunft: ''auf das Vertrauen des Menschen in seine Erkenntnis, und auf das Vertrauen in die Kraft der menschlichen Natur, sich nach dieser Erkenntnis zu richten. Es wird dem Menschen hier etwas zugetraut: selber die Wahrheit erkennen zu können, und es wird ihm zugleich etwas zugemutet: nach der erkannten Wahrheit zu handeln.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In jedem Menschen schlummert ursprünglich dieser Geist des Selbstvertrauens. In der Hand des Erziehers liegt es, ihn zu töten oder ihn zu wecken. Der zu Erziehende hat ein Recht darauf, daß dieser Geist in ihm geweckt und nicht getötet wird. Diesen Geist zu wecken und den Weg frei zu halten, daß das Selbstvertrauen sich auch betätigen kann, das ist die Aufgabe des Landerziehungsheims Walkemühle, der internationalen Schule, die Nelson im Jahre 1922 in der Nähe von Kassel gegründet hat.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In einer autoritätslosen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft sind hier die Lernenden – Arbeiterkinder, junge Arbeiter und Arbeiterinnen – mit ihren Erziehern vereinigt. Wie werden Unterricht und Lehensgemeinschaft ihrer Aufgabe gerecht?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Der'' Unterricht der Kinder ''dadurch, daß die Erzieher mit den Kindern einen Stoff behandeln, den der kindliche Geist bewältigen kann, und dadurch, daß dieser Stoff von den Kindern selbständig erarbeitet wird. Es fehlt in diesem Unterricht jeder tote Gedächtniskram. Die Kinder lernen an der Natur, die sie in reicher Fülle umgibt. Sie werden vertraut mit den Vögeln und den Pflanzen ihrer Umgebung und schulen ihre praktischen Anlagen im Werkunterricht. Im Verkehr mit den Kindern des nahegelegenen Dorfes lernen sie deren Lebensweise kennen. Indem sie an den praktischen Arbeiten der Erwachsenen sich beteiligen, soweit es ihre Kräfte zulassen, und indem sie ihre Rechte ihnen gegenüber vertreten lernen, gewinnen sie ein selbständiges Verhältnis zu dem Leben in einer Gemeinschaft.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Doch der Lehrstoff ist es nicht so sehr, was die Erziehung in der Walkemühle von der anderer guter Schulen unterscheidet. Sondern der weit bedeutsamere Unterschied liegt darin, daß die Kinder alles, was sie studieren, selber beobachten und danach, gestützt auf ihre'' eigenen ''Kräfte, gestalten und verarbeiten, Worauf alles ankommt, ist das Zurücktreten des Lehrerurteils, das unbefangene Sichervordrängen der kindlichen Gedanken- und Gefühlswelt, die sich dann entfaltet und schult an der Eroberung der Umwelt. Die Hauptaufgabe des Erziehers wird hier, über der Auswahl der Aufgaben zu wachen, die Umgebung schön zu gestalten und selber sittlich zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In ähnlicher Weise, natürlich mit entsprechend anderem Stoff, geht der'' Unterricht der erwachsenen Schüler ''vor sich. An Stelle des anderswo üblichen Vortrags tritt das selbständige Studium und die Aussprache nach sokratischer Methode, die den Schüler zwingt, seine eigenen Gedanken zu verfolgen, und die ihm zugleich die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit den Kameraden die richtige Überzeugung zu suchen und zu finden. In einem solchen Unterricht brechen Phrasen und Angelerntes unter der freien Kritik und dem eigenen besonnenen Urteil zusammen. Aber es gilt, eine harte Arbeit zu leisten, ehe die durcheinander schwirrenden Gedanken geordnete wissenschaftliche Wege einschlagen, Die Naturwissenschaften sind eine gute Vorschule dafür. Naturwissenschaftliche Fragen stehen darum am Eingang der wissenschaftlichen Arbeit und werden erst, nachdem der Schüler einige Sicherheit im selbständigen Denken gewonnen hat, von schwierigeren Fragen aus der Volkswirtschaftslehre, der Geschichte oder der Philosophie abgelöst.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mindestens ebenso zurückhaltend wie bei den Kindern muß der Lehrer hier mit dem eigenen Urteil sein. Denn durch den Gedächtnisdrill der heute üblichen Erziehung ist den Erwachsenen die Unabhängigkeit des Denkens bereits verloren gegangen, während es bei dem Kinde nur gilt, diese Unabhängigkeit zu erhalten und zu festigen.''&lt;br /&gt;
::''Und die'' Lebensgemeinschaft?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Weil alle Lehrer und Schüler in der Walkemühle sich darin einig sind, daß sie bei hinreichender Anstrengung durch ihr wissenschaftliches Arbeiten nicht nur die Wahrheit finden können, sondern daß ihre Kraft auch ausreicht, der Wahrheit gemäß zu handeln, darum vereinigt die Lehrenden und Lernenden in dieser Schule nicht nur eine geistige Gemeinschaft, sondern zugleich eine Gemeinschaft der Tat, die darin besteht, das eigene Leben nach den erarbeiteten Erkenntnissen zu gestalten. Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die heute herrschende Meinung geht dahin, daß eine'' Erziehung zur Verantwortung ''nur in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft aufgebaut werden könnte. Und doch beruht diese Meinung auf einem Irrtum. Man verkennt dabei, daß das Verantwortungsgefühl sich da nicht entwickeln kann, wo der zu Erziehende nicht die Möglichkeit hat, zu tun, was er für richtig hält. Wie kann ich Verantwortung übernehmen für ein Geschehen, das gar nicht von meiner Einsicht, sondern vom'' Willen der Gemeinschaft ''abhängt? Und man verkennt ferner, daß auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, nicht genügt, wenn der zu Erziehende sich an Aufgaben begibt, denen er nicht gewachsen ist und an denen er dann meist entweder verzagt oder die ihn, falls er sie dennoch wagt, zur Verantwortungslosigkeit verführen. Wer aber soll die Aufgaben mit ihm auswählen? Wie soll er sich schulen, Verantwortung zu übernehmen? In vernünftiger Weise kann dieses schwere Amt nur in einer führerschaftlichen Organisation geübt werden, d.h. in einer Gemeinschaft, die klar erkennen läßt, wer die Verantwortung trägt, welche Anforderungen das Amt seinem Verwalter auferlegt und wie Erfolge und Mißerfolge verwertet werden. Darum ist die Walkemühle nicht demokratisch, sondern auf dem Grundsatz der Führerschaft aufgebaut. Sie ist so zugleich der Prüfstein für die Möglichkeit einer vernünftigen Führerschaft überhaupt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Walkemühle, im Februar 1928   -  Berta Rode''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Die Hervorhebungen entsprechen dem Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungen an Leonard Nelson ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben von Willi Schaper am 6. Dezember 1984, mit Nachbemerkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Bestand IJBISK 4/IJBISK000152&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zusätzliche Ergänzungen in eckigen Klammern und Links von Ralf Schaper im November 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anfang 1926 war ich im 17. Lebensjahr und lernte Nelson in Hannover bei einem von ihm geleiteten ca 7-tägigen sokratischen Kursus über die Schrift von Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Entwicklung_des_Sozialismus_von_der_Utopie_zur_Wissenschaft Utopie zur Wissenschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals persönlich kennen. Aufgrund von Schilderungen von Nelsons Freunden, u.a. [https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Philippson Julius Philippson], Karl Sperling, Aug. Bolte, Arthur Braunroth, mit denen wir uns in Kursen nicht nur theoretisches Wissen erarbeitet haben, sondern, ich kann es nicht anders ausdrücken, auch etwas von dem prägenden Geist vermittelten und in eigener und kritischer Beobachtung, hatte ich den Eindruck, dass ich einen aussergewöhnlichen Menschen kennenlernte. Dies war der erste und auch bleibende Eindruck, der für mein Leben entscheidende Bedeutung hatte.''&lt;br /&gt;
::''Durch die wirtschaftliche Ausbeutung während meiner Kindheit [W. Schaper ist  1909 in Hannover geboren] und Lehrzeit (wir mussten als Schulkinder ohne Bezahlung bei Bauern oft auch bei Schnee und Hagel auf den Feldern arbeiten, grünes Laub [während des 1. Weltkrieges] für die Soldatenpferde sammeln, fast alles Brennholz aus dem Walde [bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Baddeckenstedt Baddeckenstedt] bei Hildesheim] nach Hause schleppen (einen Handwagen zu nehmen war von der Forstbehörde verboten!)). Während der 4-jährigen Lehrzeit gab es z.T. noch die 56-stündige Arbeitswoche. Im 1. Lehrjahr [1923] gab es keinen Urlaub, danach 3 Tage im Jahr. Dadurch wurde natürlich die Auflehnung gegen das Unrecht geweckt. Aber das Rechtsbewusstsein wurde durch Nelson und seine Freunde erheblich geschärft und auch theoretisch untermauert. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen in Bezug auf das politische Handeln wurden gezogen.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem obigen Kursus imponierten mir u.a. die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die Forderung nach Pünktlichkeit oder nach''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 2]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''deutlichem Sprechen. Dazu kam die Zurückhaltung Nelsons in Bezug auf eignes Urteil und an die, gegenüber mir, älteren teilnehmenden Jungsozialistengerichtet ironische Bemerkung: „Ich dachte, ich befände mich hier unter gebildeten Marxisten&amp;quot;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir versuchten den Begriff des Widerspruchs zu klären an dem Beispiel: „Ein Fahrrad ist eine Flugmaschine.“ Wie weit das gelang, weiss ich nicht mehr, weiss aber, dass das Ergebnis des Kurses die Feststellung war, die obige Schrift [von Engels] bedeute wohl eher eine umgekehrte Richtung, nämlich die Entwicklung des Sozialismus zur Utopie. (Ob das richtig ist, sei dahingestellt.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei diesem Kursus begann mir langsam aufzugehen, welche Erkenntnisse Menschen aus eigener Kraft, ohne auf anerkannte Autoritäten zu sehen, in gemeinsamer Arbeit gewinnen können. Diese Gewissheit verstärkte sich später im Mathematikunterricht in der Walkemühle bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heckmann Gustav Heckmann] nach sokratischer Methode und hat mir nicht nur in meinem Beruf als Techniker das Selbstbewusstsein gestärkt.''&lt;br /&gt;
::''Mindestens an einem Abend dieses Kurses ging man noch in das damals von den Jusos beliebte Volksbildungsheim, wo dann bei einer Tasse Kaffee oder anderen Getränken noch weiter diskutiert wurde. Ich ging wegen meiner Abneigung gegen Gastwirtschaftsbesuche und vor allen Dingen, weil ich mich schämte, einzugestehen, dass ich nicht 20 Pfennig für eine Tasse Kaffee hatte, was ich natürlich nicht sagte, nicht mit, was Nelson sehr bedauerte. Das beeindruckte mich menschlich.''&lt;br /&gt;
::''Im Juli 1927 ging ich als Schlosser in die Walkemühle, auf Wunsch von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]. Nelson kam eines Tages in die Werkstatt und war''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 3]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''erfreut, dass ich einige Dinge nach meinen Vorstellungen änderte.''&lt;br /&gt;
::''In einer peinlichen Situation sass ich N. bei Tisch direkt gegenüber, als er sich bei Specht nach dem Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift für die Walkemühle erkundigte. Specht versuchte die Angelegenheit durch anderen Gesprächsstoff zu übergehen, worauf N. erregt, beinahe zornig, wie ich ihn sonst nie erlebt habe, sagte, dass es eine Schande sei, dass diese Zeitschrift in der Walkemühle noch nicht gelesen würde.''&lt;br /&gt;
::''Ende September oder Anfang Oktober 1927 hatte Specht bei einem Besuch in Bremen erreicht, dass eine Schülerin (Irmgard Hinze) entgegen dem vorherigen Wunsche ihrer Eltern in der Walkemühle bleiben durfte.'' [Irmgard Hinze, geb. 1910, war vom 1.5.1926 bis zum 27.3.1929 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;]. ''I.H. war nach Ansicht ihrer Eltern bei einem Besuch in Bremen nicht gut genug gekleidet und hatte angeblich an Stelle von Schnürbändern'' elektrische Drähte ''in ihren Schuhen. Wir alle, einschliesslich N. waren über Spechts Erfolg erfreut, und es ergab sich, dass wir ganz spontan an diesem herrlichen warmen Herbstabend im Beisein von Sp., N. und [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Schaltenbrand Schaltenbrand] auf dem Hof der Walkemühle noch ausgiebig an dem dort aufgestellten Barren geturnt haben. Kurz vorher hatte ich mir ein Paar gute und teure Halbschuhe gekauft. N. bemerkte sie und sagte, dass es sicher schön und letzten Endes auch billiger sei, sich gute Sachen zu kaufen. Auch solche Dinge sah er.''&lt;br /&gt;
::''Kurz vor N.s Tode, er lag mit einer Grippe und Lungenentzündung in der Walkemühle, war in seinem Schlafzimmer ein Defekt in der elektrischen Leitung, den ich zum Glück trotz meiner damals geringen Kenntnisse in diesen Dingen rasch beheben konnte. Ich war vorher ziemlich aufgeregt, weil ich wusste, dass N. sehr''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 4]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''krank war und war beeindruckt von seiner Ruhe und Gelassenheit. Das war das letzte Mal, dass ich N. sah. Nach seinem Tode verband mich eine väterliche Freundschaft zu seinem Vater. Auch eine [d.h. diese] leider nur kurze Bekanntschaft zu seinem [d.h. Heinrich Nelsons] Sohne sei hier erwähnt.''&lt;br /&gt;
::''Es hat mich sehr beeindruckt, dass ich einen Menschen dieser Größe kennengelernt habe, der gegen Unwahrheit und Unrecht absolut intolerant war, der es ablehnte, sich mit Menschen zu unterhalten, die der Meinung waren, dass es „geborene Stiefelputzer“ geben müsse, der von den „hinreichen Unverbildeten“ sprach, denen man bei charakterlicher Eignung die Durchsetzung des Rechts anvertrauen müsse (selbst, wenn der geistreiche [https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Oppenheimer Franz Oppenheimer] einmal sarkastisch sagte, dass es mit Dummheit alleine ja auch nicht getan sei).''&lt;br /&gt;
::''Dann war da noch das Problem der Führerschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11128374_00005.html Demokratie und Führerschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem ich mich früh befasst hatte. Ich war auf dem ersten Jugendkursus in der Walkemühle im Juli 1927 der einzige Teilnehmer, der alle Schriften der neuen Folge der sog. „Blauen Hefte“ gelesen hatte. Einiges davon hatte ich begriffen. Die Hänseleinen darüber machte mir Specht erträglicher, indem sie sagte, ich solle mich nur weiter mit diesen Tragen beschäftigen, wir bräuchten Menschen, die das tun. Leider konnte ich das nie so, wie ich es gern gemacht hätte.''&lt;br /&gt;
::''1930 habe ich mich dann dem Führerschaftsprinzip widerwillig gebeugt, als kurz vor meinem Weggang aus der Walkemühle bestimmt wurde, dass ich nach Kassel gehen sollte, war mir ganz und gar nicht passte. Das hat mir grosse persönliche Schwierigkeiten gebracht, die mir dadurch gemildert wurden, dass ich Freunde fand, mit denen mich auch heute noch die Nelsonschen Ideen verbinden.''&lt;br /&gt;
::''Bei den Vorbereitungen zum ersten [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Bundestag]  des ISK 1928 in Göttingen wurde zu meinem Erstaunen von Tolle Tams in Bezug auf N. der''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[Seite 5]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Begriff „der Arbeiter am Recht“ geprägt, den Specht dann als Thema für ihre Gedenkrede &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ISK, Heft 10, Oktober 1928, S. 155-162&amp;lt;/ref&amp;gt; auf N. verwandt hat. Aus pädagogischen Gründen, um mein damals leider geringes Selbstbewusstsein zu heben, drängte mich Sp. bei dieser Gedenkfeier etwas uns alle angehendes und mich besonders bewegendes zu sagen. Gegen erheblich innere Widerstände und weil ich wusste, dass eine solche öffentliche Äusserung für mich eine entscheidende verpflichtende Bedeutung hatte, zitierte ich aus N.s Rede, die er am 20.5.22 vor den Jungsozialisten in Hannover gehalten hatte:''&lt;br /&gt;
:::'Das ist das Grosse und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine bestimmte Aufgabe stellt, dass sie diese bestimmte Aufgabe als notwendig erkennen lässt, dass sie deren Erfüllung als Grundbedingung eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch soll, eine klare und sichere Richtung gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Faksimile weiter unten.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz erheblicher äusserer und innerer Schwierigkeiten habe ich versucht, mich an diese Worte zu halten.'' &lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_155.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Erste Seite.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die schlecht lesbare Zeile des russischen Trauermarsches lautet: &amp;lt;br /&amp;gt;Unsterbliche Opfer, Ihr sanket dahin;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu der [https://www.volksliederarchiv.de/unsterbliche-opfer/  Text] und etwas zur [https://de.wikipedia.org/wiki/Unsterbliche_Opfer Geschichte].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ISK_1928_10_162.jpg|none|320px|ISK, Oktober 1928, Heft 10, S. 155-171. Seite 162.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wiedergaben der beiden Seiten des ISK-Heftrs vom Oktober 1928, (Heft 10, S. 155-171; hier Seiten 155 und 162) stammen von einem Exemplar aus dem Nachlass von Willi Schaper. Auf Seite 155 oben seine Bemerkung: &lt;br /&gt;
::''Diese Blätter habe ich versteckt über die Nazizeit gerettet. W. Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun Text von  Seite 162.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir erkennen es oft, daß so wenige Menschen ein Lebensziel haben,&amp;lt;br /&amp;gt;daß sie schwanken in ihren Worten und Taten, weil sie ihr Leben &amp;lt;br /&amp;gt;einmal diesem und einmal jenem Grundsatz unterwerfen. Eine be-­&amp;lt;br /&amp;gt;ruhigende Kraft geben uns in den Augenblicken dieser harten Erkenntnis-­&amp;lt;br /&amp;gt;ses die Worte L&amp;lt;small&amp;gt;EONARD&amp;lt;/small&amp;gt; N&amp;lt;small&amp;gt;ELSON&amp;lt;/small&amp;gt;s:''&lt;br /&gt;
::''Das ist das Große und Bezwingende der Rechtsidee, daß sie eine''&lt;br /&gt;
::''bestimmte Aufgabe stellt, daß sie diese bestimmte Aufgabe als not-''&lt;br /&gt;
::''wendig erkennen läßt, daß sie deren Erfüllung als Grundbedingung''&lt;br /&gt;
::''eines menschenwürdigen Daseins erweist und damit dem, was der Mensch''&lt;br /&gt;
::''soll, eine klare und sichere Richtung gibt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Willi Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt weiter mit: Willi Schaper: Nachbemerkungen zu meinen Erinnerungen an Leonard Nelson.       6. Dez. 1984&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Nelson lernte während seiner Militärzeit hier in Cassel im 1. Weltkrieg einen philosophisch interessierten, sehr beschlagenen Friseur namens Greb'' &amp;lt;ref&amp;gt;Das [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/5/ Adressbuch] von Cassel von 1917 enthält drei [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1382947338432_1917/303/ Angaben] zum Namen Greb, insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Kasp. Greb, Herzogl. Hoffriseur, Parfümerie Flora, Hohenzoll.-Str. 40. E''. &amp;lt;br /&amp;gt;1930 ist dort unter Kasp. Greb ein Zigarrengeschäft angegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin ist in einer Mitgliederliste der ''Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie (Leonard Nelson) E.V.'', (5.4.1920; BArch Berlin, Nachlass Nelson N /2210 373 Blatt 15, Blatt 44), unter den ''Jährlich zahlenden Mitgliedern'' ein ''Caspar Greb, Friseur, Cassel, Hohenzollernstr. 40'' aufgeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''kennen, den man als versoffenes Genie bezeichnen könnte. Er erschien eines Tages 1928 in der Walkemühle und bat mich, ihn Vater Nelson zu melden, den er zu sprechen wünschte und der darüber ziemlich ungehalten war. Zu einer ziemlich turbulenten öffentlichen Versammlung ungefähr 1932 meldete sich Greb in der Diskussion zu Wort, bemängelte lautstark, dass der ISK zu wenig im N.schen Sinne täte, wobei er N.s [https://archive.org/stream/diereformationde00nels#page/n5/mode/2up Reformation der Gesinnung] erwähnte und sie weit höher einschätzte, als das Neue Testament. Von Greb stammen die folgenden Verse, die mich beeindruckten und von denen ich annehme, dass sie weitgehend unbekannt sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Zu Nelsons Tod ===&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Warum deckt Dich so früh die Erde?&amp;lt;br /&amp;gt;Warum steht nicht die Erde still?&amp;lt;br /&amp;gt;Gilt auch Dir dies „Stirb und Werde“?&amp;lt;br /&amp;gt;Du warst doch an der Menschheit Ziel.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Du schufest keine Mona Lisa&amp;lt;br /&amp;gt;aus Schein und leerer Reflexion.&amp;lt;br /&amp;gt;Doch jede valet konsequentia&amp;lt;ref&amp;gt;Das Zitat bezieht sich auf Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft. Kritik der Urtheilskraft. &lt;br /&gt;
Siehe [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/ Text] bei der Uni Duisburg-Essen, insbesondere [https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa05/296.html Zeile 26 auf Seite 296].&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Ab_esse_ad_posse_valet,_a_posse_ad_esse_non_valet Erklärung bei Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;lag in Dir a priori schon.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Nun wirkst Du fort in höheren Sphären&amp;lt;br /&amp;gt;mit Newton, Schiller, Kant und Fries.&amp;lt;br /&amp;gt;Trotz Obskuranz: Aus Euren Lehren&amp;lt;br /&amp;gt;blüht doch der Menschheit Paradies!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Faksimile des Gedichtes mit der Schrift von Willi Schaper.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Greb_Gedicht.jpg|none|320px|Gedicht. Kaspar Greb]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Verfassung der &amp;quot;Kinderrepublik Klein Berlin&amp;quot; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Hessische Hauptstaatsarchiv Nachlass Anna Beyer: HHStAW 1213 31. Schul- u. Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen, Bez. Kassel. Verfassung der Gemeinde Klein-Berlin in der Walkemühle.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorwort. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde der Berliner Kinder im Schul- u. Erholungsheim Walkemühle gibt sich diese Verfassung, um das Zusammenleben nach gewissen Grundsätzen und Richtlinien festzulegen; sie soll den Weg zeigen, der zu einem freudigen und glücklichen Zusammenleben in der Walkemühle führt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== I. Hauptteil, Aufbau der Gemeinde. ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel I.      An der Spitze der Gemeinde steht der selbstgewählte Gemeinderat, der mit den Erwachsenen der Heimleitung alle Fragen des Zusammenlebens bespricht und regelt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel II.     Der Gemeinderat besteht aus 7 Mitgliedern. Jungen und Mädel werden ihrer Anzahl entsprechend in den Rat gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel III.    Der Gemeinderat wählt für jede Gruppe (Jungen und Mädel) einen Bürgermeister.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IV.     Der Gemeinderat wird jeden Monat neu gewählt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel V.      Die Wahl erfolgt in geheimer Abstimmung. Wahlbe-rechtigt sind alle Kinder die das vierte Schuljahr erreicht haben; wählbar sind alle Kinder die das sechste Schuljahr erreicht haben oder 12 Jahre alt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== II. Hauptteil. ( Rechte und Pflichten der Kinder ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel VI.     Alle Kinder haben gleiche Rechte und gleiche Pflichten, niemand soll bevorzugt, niemand benachteiligt werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VII.    Alle Kinder haben das Recht auf Essen, Schlafen und auf Freizeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel VIII.   Jedes Kind kann sich beim Gemeinderat beklagen und seinen Schutz in Anspruch nehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel IX.     Alle Kinder haben die Pflicht:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
a) sich dieser Gemeinschaft einzuordnen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
b) den Körper zur Erhaltung der Gesundheit sauberzuhalten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
c) dazu gehört auch die Sauberhaltung der Kleidung, der Stube und des Heimes;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
d) jeder hat die Schule zu besuchen und die ihm aufgetragenen Schularbeiten gewissenhaft auszuführen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
e) an allen Arbeiten, die dem Wohle der Gemeinschaft dienen, soweit es seinem Können und seiner Kraft entspricht,&lt;br /&gt;
teilzunehmen;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
f) während der festgelegten Liegezeit unbedingste Ruhe zu halten;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
g) an allen gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel X.      Wer seine Pflichten vergißt, wird vor den Gemeinderat geladen. Der Gemeinderat bespricht in Sitzungen auf welche Art und Weise das betreffende Kind sein Versäumniss wieder gutzumachen hat. Die Beschlüße sind für alle Kinder verbindlich, das heißt, jedes Kind hat die Weisungen des Gemeinderates zubefolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== III. Hauptteil ( Die Aufgaben des Gemeinderates ) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XI.     Der Gemeinderat regelt und beobachtet das Leben der Kinder und die Durchrührung der im Hauptteil II festgelegten Rechte und Pflichten jedes Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darunter wird verstanden:&amp;lt;br /&amp;gt;persönliche Sauberkeit&amp;lt;br /&amp;gt;Ordnung in der Stube&amp;lt;br /&amp;gt;Pünktlichkeit&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Einteilung und Einhaltung der der Gemeinschaft dienenden Hilfsarbeiten ( Bücheraustausch, Küchendienst,&lt;br /&gt;
Schulraumordnung )&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel XII.    Mindestens einmal in der Woche hat der Gemeinderat zusammenzutreten. Die beiden Bürgermeister besprechen jeden Abend die Tagesereignisse mit der Heimleitung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Artikel XIII.   Alle Wünsche, Vorschläge und Klagen sind dem Gemeinderat vorzulegen, der diese bespricht, einen Beschluß darüber faßt und diesen der Heimleitung vorlegt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlusswort                        Diese unsere Verfassung tritt mit dem Tage ihrer Annahme und Verkündung in Kraft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir Berliner Kinder hoffen, daß unser Zusammenleben durch diese Verfassung auf das Beste und Angenehmste gefördert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den 14. Februar 1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
f.d.Heimleitung:                    f.d.Gemeinderat:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vollmachten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 etablierten die Alliierten in ihren Besatzungszonen Militärregierungen. Sie setzten in Städten und Dörfern Bürgermeister als untere Verwaltungsebene ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer schildert seine ersten  Erfahrungen vom Mai 1945. Einige Ausschnitte von dieser [[Ereignisse#Wiedersehen_mit_der_Walkem.C3.BChle_-_Mai_1945| Seite:]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter [d.h. Übersetzer; RS] sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise-Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Meyer_1945_07_10.png|none|320px|Am 10. Juli 1945 stellt Heinrich Meyer eine Vertretungsvollmacht für Willi Schaper aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Schaper_1945_09_25.png|none|320px|Am 20.9.1945 formuliert Willi Eichler eine Bestätigung der Bevollmächtigung für Willi Schaper.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der benutze Stempel stammt wohl noch aus dem „Dritten Reich“. Dabei wurde – wie auch häufig bei anderen Behörden – das Hakenkreuz in der Mitte des Stempels einfach herausgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Eichler_1945_09_25.png|none|320px|Willi Eichler lässt sich am 22 9. 1945 seine Funktion als „Mitglied des Vereins, der der Eigentümer des Grundstücks der Walkemühle bei Melsungen war“ durch den Bürgermeister Eberhard von Adelshausen bestätigen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Internationale Sozialistische Kampfbund bzw. die formal aufgelöste Philosophisch-politischen Akademie, also die Eigentümer des Landerziehungsheimes Walkemühle, wurden gemeinsam von Willi Eichler und Minna Specht geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1945 stellte Minna Specht noch die folgende Vollmacht aus: Zuerst das ganze Dokument:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_g_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
'''Ausschnitt:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s2_c.png|none|320px|Ausschnitt]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''BY THIS POWER OF ATTORNEY  I, MINNA SPECHT (spinster),the legal representative of the Philosophisch-Politische Akademie e. V. at Melsungen, of 33 Green Lane in the Borough of Hendon, London N.W.4''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''APPOINT THEODOR HÜPEDEN of Kassel and WILLI SCHAPER of Walkemühle, near Melsungen my attorneys for me and in my name to do and execute all or any of the following acts, deeds and things that is to say:''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Übersetzung:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s1_c.png|none|320px|Übersetzung]]&lt;br /&gt;
'''Abschrift:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''V o l l m a c h t .'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich, Minna Specht zur Zeit wohnhaft in London N.W.4, No. 33 Green Lane, die Vorsitzende der Philosophisch-Politische Akademie e.V. in Melsungen, bevollmächtige hiermit die Herren Theodor Hüpeden in Kassel und Willi Schaper in Walkemühle bei Melsungen, die Interessen dieses Vereins gegenüber Privatpersonen und Behörden, jeder einzeln für sich oder beide gemeinsam in jeder Weise zu vertreten.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch Minna Specht brauchte eine Zertifizierung durch den amerikanischen Konsul in London:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Certificate of Acknowledgement of Execution of Document''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''J.J. Coyle, Vice Consul of the United States at London, England,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''do herby certify that on this  of 14th of December 1945, before me personally appeared MINNA SPECHT …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In witness whereof I have hereunto set my hand and official seal the day and year last above written''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''(Signature)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''J.J.Coyle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_s3_c_a.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ablösung von Wilhelm Schaper als Treuhänder durch das ''Amt für Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung'' am 19.1.1949 erfolgte u.a. aus gesundheitlichen Gründen, insbesondere aber aus Meinungsverschiedenheiten über die weitere Verwendung der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie, [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlass Willi Schaper]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_r_c.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
Innenseite.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außenseite des o.g. Papierstückes:&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Vermoegenskontrolle_v1_c_.png|none|320px]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit der Weiterleitung dieses Briefes nach Burgsolms in die Mathes’sche Heilbadeanstalt, wo Wilhelm Schaper damals wegen einer schweren Erkrankung behandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Materialmangel wurden solche Briefe seiner Zeit nur mit einem kleinen Klebestreifen (braun, oben) verklebt und sonst durch Rändelung verschlossen; hier als kleine schwarze Striche neben dem Papierrand zu erkennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In dieser Schule braucht man nicht zu lügen. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelson formulierte in dem Artikel ''Über das Landerziehungsheim Walkemühle'' den Satz:&lt;br /&gt;
::'''''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'''''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ist der wohl am meist zitierte Satz von Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Artikel wurde abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat Die Tat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jena, Jg. XVII, Heft 11, Februar 1926; S. 870.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sonderdruck aus dem Februarheft 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesammelten Schriften Nelsons&amp;lt;/font&amp;gt; enthalten den Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hamburg: Felix Meiner, 1970-74.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Achter Band, S. 575 – 578.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Der Text des Artikels wurde auch abgedruckt in:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge; Hugo Schonig [Hrsg])&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Basiswissen Pädagogik: Reformpädagogische Schulkonzepte. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bd. 2: Landerziehungsheime. S. 41 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge, [Hrsg.] [2013] &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Reformpädagogische Schulkonzepte, Bd. 2: Landerziehungsheim-Pädagogik. S. 43 f. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2012. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird zuerst ein Faksimile des Sonderdrucks des Artikels gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], Nachlass Nelson, BArch N 2210/48, fol. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_045_a_75dpi_neu.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Faksimile&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; wurde auch gezeigt in der [https://museum-kassel.de/de/ausstellungen/1918.-zwischen-niederlage-und-neubeginn Sonderausstellung] ''1918. zwischen niederlage und neubeginn'' im [https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum Hessischen Landesmuseum] und im [http://www.stadtmuseum-kassel.info/ Stadtmuseum Kassel].&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der leichteren Lesbarkeit wegen folgt eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als mich kurz nach der Revolution der damalige preußische Kultusminister Haenisch um Rat fragte, was er angesichts der trostlosen Finanzlage tun könne, um die notwendigen Reformen des Bildungswesens durchzuführen, schlug ich ihm vor, sämtliche Schulen im Lande (von der Volksschule bis zur Universität) zu schließen. Durch diese einfache Maßnahme würde er, statt die Staatskasse mit neuen Aufwendungen zu belasten, im Gegenteil enorme Geldmittel für sie freimachen und zugleich einen Aufschwung des Geisteslebens herbeiführen, der seinem Namen in der Geschichte Unsterblichkeit sichern würde''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wozu braucht man heut die Schule? Man sagt: Um die jungen Menschen in die Gesellschaftsordnung einzuführen. Und in der Tat: Wie würden sich Kinder ohne den kostspieligen und kunstvollen Aufwand der an ihnen geleisteten Arbeit in unsere Gesellschaftsordnung einfügen? Wie könnte also diese selbst überhaupt weiterbestehen? Die Menschen würden sich bewahren, was sie als unverdorbene Kinder mitbringen: Glauben an die Wahrheit, Selbstvertrauen und Rechtsgefühl, wie diese sich äußern in Mut und Beharrlichkeit beim Vertreten der eigenen Überzeugung. Sie würden unbeirrt Lüge »Lüge«, Diebstahl »Diebstahl« und Mord »Mord« nennen, eine Ungezogenheit, die den unabwendbaren Zusammenbruch unserer kunstvoll aufrechterhaltenen Gesellschaftsordnung zur Folge hätte.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Worin besteht in Wahrheit die Überlegenheit der Erwachsenen? Im Übergewicht der physischen Stärke und allenfalls darin, daß sie durch Erfahrung gewitzigt sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Diese Überlegenheit können sie gebrauchen, um ihr Urteil und ihren Willen den Kindern aufzuzwingen und damit deren Ehrlichkeit und Mut zu brechen, eine Vergewaltigung, die bereits damit anfängt, daß der Lehrer sein Urteil überhaupt ausspricht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Dieselbe Überlegenheit könnte auch gebraucht werden, um die Kinder gegen solche Vergewaltigung zu schützen. Das heißt: ihnen eine Freistatt zu schaffen, die es ermöglicht, sie aus unserer Gesellschaftsordnung herauszuführen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eine solche Freistatt – für Kinder ohne Unterschied der Nation, Rasse und Klasse – will das Landerziehungsheim »Walkemühle« sein.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Wenn ich – der Aufforderung der Redaktion folgend – von der pädagogischen Eigenart dieser Schule in dem knappen mir zugemessenen Raum überhaupt etwas sagen soll, so kann es daher nur das sein: In dieser Schule braucht man nicht zu lügen''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich höre die Schulreformer fragen: Ist das nicht zu wenig?''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Darüber zu reden, wird sich lohnen, wenn erst einmal jenes Wenige erreicht ist. Das Wenige nämlich, daß Menschen heranwachsen, die sich die mutige Überzeugungstreue der Kinder bewahren und als Erwachsene dann die erworbene Stärke und Erfahrung nutzen werden, um mit diesem doppelten Rüstzeug die Überzeugung zu verfechten, daß auch ihre Mitmenschen das Recht haben, als ehrliche Menschen aufzuwachsen und zu leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Liste von Texten&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;, in denen der Satz ''In dieser Schule braucht man nicht zu lügen.'' wörtlich bzw. sinngemäß zitiert wird.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Dezember 2022 sind hier 44 Quellen notiert. Die Seitenangabe ist meistens am Ende der jeweiligen Quelle notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Blencke, Erna [Hrsg.] [1978]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson Gedenkfeier.&amp;lt;br /&amp;gt; Aus Anlass des 50. Todestages am 29. Oktober 1977 in Göttingen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Philosophisch-Politische Akademie, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Martha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Minna Specht und die Walkemühle]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Eberhardt [1980].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 16.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Damkowski, Marta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gespräch mit Marta Damkowski. Aufgezeichnet von Elke Kröplin (1981).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Sabine Lemke-Müller (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ethik des Widerstands: Der Kampf des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) gegen den Nationalsozialismus. Quellen und Texte zum Widerstand aus der Arbeiterbewegung 1933-1945. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: J.H.W. Dietz, 1997. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 159. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokrates als moderner Lehrer: eine sokratisch reflektierte Methodik und ein methodisch reflektierter Sokrates für den Philosophie- und Ethikunterricht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Lit Verlag, 2010.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Draken, Klaus&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sokratische Gesprächspraxis nach L. Nelson und G. Heckmann – zwischen Philosophie und Politik&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Politische Verantwortung in einer globalisierten Welt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tagung des Fachverbands Philosophie (Bundesverband / Landesverband Hamburg) in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Universität Hamburg und der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW), 21. – 22. September 2012.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
S. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverf.] [1980]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979 ; Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über Leonard Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Buchbesprechung des Buches:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Der Freidenker. Organ der Freigeistigen Vereinigung der Schweiz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: 1. April 1938, Nr. 4, 21. Jahrgang.&amp;lt;br /&amp;gt;[https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fde-004:1938:21::65 Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson (1982 – 1927) &amp;lt;br /&amp;gt;In: Sozialisten: Biographische Aufsätze über Karl Marx, Leonard Nelson, Friedrich Ebert, Edo Fimmen, Minna Specht, Kurt Schumacher, Erich Ollenhauer.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Verlag Neue Gesellschaft, 1973.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 41.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Féaux de Lacroix, Judith&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kinder sollten Selbstvertrauen lernen. &amp;lt;br /&amp;gt;Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, Ausgabe Melsungen, 28.11.2017, S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Felix Meiner Verlag&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Autorenportrait Leonard Nelson&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Internetseite], 2022.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999.&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht – eine politische Pädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 194.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2. Studien.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Fuldabrück: Hesse, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991].&amp;lt;br /&amp;gt;S. 36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [1992]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 35, S. 156, S. 185, S.190.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„einen rechtlich denkenden, freien und frohen Menschen zu bilden“ – Minna Spechts pädagogisch-politische Beiträge in den Jahren 1934 bis 1947. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
In: Specht [2005] S. XVIII, S. XXVI.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge [2013]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Minna Specht (1879-1961) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„…es gibt kein Zaudern, wenn man weiter will“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Kluge, Sven, Eva Borst (Hrsg.) &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verdrängte Klassiker und Klassikerinnen der Pädagogik. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2013. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 133&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heussner, Hermann; Wieser, Niemann, Borgmann&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verteidigungsschrift und Gutachten anläßlich der Besetzung der Walkemühle und ihrer Durchsuchung auf illegale Literatur und Waffenbesitz am 14. 3. 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Leonard. Ausgewählten Schriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dort in der Einführung S. 22.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hessische Lehrerzeitung&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor vierzig Jahren: „Nazis“ schließen antiautoritäre Schule!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1973 (9).&amp;lt;br /&amp;gt; S. 12.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kammler, Jörg&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur historischen Ausgangslage des Arbeiterwiderstandes: Die Kasseler Arbeiterbewegung vor 1933. S. 291-324.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frenz, Wilhelm; Jörg Kammler, Dietfrid Krause-Vilmar (Hrsg.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Volksgemeinschaft und Volksfeinde: Kassel 1933-1945. Band 2.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 316.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamuf, Ullrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die philosophische Pädagogik Leonard Nelsons&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meisenheim: Anton Hain, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 65.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): A Foundation of German Female Refugees and their British Comrades in 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;In: &amp;lt;br /&amp;gt;Burešová Brinson, Charmian Hammel, Andrea Jana (eds.) &lt;br /&gt;
Exile and Gender II: Politics, Education and the Arts.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leiden, Boston: Brill, p. 4-20, 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://brill.com/display/book/9789004343528/B9789004343528_003.xml Digitalisat.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
p. 7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Krohn, Dieter&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
The Society for the Furtherance of the Critical Philosophy (SFCP): Ihre Ursprünge und ihre Gründung im Jahr 1940.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Franke, Holger; Horst Gronke, Dieter Krohn, Barbara Neißer (Hrsg).&lt;br /&gt;
Leonard Nelson. Wie Vernunft praktisch werden kann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn, Hannover, London: Philosophisch Politische Akademie, Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren, Society for the Furtherance of the Critical Philosophy, 2019. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
S. 44. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vom Selbstvertrauen der Vernunft: Schriften zur kritischen Philosophie und ihrer Ethik.&amp;lt;br /&amp;gt;Henry-Hermann, Grete [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 243.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Noam, Lotte&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Walkemühle. Ein pädagogischer Versuch Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Hochschule für Erziehung, 1963; 46 Seiten.&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD Nachlass Minna Specht 1MSAE000091.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;S. 27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Oettli, Mascha&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Über die Walkemühle.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Blencke [1978].&amp;lt;br /&amp;gt; S. 26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Saar, Stefan Chr.; Andreas Roth, Christian Hattenhauer [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Recht als Erbe und Aufgabe: Heinz Holzhauer zum 21. April 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: E. Schmidt, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 284.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Menschen, Widersprüche, Kontinuitäten – Zur Geschichte des Landerziehungsheims Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessische Lehrerzeitung, 2016 (9/10).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[http://www.gew-hessen.de/fileadmin/user_upload/veroeffentlichungen/hlz/hlz2016/1609-10_hlz.pdf Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;S. 32-34.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Sösemann, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fritz Eberhard: Rückblicke auf Biographie und Werk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 72.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
isk, 1927, 2. Jg. (12), 208 – 212.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 210.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1942]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 5, S. 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [1944]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Reformschulen vor Hitler.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Specht [2005], S. 183.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gesinnungswandel: Beiträge zur Pädagogik im Exil und zur Erneuerung von Erziehung und Bildung im Nachkriegsdeutschland.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben von Inge Hansen-Schaberg unter Mitarbeit von Sigrid Rathgens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zitat S. XVIII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Sperling, Karl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief vom 28.09.1973 an Erna Blencke und Alex Dehms.&lt;br /&gt;
Antwort auf die Umfrage vom 29.01.1973 bzgl. Erinnerungen an die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
AdsD: Nachlass Minna Specht, 1MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Venz, Vera&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Biographie von Grete Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.grin.com/document/103740 Studienarbeit.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: Grin-Verlag, 2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Wicke, Rainer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine überaus wichtige Komponente des Marxismus – Heinz-Joachim Heydorns Auswahl der Schriften Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurter Rundschau, 16.08.1976.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 1970&amp;lt;br /&amp;gt;S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eine vegetarische Seife ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegetarische Lebensweise gehörte zu den Selbstverpflichtungen im Internationalen-Jugend-Bund (IJB) bzw. Internationalen-Sozialistischen-Kampfbund (ISK) ebenso wie Abstinenz von Nikotin und Alkohol !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Festigung des Vegetarismus gab es verpflichtende Besuche in Schlachthöfen bei der Aufnahme in den ISK. Die Hunde in der Walkemühle ''kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.12.1926 sandte die Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf in Schlüchtern diese frohe Botschaft in die Walkemühle:&lt;br /&gt;
::''Zu unserer größten Freude ist es uns endlich gelungen, eine vegetarische Seife herzustellen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_001c_75.png|none|320px|Bild 1]]&lt;br /&gt;
Bild 1 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun Teile des diesbezüglichen Schriftwechsels und einige Erläuterungen dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_003c1_75.png|none|320px|Bild 2]]&lt;br /&gt;
Bild 2 &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_005c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_006c_75.png&lt;br /&gt;
Image:csm_004c_75_80.png&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild 3, 4, 5. &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/419, fol. 204r, 204v, 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erläuterungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 1:'''&lt;br /&gt;
Eigentümer der [https://dreiturm.de/historie/ Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf] &amp;lt;ref&amp;gt;Die drei Türme in Schlüchtern sind im Signet der Seite der Stadt [https://www.schluechtern.de/ Schlüchtern]  schön zu sehen, ebenso wie auf diesem [https://www.anthroprofil.de/wp-content/uploads/2015/12/Drei-T%C3%BCrme-1-1600xrand-1030x429.jpg Bild].&amp;lt;/ref&amp;gt;  war 1926 [https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/dreiturm-historie-11413008.html  Max Wolf], Mitglied im ISK und Förderer der Walkemühle. Regelmäßige monatliche Spenden von RM 1000 an die Walkemühle sind belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard Dr. Hellmuth von Rauschenplat] leitete seinerzeit mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] die Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Karl Hinkel war ISK-Mitglied und arbeitete in den Dreiturm-Seifen-Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 2:'''&lt;br /&gt;
Acis bezieht sich in Schlüchtern sicherlich auf den dortigen [https://acisbrunnen.de/ Acisbrunnen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acis (oder Akis) ist eine Figur in der griechischen Mythologie. Bekannt ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Acis_and_Galatea Acis und Galatea] von Georg Friedrich Händel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Acis Feinseifen- u. Parfümeriefrabrik A.G. war eine formale Ausgründung innerhalb der Dreiturm-Seifenwerke. Dazu gibt der Text des Briefes in Bild 4 Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 3:'''&lt;br /&gt;
Da die Seife mit keinerlei tierischen Bestandteilen hergestellt wurde, trüge sie heute die Bezeichnung ''vegane'' Seife.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanolin ist eine Bezeichnung für [https://de.wikipedia.org/wiki/Wollwachs Wollwachs], also „fast“ vegetarisch aber nicht vegan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Erläuterungen (Hinweis weiter unten.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
'''Zu Bild 4:''' Bzgl. ''An den Grundstücken, die ja auch zu Gunsten der G.F.A. belastet sind, hat sich gar nichts geändert.'':&lt;br /&gt;
Die G.F.A., also die Gesellschaft der Freunde der [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophisch-Politische_Akademie Philosophisch-politischen Akademie] e. V.  hatte Max Wolf ein Darlehen gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. ''weil die Grossisten natürlich nicht von einer Fabrik kaufen wollen, die die Kundschaft direkt beliefert.''&lt;br /&gt;
In dem Direktvertriebsnetz von Dreiturm arbeiteten oft Sympathisanten oder Mitgliedes des ISK.&lt;br /&gt;
Lieferwagen der Dreiturm-Seifenfabrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA189806c.jpg|none|320px|Foto: aus Privatbesitz; auch beim Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA189806.]]&lt;br /&gt;
Foto: aus Privatbesitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch beim Archiv der sozialen Demokratie. 6/FOTA189806.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Zu Bild 5:''' Mit'' Walter Hammer'' ist der Verleger und Publizist [https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_H%C3%B6sterey Walter Hammer] gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Flake.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Schwantje Magnus Schwantje] war ein Vorreiter der deutschen Vegetarierbewegung. Sein Name findet sich auf der Einladungsliste zum Bundestag 1924 des IJB in der Walkemühle ebenso wie die Namen Karl Hinkel, Hellmut Rauschenplat und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/252, fol. 79-82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Erläuterungen: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 2:&lt;br /&gt;
::Die Unterschriften von rechts:&lt;br /&gt;
:: 1.: unbekannt;&lt;br /&gt;
:: 2.: Dr. Hinkel;&lt;br /&gt;
:: 3.: 8. 1. Rpt.: Rpt ist die Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:005c_75_b1000.png|none|320px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Der erste Buchstabe ist nicht eindeutig zu bestimmen; es scheint ein „U“ zu sein wie es ähnlich in Unterschriften von HellmUt RaUschnenplat anderswo zu sehen ist. Der zweite Buchstabe sieht einem „R“ sehr ähnlich, das Rauschenplat so am Anfang der folgenden Paraphe oder auch in anderen Dokumenten benutzte.&lt;br /&gt;
::8. 1. 27. Rpt.: Rpt Paraphe von Rauschenplat.&lt;br /&gt;
::Nelson war Führer des ISK, Eichler damals sein Sekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Bild 5:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:004c_75_b1000.png|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Mit herzlichem Gruss auch an Nelson''&lt;br /&gt;
::''Dein Karl Hinkel''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Max Wolf ist Aktionär der Acis, und zwar ist''&lt;br /&gt;
::''die A.G. sein vollst. Eigentum. Nach''&lt;br /&gt;
::''Außen darf dies allerdings nicht in''&lt;br /&gt;
::''Erscheinung treten. (Streng vertraulich!)''&lt;br /&gt;
::''Ich selbst gehöre offiziell nicht mehr der''&lt;br /&gt;
::''Firma Victor Wolf an.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer „D.O.“ ist, konnte nicht geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Anlage. / Herzliche Grüße / Max Wolf''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen und Zitate ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachlass Leonard Nelson, Bundesarchiv Berlin, BArch N 22 10/419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel, Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus S. 76:&lt;br /&gt;
::''… Hammer gehörte auch zu den Mitunterzeichnern eines ISK-Flugblattes im Jahr 1932. In Dänemark traf er nun Minna Specht wieder, in der Weimarer Republik prominentes ISK-Mitglied und Leiterin des berühmten Landerziehungsheims „Walkemühle“ in Melsungen bei Kassel und war oft zu Gast in der dänischen Neugründung. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 31:&lt;br /&gt;
::'' Eines Tages hatte ich etwa einen halben Eimer voll toter Forellen, die durch irgendeinen Abfluß in der Pfieffe an Land gekommen waren. Die Hunde wurden natürlich auch vegetarisch ernährt. Sie kriegten Haferflocken und Milch und Bratkartoffeln und ähnliches Zeug. Als der Hund schon von weitem diesen Eimer mit Forellen witterte, sträubte er sein Fell und er ging wie ein Berserker auf den Eimer los. Ich glaube, er hat die Forellen alle auf einmal gefressen.''&lt;br /&gt;
S. 34:&lt;br /&gt;
::''Im Sommer 1929 fand eine Tagung der GFA, der Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie, statt, auf der Franz Oppenheimer gesprochen hat, und ich sehe ihn noch da stehen, wie er die Finger seiner beiden Hände ineinander greifen ließ, und er sagte, daß Nelson eine volkswirtschaftliche Grundlage für seine Philosophie suchte und er suchte einen philosophischen Überbau für seine Volkswirtschaftslehre. Daß sie sich getroffen hätten und so, wie die Zahnräder eines Getriebes ineinander greifen, so paßten ihre beiden Lehren ineinander. Auf dieser Tagung sprach auch Max Wolf, der Seifenfabrikant aus Schlüchtern, der unser Hauptgeldgeber war, und ich erinnere mich, daß er sagte, genauso, wie er seine Steuern an den Staat abzuführen hätte, führte er auch monatlich das Geld an die Walkemühle ab.''&lt;br /&gt;
S. 36-37:&lt;br /&gt;
::''1928, ich glaube es war im August, machte eine Schülergruppe mit Gustav Heckmann eine Exkursion in den Betrieb von Max Wolf in Schlüchtern. Ich wurde auch dazu eingeladen und es war für mich nicht uninteressant, die Seifenproduktion kennenzulernen. Ich kam gewissermaßen in die Strafabteilung, nämlich in die Seifenpulverproduktion. Das Leben war da ganz besonders unangenehm wegen des Staubes, der erhebliche Nasenreizung verursachte. Obwohl den Leuten dort Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt wurden, benutzte sie kaum jemand. Die Leute banden sich ein Taschentuch lose über die Nase, was natürlich nicht den angestrebten Zweck erfüllte.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Mit Max Wolf hatte ich eines Abends auf seine Einladung hin in seiner Villa ein hochinteressantes Gespräch. In Rußland hatte man damals u.a. das Problem, ob man Organisatoren oder Spezialisten ausbilden sollte. Darüber haben wir lange gesprochen. Aber das Wichtigste für mich war bei diesem Gespräch, daß Max Wolf davor warnte, zu große Hoffnungen zu setzen auf die Verteilung des Eigentums. Er sagte mir u.a., bei gleichmäßiger Verteilung seines (Max Wolf´s) Eigentums bekäme jeder seiner Arbeiter 10 Mark im Monat mehr.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FA029914c.jpg|none|320px|Gustav Heckmann und Max Wolf. Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914]]&lt;br /&gt;
Gustav Heckmann und Max Wolf.&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029914&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weiße Westen und Persilscheine.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002, ISBN 978-3-928100-90-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus S. 32:.&lt;br /&gt;
::''In den unruhigen Jahren zwischen 1918 und 1933 wurde die Dreiturm-Seifenfabrik ein Auffangbecken für Sozialisten aller Schattierungen: arbeitslose Gewerkschafter, gefeuerte kommunistische Arbeiter, leitende ISK-Mitglieder, sozialdemokratische Familienväter - alle fanden Brot und Arbeit in dem vorbildlich geführten Werk. Für ihre für die damalige Zeit mustergültigen Sozialleistungen war die Dreiturm bekannt: Sie zahlte überdurchschnittliche Löhne und hatte die für damalige Verhältnisse seltene 40-Stunden-Woche eingeführt. Die Arbeiter bekamen im Krankheitsfall bis zu 90 Prozent des Lohnes aus einer Unterstützungskasse und waren den Angestellten mit monatlicher Kündigungsfrist gleichgestellt. Sie erhielten darüber hinaus ein halbes Prozent vom Umsatz als monatliche Prämie, bekamen die Feiertage voll bezahlt und eine beträchtliche Weihnachtsgratifikation.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Christine Wittrock erschienen 2001 zwei Artikel in der Frankfurter Rundschau:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus:&lt;br /&gt;
::'' Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund verpflichtete seine Mitglieder zu besonderer Lebensführung: Einhaltung vegetarischer Lebensweise in Achtung vor dem Lebensrecht der Tiere, Austritt aus der Kirche, da ihre Glaubenslehre die Menschen entmündige, Abstinenz von Alkohol, dessen Genuss den Vernunftgebrauch einschränke und Abgabe einer rigorosen &amp;quot;Parteisteuer&amp;quot;. Der ISK legte keinen Wert auf große Mitgliederzahlen; eine straff geführte, gut geschulte sozialistische Elite war ihm wichtiger.''&lt;br /&gt;
::[…]&lt;br /&gt;
::''Eines der wichtigsten Projekte, die Max Wolf im Rahmen des ISK mit großem Engagement unterstützte und förderte, war das Landeserziehungsheim Walkemühle bei Melsungen, eine linke Reformschule mit Internatscharakter. Der Dreiturmchef Max Wolf verstand sich als Sozialist. Er wollte seinen Reichtum für sinnvolle Aufgaben verwenden. Er gehörte zu den wenigen Wohlhabenden, deren vorrangiges Ziel nicht Profitmaximierung war, sondern Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse: Abschaffung des Elends, der Massenarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verrohung und Verdummung der Menschen. Für dieses Ziel arbeitete und kämpfte er, dafür gab er große Summen seines Geldes aus, dafür wurde er letztlich ins Gefängnis gebracht und aus Deutschland vertrieben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnenswert im Zusammenhang mit Max Wolf und den Dreiturm-Seifenwerken ist der folgende Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd &amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche-bibliothek Überarbeitete Fassung] vom Januar 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Max Wolf, der Besitzer der Firma, war in das Visier der Nationalsozialisten nicht nur wegen seiner jüdischen Herkunft geraten, sondern auch weil er als engagierter Sozialist bekannt war. Er finanzierte die von dem bereits erwähnten Göttinger Philosophen Leonard Nelson eingerichtete „Philosophisch-politische Akademie“ und die in ihrer Trägerschaft befindliche sozialistische Reformschule Walkemühle bei Melsungen. Wolfs leitende Angestellte waren für den ebenfalls von Nelson gegründeten Internationalen Sozialistischen Kampfbund tätig, zahlreiche andernorts wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassene Personen fanden in der Dreiturm-Seifenfabrik als Reisende (Vertreter) Arbeit. Dass den Beschäftigten des Betriebs eine Bibliothek zur Verfügung stand, die auch politische Literatur umfasste, kann vor diesem Hintergrund nicht verwundern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_VictorWolfAnzeige_c.png|none|320px|Quelle: ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.]] &amp;lt;ref&amp;gt;ISK, Mitteilungsblatt des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes, Jg. 1, Heft 11, 3. Umschlagseite, 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archive und Nachlässe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesarchiv Berlin ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html &amp;lt;b&amp;gt;Bundesarchiv Berlin&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich im sog. [http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 &amp;lt;b&amp;gt;Nachlass Nelson&amp;lt;/b&amp;gt;]  umfangreiches Material&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur BArch N 2210&amp;lt;/ref&amp;gt;, das erst 1934 &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM, 223, 32, Vermerk vom 7.11.1934; Mengenangabe: ca. 20 ctr.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Walkemühle gefunden wurde.&lt;br /&gt;
::''Das Archivgut ist vermutlich 1933 oder später von der Gestapo beschlagnahmt worden, wurde 1945 mit Beständen ähnlicher Art von der Sowjetarmee sichergestellt. Im Zuge von Aktenabgaben der UdSSSR an die DDR kam es 1957 und 1959 in das ZStA.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Zentralarchiv Zentrales Staatsarchiv der DDR]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Schreyer, Hermann. Vorbemerkung In: Findbuch Leonard Nelson, BA Berlin N 2210. 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es im BA Berlin:&lt;br /&gt;
::''Unterlagen über die sogenannte »Walkemühle«.''&amp;lt;ref&amp;gt;Signatur R 1501/6040 fol. 1-44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archiv der sozialen Demokratie === &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ &amp;lt;b&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie&amp;lt;/b&amp;gt;] (AdsD) der [https://www.fes.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Friedrich-Ebert-Stiftung&amp;lt;/b&amp;gt;] in Bonn [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm enthält] wesentliche Dokumente und Nachlässe zum Thema ''Walkemühle''. &amp;lt;br /&amp;gt;Dazu gehören insbesondere:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Akten] (13 lfd.m) des Internationalen Jugendbundes (IJB), 1917-1925, sowie des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), 1925-1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Analyse dieses Bestandes hat 1982 Klär &amp;lt;ref&amp;gt; Klär&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgenommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nicht geringer Teil (ca. 7 lfd.m) dieser Akten (z.B. die Monatsbriefe der ISK-Führung an Ortsvereine) ist ebenfalls im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv Berlin], im Nachlass Nelson, [https://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=N&amp;amp;person_id=9898&amp;amp;asset_id=10733&amp;amp;sid=85fb2865a41f756d1e47 BArch N 2210], vorhanden (siehe oben.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umfangreichsten persönlichen Nachlässe bzgl. ''Walkemühle'' stammen von &amp;lt;b&amp;gt;Leonard Nelson, Minna Specht&amp;lt;/b&amp;gt; und &amp;lt;b&amp;gt;Willi Eichler&amp;lt;/b&amp;gt;:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Nachlass] Leonard Nelson im AdsD hat einen Bestand von 12,70 lfm und eine Laufzeit von 1898 bis 1989. Es handelt sich &lt;br /&gt;
::''um einen Teilnachlass, der im Laufe der Zeit durch eine Reihe von Anreicherungen erweitert worden ist.''&lt;br /&gt;
::''Neben den von Leonard Nelson selbst hinterlassenen Schriftstücken umfasst der Bestand außerdem Teilnachlässe der Eltern Heinrich und Elisabeth Nelson.''&lt;br /&gt;
::''Eine weitere bedeutende Anreicherung erfuhr der Bestand durch die Übergabe der Sammlung des amerikanischen Historikers Martin H. Schaefer im Jahr 1989. Sie enthält nicht nur die für eine geplante Nelson-Biographie gesammelten Informationen und Materialien über Nelson, sondern auch zahlreiche Originaldokumente''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass] Minna Specht im AdsD hat einen Bestand von 3,60 lfm und eine Laufzeit von 1915 bis 1976; er umfasst: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Korrespondenz (u.a. an und von Leonard Nelson); Unterlagen u.a betr. Jugendzeit, Internationaler Jugendbund, Internationaler Sozialistischer Kampfbund, Landerziehungsheim Walkemühle, Emigration (u.a. German Educational Reconstruction), Odenwaldschule; Manuskripte, Rede- und Diskussionsnotizen, Fotoalben; Erinnerungen Dritter an Nelson, Specht und Walkemühle.''&lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner des Nachlasses Minna Specht:&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000036:''' Korrespondenz: Briefe an und von Willi Eichler.&lt;br /&gt;
::'''1/MSAE000070:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Landerziehungsheim Walkemühle Entwicklung nach 1945; Entschädigungsangelegenheit.&lt;br /&gt;
::'''1/ MSAE000087:''' Pädagogische und schulpolitische Tätigkeit; Rückblicke von Schülern, Lehrern und Freunden; Umfrage zur Walkemühle 1973, Erinnerungen auf dem Nelson-Symposion 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [https://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=172 Nachlass] Willi Eichler im AdsD hat einen Bestand von 12,60 lfm und eine Laufzeit von 1955 bis 1971.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wahl von ''Fotos'' auf dieser [http://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm Seite] der Online-Findmittel im AdsD und dort der Eingabe des Suchworts ''Walkemühle'' werden Hinweise zu 162 Bildern angezeigt (Stand 20.12.20).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der ''Walkemühle'' resp. dem ''ISK'' enthalten insbesondere noch die folgenden Nachlässe wichtige Unterlagen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=35 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erna Blencke,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=1091 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grete Henry-Hermann,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=641 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Max Mayr,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=623 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Susanne Miller,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=921 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Platiel,&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=788 Nachlass] &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nora Walter.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teile des [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2556 Nachlasses] von &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Schaper&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; sind schon im AdsD (1/WSAQ), weitere sollen dazu kommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-hauptstaatsarchiv-wiesbaden &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden&amp;lt;/b&amp;gt;] befindet sich der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=b3359 Nachlass] von [https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Beyer &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Anna Beyer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;]. Er umfasst insgesamt 9,75 lfm Regalmeter; die Laufzeit ist 1945 bis 1991. Bestandsgeschichte:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach dem Tod A. Beyers am 15. Mai 1991 gelangte ihr schriftlicher Nachlass - ihr 'Archivmaterial', wie sie selbst das Schriftgut bezeichnete - entsprechend einer testamentarischen Verfügung als Zugang 107/1991 an das Hauptstaatsarchiv (jetzt Abt. 1213).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Nachlass umfasst insgesamt 10 lfm Regalmeter: 5,5 lfm Aktenschriftgut, Fotografien und Presseausschnittsammlungen sowie - mit engem Bezug hierzu - 4,5 lfm Druckschriften (Bücher, Broschüren u. Zeitschriften).''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Auswahl benutzter Ordner aus diesem Nachlass: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2736321 HHStAW Bestand 1213 Nr. 26]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 2, Laufzeit: 1947-1948.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3287687&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 27]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz: A-O&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1949.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2131952&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 28]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; ::Korrespondenz: P-Z&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945-1949.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2373743&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 29]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Korrespondenz mit den Eltern von Berliner Ferienkindern im Erholungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1949-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v272817 HHStAW Bestand 1213 Nr. 30]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Band 3, Laufzeit: 1945-1948.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v830364 HHStAW Bestand 1213 Nr. 31]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Betrieb des Schul- und Erholungsheims Walkemühle bei Melsungen (Helferschule der ‘‘Falken‘‘).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Band 1, Laufzeit: (1928) 1947-1950.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3036519&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 1213 Nr. 235]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::SPD, Arbeiterjugendbewegung und Internationaler Sozialistischer Kampfbund -ISK- (Fotos).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schul- und Erholungsheim Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1946-1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Siehe auch das [https://www.die-bonn.de/Weiterbildung/Archive/Meta-Archiv/findbuch.aspx?findb_id=140 Findbuch] im [https://www.die-bonn.de/institut/dienstleistungen/servicestellen/default.aspx Meta-Archiv] für Erwachsenenbildung.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezug zum Thema ''Walkemühle'' haben diese Akten des HHStAW:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akte bzgl. des Wiedergutmachungsverfahrens der Philosophisch-Politischen-Akademie wegen der Enteignung der Walkemühle und dem Verlust der dortigen Bibliothek:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3965182&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 518 Nr. 4511]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Philosophisch-Politische Akademie e.V. (Bibliothek).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Entschädigungsakte&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1950-1965.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v6610943&amp;amp;icomefrom=search HHStAW Bestand 520/28 Nr. 46]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Personenname: Zamzow, Hermann.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Geburtsdatum: 1881-03-26.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wohnort: Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese letzte Akte steht in Verbindung mit einer Akte aus dem Hessischen Staatsarchiv Marburg:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3409198&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5067]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Übernahme des Angestellten bei der Stadtverwaltung Melsungen, Bauführer Zamzow, in das Beamtenverhältnis.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1937-1939. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessisches Staatsarchiv Marburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://landesarchiv.hessen.de/dienststellen/hessisches-staatsarchiv-marburg &amp;lt;b&amp;gt;Hessischen Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/b&amp;gt;] befinden sich wichtige, teils umfangreiche Akten zum Thema Walkemühle; z.B. Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, 1924-1934.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nach dem aktuellen [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/einfachesuche.action Suchsystem] der Hessischen Staatsarchive hat diese Akte die Signatur HStAM, 166, 6437. Bei Giesselmann&amp;lt;ref&amp;gt;Gisselmann, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ziechmann&amp;lt;ref&amp;gt;Ziechmmann&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Akte folgendermaßen zitiert: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sonderakten des Regierungspräsidenten zu Kassel betr. das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, Band I (1924-1934) im Staatsarchiv Marburg, Bestand 166/6437.'' &lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2924028&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 166 Nr. 6437]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1934.&lt;br /&gt;
Weitere Akten:&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4577473&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 2405]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Örtliche politische Bewegungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 3729]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1932-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Leichen- und Bestattungswesen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Akte enthält einige Dokumente von 1942/3 bzgl. ungeklärter Eigentumsverhältnisse am Grundstück der Walkemühle.''&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3633173&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 223 Nr. 32]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Verhandlungen über die beschlagnahmte Bibliothek der Philosophisch-Politischen Akademie der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1934-1936, 1950.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v399010&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 222]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Anordnungen von Schutzhaft und Hausdurchsuchungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933-1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5473036&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Frankenberg Nr. B 2435] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Beurlaubung des Polizeihauptwachtmeisters Weber zwecks Teilnahme an einem Lehrgang an der Gauführerschule der N.S.D.A.P. Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1936. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v2829004 HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 940]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Instandsetzung jüdischer Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1947-1951.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3459969&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2434]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Durchführung von Aufräumungsarbeiten in Schulgebäuden sowie bei der Walkemühle durch ehemalige Angehörige der HJ.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4429762&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 330 Melsungen Nr. B 2455]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einstellung, Bewaffnung und Ausbildung der Hilfspolizei. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v5228846&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 270 Kassel Nr. 1777]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Entschädigungsansprüche wegen Schaden an Eigentum und Vermögen der Philosophisch-Politischen Akademie e. V. &amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1952-1953. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v576047&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 V 615] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrechte für das Erziehungsheim Walkemühle, Kreis Melsungen, an der Pfiffe&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1923-1926. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v7425307&amp;amp;icomefrom=search HStAM Bestand 401 Nr. 35 W 908] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Wasserrecht der Walkemühle in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Laufzeit: 1924-1987. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtarchiv Göttingen ===&lt;br /&gt;
Im [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ &amp;lt;b&amp;gt;Stadtarchiv Göttingen&amp;lt;/b&amp;gt;] gibt es eine Akte 155/5 der Polizei-Direktion Göttingen, Fach 155, Nr. 5: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Polizeidirektion Göttingen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Akte ''Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK)''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::1925-1936. XXVII A Fach. 155 No. 5.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 76-77v: 29.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-1933-05-29-polizeibericht.pdf Bericht] über den ISK. und seine Verbindungen zum Landerziehungsheim ''Walkemühle'' b/Melsungen.&lt;br /&gt;
::Darin die Blätter 78-80: 19.5.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Anzeige über die Inschutzhaftnahme des Schlossers Willi Warnke, geb. 2.10.1910 zu Witzenhausen, wohnhaft Kassel Hafenstrasse 36.''&lt;br /&gt;
::Blatt 88: 28.6.1933:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Vermerk des Krim. Sekr. Nöring, Göttingen bzgl. des Anrufs des Krim Kom. Klenke, Kassel:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Ich bitte, die bei der Inschutzhaftnahme des Warnke aus Kassel, beschlagnahmten Papiere, Tagebuch der Minna Specht pp. umgehend nach hier zu senden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::''Die bei Warnke hier beschlagnahmten Papiere 7 Akten mit Inhalt, 52 Briefe (Testamente) 2 Tagebücher sind hier beigefügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anklicken des [http://www.worldcat.org/ WorldCat-Logos] unter einer Literasturangabe gelangen Sie zu den jeweiligen, bei WorldCat gespeicherten, Angaben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Adant, Philippe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Widerstand und Wagemut. René Bertholet – eine Biographie.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: dipa-Verlag, 1996 ISBN 3-7638-0372-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/widerstand-und-wagemut-rene-bertholet-eine-biographie/oclc/75765722&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Barbusse, Henri&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Henker. [Les Bourreaux ].&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/henker/oclc/882719252&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Becker, Hellmut; Willi Eichler und Gustav Heckmann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung und Politik. Minna Specht zu ihrem 80. Geburtstag.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Verlag „Öffentliches Leben“, 1960.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-und-politik-minna-specht-zu-ihrem-80-geburtstag/oclc/64259991&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/herrschaft-der-vernunftigen-und-rechtsliebenden-das-erwachsenenbildungsexperiment-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes/oclc/914700561&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bergmann, Waltari und Heinrich Schulz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen 1209-1959. Heimatgeschichte eines niederhessischen Dorfes.&amp;lt;br /&amp;gt;Adelshausen: Gemeindeverwaltung, 1959.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/adelshausen-1209-1959-heimatgeschichte-eines-niederhessischen-dorfes/oclc/174428119&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Bertholet, Hanna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gedanken über die Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker: Erziehung und Politik, S. 269-286.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Beyer, Anna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt;Wiesbaden: Hessisches Hauptstaatsarchiv: Nachlass Anna Beyer 1213 31, [1948].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt; [[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/soziale-bewegung-gemeinschaftsbildung-und-padagogische-institutionalisierung-erwachsenenbildungsprojekte-in-der-weimarer-republik/oclc/41564620&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Dilich, Wilhelm&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ingrid Baumgärtner, Martina Stercken und Axel Halle [Hrsg.]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Landtafeln hessischer Ämter zwischen Rhein und Weser 1607-1625.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kassel: Kassel University Press, 2011. ISBN 978-3-89958-450-9. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/landtafeln-hessischer-amter-zwischen-rhein-und-weser-1607-1625/oclc/898710581&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eberhard, Fritz [Mitverfasser]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerung an Minna Specht. &amp;lt;br /&amp;gt;Veranstaltung in Hannover am 19. Januar 1980 aus Anlass ihres 100. Geburtstages am 22. Dezember 1979.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Philosophisch-Politische Akademie, [1980].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerung-an-minna-specht-aus-anlass-ihres-100-geburtstages-am-22-dezember-1979-veranstaltung-in-hannover-am-19-januar-1980/oclc/174482072&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zum-tode-pius-xii/oclc/914824232&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi; Martin Hart [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson; ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Paris, Editions Nouvelles Internationales, 1938 [©1937]&amp;lt;br /&amp;gt;S. XXIV und S. 405.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/schulen-im-exil-die-verdrangte-padagogik-nach-1933/oclc/11574521&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke, 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/walkemuhle-nach-1945/oclc/914700562&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1999. ISBN 3-86077-805-6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/bestand-leonard-nelson-im-archiv-der-sozialen-demokratie-der-friedrich-ebert-stiftung/oclc/45534642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Flake, Axel; und Heiko Schmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der in Elberfeld geborene Verleger und Publizist Walter Hammer (1888–1966).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zu Jugendbewegung, Pazifismus und Widerstand.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Geschichte im Wuppertal, 14, 2005, S. 60-94.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.yumpu.com/de/document/read/21181874/der-in-elberfeld-geborene-verleger-und-publizist-bgv-wuppertal Digitalisat]&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Franke, Holger&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein biographischer Beitrag unter besonderer Berücksichtigung seiner rechts- und staatspolitischen Arbeiten.&amp;lt;br /&amp;gt;Ammersbek bei Hamburg: Verlag an der Lottbek, 1991. ISBN 3-926987-61-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-biographischer-beitrag-unter-besonderer-berucksichtigung-seiner-rechts-und-staatspolitischen-arbeiten/oclc/632695128&amp;amp;referer=brief_results]]&lt;br /&gt;
::''Leider ist die Seitennummerierung geändert worden; sie stimmt nicht mit den Angaben im Inhaltsverzeichnis der Ausgabe auf Seite 7 überein.''&lt;br /&gt;
::''Seitenangaben nach dieser 1. Auflage. Die „2., erweiterte und überarbeitete Auflage“ (1997) lässt – so das dortige Vorwort – den Text unverändert, angefügt ist ein Personenverzeichnis.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Freund, Nadine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Teil der Gewalt. Das Regierungspräsidium Kassel und der Nationalsozialismus.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Marburg: Historische Kommission für Hessen, 2017, ISBN 978-3-942225-37-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/teil-der-gewalt-das-regierungsprasidum-kassel-und-der-nationalsozialismus/oclc/1005374551&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V. (Hrsg.)&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nachruf auf Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V, [Dezember 1928], [12 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Erkundungen der deutschen Zeitgeschichte, zentriert in einem regionalen Brennpunkt.&amp;lt;br /&amp;gt;Wissenschaftliche Hausarbeit eingereicht zur ersten Staatsprüfung für das Lehramt an beruflichen Schulen gewerblich-technischer Fachrichtung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Gesamthochschule Kassel, 1976, [206 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Giesselmann, Rudolf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen.&amp;lt;br /&amp;gt;Wirkungsfeld von Minna Specht, Leonard Nelson, IJB und ISK.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Homburg: Zwiebel-Verlag, 1997. ISBN 3-9805120-1-0.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Fassung als [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Digitalisat] (pdf) ist paginiert; daher richten sich Seitenangaben nach dieser Fassung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein zweites [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Digitalisat] (html)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichten-von-der-walkemuhle-bei-melsungen-in-nordhessen-wirkungsfeld-von-minna-specht-leonard-nelson-ijb-und-isk/oclc/75768473&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Goosmann, Paul&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erinnerungen eines Bremer Reformpädagogen.&amp;lt;br /&amp;gt;Fischerhude: Atelier im Bauernhaus, [1991]. ISBN 3-88-132-075-X.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/paul-goosmann-erinnerungen-eines-bremer-reformpadagogen/oclc/55673596&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Graupe, Erich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Notwendigkeits-Aberglaube oder Klassenkampf?&amp;lt;br /&amp;gt;Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/notwendigkeits-aberglaube-oder-klassenkampf/oclc/4530291&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Grulms, Eva; Bernd Kleibl&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: Johannes Stauda Verlag, 1984, ISBN 3-7982-0443-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-nordhessen-bestand-und-sicherung/oclc/917552351&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Haas-Rietschel, Helga und Sabine Hering&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Nora Platiel: Sozialistin - Emigrantin - Politikerin.&amp;lt;br /&amp;gt;Köln: Bund-Verlag ,1990. ISBN 3-7663-2127-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/nora-platiel-sozialistin-emigrantin-politikerin-eine-biographie/oclc/22861763&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/minna-specht-eine-sozialistin-in-der-landerziehungsheimbewegung-1918-bis-1951-untersuchung-zur-padagogischen-biographie-einer-reformpadagogin/oclc/30079392&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heckmann, Gustav&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Erzieher Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 13, (8) 1961, S. 120-122.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinemann, Hartmut&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die jüdischen Friedhöfe in Hessen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Denkmalpflege in Hessen, (2), S. 32-41, 1997.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hieronimus, Ekkehard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Theodor Lessing, Otto Meyerhof, Leonard Nelson. Bedeutende Juden in Niedersachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hannover: Niedersächsische Landeszentrale für Politische Bildung, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Artikel über Nelson: S. 89-134.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/theodor-lessing-otto-meyerhof-leonard-nelson-bedeutende-juden-in-niedersachsen/oclc/865818866&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hofmann, George F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;The SuperSixth. The History of the 6th Armored Division in World War II.&amp;lt;br /&amp;gt;Louisville (Kentucky): Sixth Armored Division Association, 1975.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/super-sixth-history-of-the-6th-armored-division-in-world-war-ii-and-its-post-war-association/oclc/1903071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;[https://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Honecker#F.C3.A4lschlich_zugeschrieben Honecker, Erich]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA Video] zu ''Den Sozialismus in seinem Lauf''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund [Hrsg.].&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ISK [Monatsschrift].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1926-1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/mitteilungsblatt-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes/oclc/225529033&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;Zürich: Verlag Ex Libris, 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gute-herz-genugt-nicht-mein-leben-und-meine-arbeit/oclc/600431071&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kamp, Johannes-Martin&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kinderrepubliken? Geschichte, Praxis und Theorie radikaler Selbstregierung in Kinder- und Jugendheimen.&amp;lt;br /&amp;gt;Opladen: Leske und Budrich, 1995. ISBN 3-8100-1357-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zweite Auflage als [http://paed.com/kinder/kind/kinderrepubliken.pdf PDF-Datei] © 2006 by Martin Kamp. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/kinderrepubliken-geschichte-praxis-und-theorie-radikaler-selstregierung-in-kinder-und-jugendheimen/oclc/884710857&amp;amp;referer=brief_results.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Klär, Karl-Heinz&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Nelson-Bünde:&amp;lt;br /&amp;gt;Internationaler Jugend-Bund (IJB) und Internationaler Sozialistischer Kampf-Bund (ISK) im Licht neuer Quellen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 18 (3) 1982, S. 310–360.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/zwei-nelson-bunde-internationaler-jugend-bund-ijb-und-internationaler-sozialistischer-kampf-bund-isk-im-lichte-neuer-quellen/oclc/915201749&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kraas, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrerlager 1932-1945. Politische Funktion und pädagogische Gestaltung.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2006. ISBN 3-7815-1347-5&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/lehrerlager-1932-1945-politische-funktion-und-padagogische-gestaltung/oclc/56933220&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Krause-Vilmar, Dietfrid&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das Konzentrationslager Breitenau: ein staatliches Schutzhaftlager 1933/34.&amp;lt;br /&amp;gt;Marburg: Schüren, 2000. ISBN 3-89472-158-8.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2008120825306/1/KrauseVilmarBreitenau.pdf Digitalisat] [pdf]&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/konzentrationslager-breitenau-ein-staatliches-schutzhaftlager-193334/oclc/38461877&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker, 1934. [Ohne Paginierung].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/handbuch-des-kreises-melsungen-fur-d-jahr-nachschlagebuch-fur-d-offentl-angelegenheiten-d-kreises/oclc/183379275&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Vox clamantis: Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;br /&amp;gt;Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Berlin: Verlag „Öffentliches Leben“, [1920].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch: Leipzig: Verlag Der Neue Geist, 1921.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/vox-clamantis-betrachtungen-uber-den-krieg-und-anderes/oclc/775794572&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Lindner, Heiner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei.&amp;lt;br /&amp;gt;Der Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) und seine Publikationen&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, Historisches Forschungszentrum, 2006. ISBN 3-89892-450-5.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/um-etwas-zu-erreichen-muss-man-sich-etwas-vornehmen-von-dem-man-glaubt-dass-es-unmoglich-sei-der-internationale-sozialistische-kampf-bund-isk-und-seine-publikationen-zugleich-einleitung-zur-internetausgabe-der-zeitschrift-renaissance-juli-bis-oktober-1941-sowie-der-pressekorrespondenzen-gemany-speaks-und-europe-speaks-1940-1942-bis-1947/oclc/70886113&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Link, Werner&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte des Internationalen Jugend-Bundes (IJB) und des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes (ISK).&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Beitrag zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich.&amp;lt;br /&amp;gt;Meisenheim am Glan: Anton Hain, 1964.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maiwald, Ernst&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Pflege jüdischer Friedhöfe durch die politischen Gemeinden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessische Städte- und Gemeindezeitung, Bd. 35 (9), S. 318-319, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Maurer, Kurt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Melsunger Grenzgänge 2008 – 2010.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Mitteilungen des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde Kassel 1834 e.V.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jg.52, Juli 2011, S. 27–32.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://www.vhghessen.de/mhg/2011_nf52/2011_01_031.htm Digitalisat] [htm].&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Mayr, Max&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Auszug aus dem Melderegister der Gemeinde Adelshausen.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1961.&amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000067.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Meyer, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wiedersehen mit der Walkemühle am 15. Mai 1945. [1962]&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie, 1967. &amp;lt;br /&amp;gt; [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=740 Nachlass Minna Specht], 1/MSAE000087.&amp;lt;br /&amp;gt;[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/geschichte-des-internationalen-jugend-bundes-ijb-und-des-internationalen-sozialistischen-kampf-bundes-isk-ein-beitrag-zur-geschichte-der-arbeiterbewegung-in-der-weimarer-republik-und-im-dritten-reich/oclc/1158249&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Michelagniolo Buonarroti&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dichtungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nelson, Heinrich [Übersetzer].&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1909, XIV, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1922, 5.-7. Tsd. XVI, 310 S.&amp;lt;br /&amp;gt;Jena: Diederichs, 1938, 8. Tsd.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/dichtungen-von-michelagniolo-buonarroti/oclc/637270011&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Miller, Susanne&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Rede zur Erinnerung an Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Eberhardt, 1980, S. 19-29.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1922]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ahasvers Wanderung und Wandlung.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Märchen-Roman.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leipzig: Der Neue Geist, 1922, XII, 337 S.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ahasvers-wanderung-und-wandlung-ein-marchen-roman/oclc/72298791&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Heinrich [1927]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beethoven, der Mensch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuttgart: Verlag „Öffentliches Leben“, 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/beethoven-der-mensch-rede-geh-auf-d-7-bundestage-d-internat-jugend-bundes-1925/oclc/72671803&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1926]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über das Landerziehungsheim Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Die Tat. Monatsschrift für die Zukunft deutscher Kultur, 17 (11) 1926, S. 869.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1938]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ein Bild seines Lebens und Wirkens.&amp;lt;br /&amp;gt;Aus seinen Werken zusammengefügt und erläutert von Willi Eichler und Martin Hart.&amp;lt;br /&amp;gt;Paris: Editions Nouvelles Internationales, 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 405-406.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/leonard-nelson-ein-bild-seines-lebens-und-wirkens-aus-seinen-werken-zusammengefugt-und-erlautert-von-willi-eichler-und-martin-hart-in-gemeinschaft-mit-anderen-seiner-freunde/oclc/459799055&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1971]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesammelte Schriften in neun Bänden.&amp;lt;br /&amp;gt;Band 8: Sittlichkeit und Bildung.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Felix Meiner, 1971. ISBN 3-7873-0227-1.&amp;lt;br /&amp;gt;Darin: Über das Landerziehungsheim Walkemühle. S. 575-578.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesammelte-schriften-in-neun-banden-bd-8-sittlichkeit-und-bildung/oclc/633451861&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard [1974]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgewählten Schriften Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;Heydorn, Hans-Joachim [Hrsg.].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frankfurt a.M.: Europäische Verlagsanstalt, 1974. ISBN 3 434 00245 6.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/ausgewahlte-schriften/oclc/251637284&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933-1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer, 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/erziehung-zum-selbstvertrauen-ein-sozialistischer-schulversuch-im-danischen-exil-1933-1938/oclc/19712371&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; Pfister, Kathy, Peter and Tom&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resistance, Refugees, and Love in the Time of Hitler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
West Lafayette: Purdue University Press, 2019. ISBN 978-1-61249-614-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/eva-and-otto-resistance-refugees-and-love-in-the-time-of-hitler/oclc/1133059585&amp;amp;referer=brief_results]] &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ogdan, Jechiel und Dieter Vaupel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Sie werden immer weniger! – die Geschichte der jüdischen Gemeinde Spangenberg.&amp;lt;br /&amp;gt;Ringgau: Gajewski, 2004. ISBN 3-930342-19-7.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/sie-werden-immer-weniger-die-geschichte-der-judischen-gemeinde-spangenberg/oclc/177310135&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Pochon, Charles F.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;René Bertholet (1907-1969).&amp;lt;br /&amp;gt;In: Cahiers d'histoire du mouvement ouvrier, vol. 11-12, 1995-1996, p. 140-146.&amp;lt;br /&amp;gt;[http://retro.seals.ch/digbib/view2?pid=cmo-001:1995:11::151 Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rode, Berta&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Über die Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Gesellschaft der Freunde der philosophisch-politischen Akademie e.V.. [1928]), S. [5-7].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Reifenberg, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Eine wissenschaftliche Bibliothek als Sammelstelle für indizierte Literatur.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Rückgabe von sechs Büchern an die Erben des deutsch-jüdischen Fabrikanten Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischem Besitz.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdeburg: Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, 1, 2001, S. 232-242.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://studylibde.com/doc/19606639/bernd-reifenberg-eine-wissenschaftliche Überarbeitetes Digitalisat] [pdf], 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Rüther, Martin und Uwe Schütz, Otto Dann [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutschland im ersten Nachkriegsjahr.&amp;lt;br /&amp;gt;Berichte von Mitgliedern des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) aus dem besetzten Deutschland 1945/46.&amp;lt;br /&amp;gt;München: K.G. Saur, 1998. ISBN 3-598-11349-8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München: De Gruyter Saur, 2015. ISBN 978-3-598-11349-9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dieser [https://www.degruyter.com/view/title/23655 Überblicksseite] finden sich Links zu den frei zugänglichen pdf-Dateien der einzelnen Kapitel, etwa zum [https://www.degruyter.com/downloadpdf/book/9783110947700/10.1515/9783110947700-012.xml ausführlichen Anhang] mit den Biographien der im Buch erwähnten Personen. &amp;lt;ref&amp;gt;Aufgerufen im Dezember 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/deutschland-im-ersten-nachkriegsjahr-berichte-von-mitgliedern-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk-aus-dem-besetzten-deutschland-194546/oclc/1103603148&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Geschichte unseres Kindes.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel, Waldkappel, Walkemühle: handschriftliche Aufzeichnungen, [1940- 1973], 84 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Ralf&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Grabstätten von Heinrich und Leonard Nelson und Erich Graupe auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen. Über die »Umbettung« der Grabstätten von der Walkemühle, seinerzeit Gau­führerschule Kurhessen der NSDAP, auf den jüdischen Friedhof in Melsungen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: [http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg.htm Zeitschrift für hessische Geschichte und Landeskunde], 125, S. 233–254, 2020. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], 125 Seiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor 70 Jahren - Juli 1933 - die Walkemühle bei Melsungen wird Gauamtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Schwalm-Eder-Kreis. Jahrbuch des Schwalm-Eder-Kreis, Bd. 2004 (2003), S. 155-158. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Kaderschmiede in der Mühle.&amp;lt;br /&amp;gt;Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schattner, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Jeden Morgen gab es Prügel. Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Hessisch-Niedersächsische Allgemeine, 30.6.2008, Ausgabe Schwalm-Eder.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schiemann, Heinrich&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Verwandtschaft und Freundschaft.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Becker, S. 356-366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schmidt, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen – Die Geschichte einer Stadt.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Magistrat der Stadt Melsungen, 1978.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/melsungen-d-geschichte-e-stadt/oclc/174481639&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Education for Confidence. / Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Englischer Text: Education for Confidence in: Specht: Gesinnungswandel, S. 56-67.&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Übersetzung: Feidel-Mertz: Schulen im Exil, S. 92-103.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Gesinnungswandel.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang, 2005, ISBN 3-631-53062-5.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/gesinnungswandel-beitrage-zur-padagogik-im-exil-und-zur-erneuerung-von-erziehung-und-bildung-im-nachkriegsdeutschland/oclc/68804044&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Specht, Minna und Willi Eichler [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Leonard Nelson zum Gedächtnis.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M. und Göttingen: Verlag Öffentliches Leben, 1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/tit%20le/leonard-nelson-zum-gedachtnis/oclc/1548710&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Stier, Thomas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leonard Nelson – Besuch am Grab des Philosophen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine, 3.6.1997, Lokalausgabe Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [1985]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko [2005]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/erinnerungen-an-leonard-nelson-1925-1927/oclc/469942063&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift'' Martin Hart ''zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym'' Martin Hart ''benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. 144 Seiten und Anhänge.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wirsching, Andreas&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Bd. 50, S. 1-40, 2002.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2002_1.pdf Digitalisat] [pdf].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/judische-friedhofe-in-deutschland-1933-1957/oclc/5544009642&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der ISK und Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie den Nazis die Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max Wolf.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In: Frankfurter Rundschau, 20.11.2001.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wittrock, Christine&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Saubere Geschäfte, weisse Westen und Persilscheine: die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern und Steinau seit 1825.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hanau: CoCon-Verlag, 2002.ISBN 3-928100-90-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://d-nb.info/966144120/04 Inhaltsverzeichnis]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=http://www.worldcat.org/title/saubere-geschafte-weisse-westen-und-persilscheine-die-geschichte-der-seifenfabriken-in-schluchtern-und-steinau-seit-1825/oclc/53847899&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wolf, Curt und D. Goldschmidt&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938 durch Curt Wolf aus Eschwege und D. Goldschmidt aus Frankershausen (Berkatal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ausgefertigt F. Goldschmidt.V, Laufzeit: 1861-1933; (1938).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Digitalisat], [PNG].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Wunder, Bernd&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Im Kampf gegen die autoritäre Schule - der Reformpädagoge Ludwig Wunder (1878-1949):&amp;lt;br /&amp;gt;ein Vertreter der Landerziehungsheimbewegung zwischen H. Lietz, G. Kerschensteiner und L. Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2008, ISBN 978-3-8300-3465-0.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/im-kampf-gegen-die-autoritare-schule-der-reformpadagoge-ludwig-wunder-1878-1949-ein-vertreter-der-landerziehungsheimbewegung-zwischen-h-lietz-g-kerschensteiner-und-l-nelson/oclc/254630858&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ziechmann, Jürgen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Theorie und Praxis der Erziehung bei Leonard Nelson und seinem Bund.&amp;lt;br /&amp;gt;Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 1970.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[File:Wc.png|65px|link=https://www.worldcat.org/title/theorie-und-praxis-der-erziehung-bei-leonard-nelson-und-seinem-bund/oclc/9531802&amp;amp;referer=brief_results]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
'''Zu Walkemühle, ISK etc:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Landerziehungsheim_Walkem%C3%BChle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
* [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol?id=63401401002 Walkemühle] beim [https://www.lagis-hessen.de/de/index/about Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen] &lt;br /&gt;
* [http://paed.com/reformpaedagogik/index.php?action=walkemuehle Landerziehungsheim Walkemühle] bei [http://paed.com/ paed.com ]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/TOAAJ2NFGE2YKGS4D6S5GFKK5PFDIX3P Walkemühle, Adelshausen bei Melsungen] in der [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/ Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/index.shtml Geschichten von der Walkemühle] von Rudolf Giesselmann &lt;br /&gt;
* [http://www.allerart.de/walkemuehle/Rudolf_Giesselmann-Walkemuehle.pdf Zur Geschichte des Landerziehungsheim Walkemühle] von Rudolf Giesselmann (pdf, 45MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.archiv-melsungen.de/archive/melsungen/adelshausen/politik_gemeinwesen/Kurze_Geschichte_der_Walkem%C3%BChle_Adelshausen.pdf Kurze Geschichte der Walkemühle Adelshausen]  &lt;br /&gt;
* [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politische Akademie]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ISK-Mitglied Mitglieder des ISK] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/pdf/isk-personen-bundestag-1928.pdf Teilnehmerliste des 1. Bundestages des ISK 1928 in Göttingen]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/fulltext/isk/isk-buch.html Der Internationale Sozialistische Kampfbund und seine Publikationen] von Heiner Lindner.&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=2121 Zum ISK-Aktenbestand] beim [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/ Archiv der Sozialen Demokratie] &lt;br /&gt;
*[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/widerstand-des-internationalen-sozialistischen-kampfbundes-isk/ Widerstand des ISK] von A. Herz.&lt;br /&gt;
*[https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk.html ISK-Widerstand] in Göttingen.&lt;br /&gt;
*[https://iskgoettingen.wordpress.com/page/2/ ISKGOETTINGEN]&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke: Tageszeitung für Recht, Freiheit und Kultur] &lt;br /&gt;
*[https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Minna Specht:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/pnd118751786.html Minna Specht] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie] &lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/lccn-n92108502/ Minna Specht] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=118751786 Literatur von und über Minna Specht] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/minna-specht-b01 Minna Specht] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Felix Meiner Verlag]&lt;br /&gt;
* [https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/minna-specht/?no_cache=1 Minna Specht] bei der [https://www.gdw-berlin.de/home/ Gedenkstätte Deutscher Widerstand] &lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Minna+Specht&amp;amp;isThumbnailFiltered=false&amp;amp;rows=20 Minna Specht] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
*[http://www.exil-archiv.de/grafik/biografien/specht/eroeffnungsvortrag.pdf Leben und Wirken von Minna Specht] ein Aufsatz von Inge Hansen-Schaberg, 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20571/pdf/PaedKorr_2017_56_Heydorn_Minna_Specht_ein_Leben.pdf Minna Specht – ein Leben im Dienst der Erziehung des Menschen] ein Aufsatz von Irmgard Heydorn, 2017&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/vtrech.FAU?sid=51A50534&amp;amp;amp;dm=1&amp;amp;amp;RO_ZEILE_1=Minna%20Specht Bestand] Minna Specht beim AdsD&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zu Leonard Nelson:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson] bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite Wikipedia] &lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz71062.html  Leonard Nelson] in der [https://www.deutsche-biographie.de/ueber Deutschen Biographie]&lt;br /&gt;
* [https://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Leonard Nelson] Identities at WorldCat&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Leonard+Nelson Literatur von und über Leonard Nelson] im Katalog der [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Nationalbibliothek Deutschen Nationalbibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.archivportal-d.de/objekte?query=Leonard+Nelson&amp;amp;offset=0&amp;amp;rows=20 Leonard Nelson] im [https://www.archivportal-d.de/ Archivportal der Deutschen Digitalen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/nelson-leonard/235 Leonard Nelson] im [https://www.spektrum.de/lexikon/philosophen/ Metzler Philosophen-Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Leonard Nelson] bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
* [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Leonard Nelsons Schriften] von [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth]&lt;br /&gt;
* At [https://www.friesian.com/nelson.htm The Proceedings] of the  Friesian School, [http://www.friesian.com/#nelson Fourth Series]&lt;br /&gt;
* [https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/841260#Aktivit.C3.A4ten Leonard Nelson] bei [https://de-academic.com/ de.academic.com] &lt;br /&gt;
* [https://meiner.de/autoren/leonard-nelson-a01 Leonar Nelson] Autorenportrait beim [https://meiner.de/der-verlag/verlag Verlag Felix Meiner]&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopedia.com/humanities/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/nelson-leonard-1882-1927 Leonard Nelson] bei [https://www.encyclopedia.com/about ENCYCLOpedia.com] &lt;br /&gt;
* [http://math-www.uni-paderborn.de/~hartmut/Sokratik/Loska_Kapitel4.pdf Leonard Nelson - Person und Werk] Biographische Anmerkungen von Hartmut Loska.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Bestand] Leonard Nelson beim AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf L. Nelson: Zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932.] Der Funke, (1), 161, 12.07.1932, S. 3-4.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Zum Jüdischen Friedhof Melsungen'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm Der Jüdische Friedhof Melsungen]&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis des jüdischen Friedhofs in Melsungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.alemannia-judaica.de/friedhoefe_hessen.htm Jüdische Friedhöfe in Hessen]&lt;br /&gt;
* [http://spurensuche.steinheim-institut.org/jsymb.html Spurensuche: Jüdische Friedhöfe in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://archive.is/gSoo3 Die Gräber der Familie Nelson]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1019</id>
		<title>Ereignisse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Ereignisse&amp;diff=1019"/>
		<updated>2022-12-23T09:30:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rascha: /* April 1942 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Sie befinden sich im Bereich: Ereignisse | &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[https://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?search Zur Suche]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;'''Literaturhinweise''' beziehen sich auf die Angaben im Literaturverzeichnis der Rubrik [[Dokumente#Literatur | &amp;quot;Dokumente&amp;quot;]].&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
== Der Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes im August 1925 in der Walkemühle ==&lt;br /&gt;
=== Wurde Albert Einstein 1925 in die Walkemühle eingeladen – oder war wenigstens mein Vater Willi Schaper da? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Ein_Foto_des_Ausbildungskurses|Ein Foto des Ausbildungskures]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Die_Einladungsliste| Die Einladungsliste]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Wieso_Albert_Einstein.3F| Wieso Albert Einstein?]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Dokumente_zum_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_1925| Dokumente aus dem Bundesarchiv Berlin]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| Texte von Zeko Torboff]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::* [[Ereignisse#Quellen| Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein Foto des Ausbildungskurses ===&lt;br /&gt;
Das Foto vom Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes (IJB) in der Walkemühle ist eine der weit verbreiteten Gruppenaufnahmen von Mitgliedern des IJB. Nachdem ich dieses Foto im Nachlass meines Vaters entdeckte, begann eine sich ausweitende Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_1925.jpg|none|320px|Privatbesitz, Scan eines Originalabzuges, 10,5 cm x 7,5 cm.]]&lt;br /&gt;
Originalabzug&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper, Scann eines Originalabzugs,10,5 cm x 7,5 cm.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild wurde in mehreren Veröffentlichungen reproduziert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1987 in einem Ausstellungskatalog der [https://philosophisch-politische-akademie.de/ Philosophisch-Politischen Akademie]&lt;br /&gt;
::''Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson,''&amp;lt;ref&amp;gt;Philosophisch-Politischen Akademie, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1996 zur Illustration eines Aufsatzes über&lt;br /&gt;
::''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes,''&amp;lt;ref&amp;gt;Behrens-Corbet, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1997 in dem [https://www.youtube.com/watch?v=xMec-zEZUK0 Video] ''Leonard Nelson - Macht und Ohnmacht der Vernunft. Zur Wirkunggsgeschichte des Philosophen Leonard Nelson'' von Barbara Neißer und Kai D. Böck (bei 11.38 Min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::1999 als zweites der Bilder des Buches&lt;br /&gt;
::''Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie,''&amp;lt;ref&amp;gt;Fischer&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2001 in einer Ausstellung der [http://www.isk-muenchen.de/ ''Münchener ISK-Gruppe''],&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ein [https://www.spiegel.de/netzwelt/web/www-isk-muenchen-de-voellig-virtuell-a-173562.html Artikel] in ''Spiegel'' von 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2016 auf zwei Seiten des umfangreichen [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/index.htm ''Projektes Widerstand''] in Göttingen des [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/ Stadtarchives] Göttingen erarbeitet von [https://www.rainer-driever.de/ Rainer Driever.]&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-pol-arbeit.html ISK – Politische Arbeit unter Personalmangel],&lt;br /&gt;
::: [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Heinrich Düker] (Deckname Holzbein).&lt;br /&gt;
::2019 auf den Seiten zu der Ausstellung [https://www.platiel2019.de/ platiel2019]; insbesondere in dem [https://www.platiel2019.de/docs/Schibbe_Nora_Platiel_2019.pdf Aufsatz] ''Nora Platiel 1896-1979 – Biographische Notizen'' von Laura Schibbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::2020 auf der [https://www.fes.de/archiv-der-sozialen-demokratie/artikelseite-adsd/vegetarismus-und-widerstand-der-internationale-sozialistische-kampfbund Seite] ''Vegetarismus und Widerstand: der Internationale Sozialistische Kampfbund'' von Gabriele Rose.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [https://www.fes.de/ Friedrich-Ebert-Stiftung] führt das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im [https://archiv2.fes.de/dok_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm  AdsD] (also dem Archiv der sozialen Demokratie) bei den Bildern zur Walkemühle gleich fünffach auf. Bei Eingabe von ''Walkemühle'' in der Suchmaske dieser [https://archiv2.fes.de/dokwechs.FAU?sid=65280E321&amp;amp;dm=5 Seite], werden u.a. die Treffer angezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_Foto_AK_25_FA030317_5d78a9ebbd.jpg|none|320px|Die Friedrich-Ebert-Stiftung führt fünfmal das Bild in ihrem Katalog der Online-Findmittel im AdsD.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto aus dem Nachlass Leonard Nelsons.&amp;lt;ref&amp;gt; Archiv der sozialen Demokratie: fünf Exemplare mit den Signaturen 6/FOTA006300, 6/FOTA007803, 6/FOTA007804, 6/FOTA029814, 6/FOTA030317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne weitere Recherche konnte ich vier Personen auf dem Bild erkennen: Der große Mann stehend in der hinteren Reihe mit weißem Hemd ist [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Düker Heinrich Düker], davor kniet [https://de.wikipedia.org/wiki/Nora_Platiel Nora Block] (Platiel), davor sitzt [https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler Willi Eichler]; an der Hauskante mit verschränkten Armen steht [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Leonard Nelson]. Hedwig Urbann sitzt vorn in der Mitte rechts neben Eichler, wie mir eine alte Bekannte sagte, die selbst noch als Kind 1933 in der Walkemühle war und Hedwig Urbann persönlich kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauten auf dem Foto sind in der Walkemühle; deutlich ist rechts der nordöstliche Teil des sog. [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/startseite.html Akademiegebäudes] zu sehen. Das Haus links wird häufig als Vater Nelsons Haus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Münchener Ausstellungskatalog&amp;lt;ref&amp;gt;Hertkorn&amp;lt;/ref&amp;gt; finden sich diese Hinweise:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle: v.l.n.r.: vordere Reihe, sitzend: Willi Eichler; Hedwig Urbann, August Bolte, Fritz Schmalz, Gustav Funke, Frieder May, Werner Kroebel. -''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mittlere Reihe, kniend: De Voss, Erika Borchardt (Metzig), Zeko Torboff, Nora Block (Platiel), Edith Herford, N.N., Kurt Regeler, Berta Rode, N.N''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe, stehend: Erna Siem, Lisbeth Ebers, Walter Hoops, N.N., Heinrich Düker, Fritz Ihlenfeld, Erich Wenig, Karl Sperling, Leonard Nelson, Hellmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, N.N., Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30 Personen sind zu sehen; 26 Personen werden namentlich genannt, übrig bleiben viermal N.N.!&lt;br /&gt;
Wer könnten diese vier N.N. sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim AdsD lautete 2017 die inhaltliche Beschreibung von 6/FOTA007803: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''vor dem Wohnhaus von Nelson und als abgebildete Personen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Eichler, Willi; Urbann, Hedwig; Bolte, August; Schmalz, Fritz; Funke, Gustav; May, Friedo; Kroebel, Werner; Borchardt, Erika; Torbov, Zeko; Block-Platiel, Nora; Herfurth, Edith; Praus, Käte; Regeler, Kurt; Rode, Berta; Siem, Erna; Ebers, Liesbeth; Praus, Walter; Düker, Heinrich; Ihlenfeld, Fritz; Wettig, Erich; Nelson, Leonard; Rauschenplat, Hellmut von / später Fritz Eberhard; Metzig, Willi; Schaper, Willi; Waldmann, Adolf; Graupe, Erich; Voß,de.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das sind 27 Namen; welche drei Namen fehlen? Kein N.N.! Auf meinem Hinweis wurde &amp;quot;Willi Schaper&amp;quot; gestrichen; die Begründung dazu folgt weiter unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Aufsatz von Behrens-Cobet ''Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes'' lautet die Legende zum Bild wieder:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''IJB-Ausbildungskurs 1925 in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vordere Reihe sitzend: 1. v. l. Willi Eichler''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hintere Reihe ab r. Hauskante: Leonard Nelson, Helmut v. Rauschenplat, Willi Metzig, Willi Schaper, Adolf Waldmann, Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich 2014 in dem Aufsatz von Behrens-Cobet das Bild zum ersten Mal sah, wurde ich stutzig: mein Vater Willi Schaper mit 16 Jahren in der Walkemühle???&lt;br /&gt;
Ich fand bald in den Unterlagen meines Vaters je drei Kopien dieses Aufsatzes bzw. eines Aufsatzes von [https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_Feidel-Mertz Hildegard Feidel-Mertz] ''Die Walkemühle nach 1945''&amp;lt;ref&amp;gt;Feidel-Mertz, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;. In dem letzteren wird mein Vater mehrfach erwähnt; die Autorin hat ihn wohl interviewt. Bei anderen Kopien hat mein Vater manchmal Bemerkungen handschriftlich an den Rand geschrieben. Hier gibt es keine!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2015 fand ich schließlich unter anderen Fotos den Originalabzug des obigen Bildes im Nachlass meines Vaters. Wo kann das Bild hergekommen sein? Denn es stammt nicht aus den Fotoalben meiner Eltern. Das Bild ist offensichtlich von einem Karton abgetrennt; das zeigt die Rückseite:&lt;br /&gt;
Während auf der Vorderseite oben sehr schwach erkennbar ist A K 1. – 9.8., ist auf der Rückseite mit Tinte vermerkt: A.–K. d. I.J.B. v. 1.- 9. 8. 1925. Damit ist die Dauer des Ausbildungskurses belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:csm_Bild_1925v_Ausschnitt_c_100_2.jpg&lt;br /&gt;
Image:csm_Foto_1925v_Ausschnitt_LEbers_100.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem links oben auf der Rückseite Reste des Kartons vorsichtig etwas entfernt wurden, ist mit wenig gutem Willen die Schrift mit Kopierstift erkennbar: ''L. Ebers''. Das gibt einen Hinweis darauf, wie das Bild zu meinem Vater gekommen sein könnte: Liesbeth Ebers und Walter Hoops – auf dem Bild wohl nebeneinander stehend (hintere Reihe 2. resp. 3. von links) – haben später geheiratet und sind schon vor 1933 in die USA ausgewandert. Von Walter Hoops hat mein Vater in den 1970-er Jahren Pakete mit Unterlagen und Zeitschriften des ISK bekommen. Dazu existieren mehrere Briefe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch: War Willi Schaper schon mit 16 Jahren in der Walkemühle?&lt;br /&gt;
In seinen Lebenserinnerungen findet sich kein Hinweis auf einen Besuch 1925 in der Walkemühle, wohl aber eine kurze Notiz auf den ersten Jugendkurs des ISK 1927 dort, bei dem Minna Specht ihn anregte, als Schlosser länger in die Walkemühle zu kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, [1992], S.28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den ''Erinnerungen an Leonard Nelson'' vom Dezenber 1984 [[Dokumente#Erinnerungen_an_Leonard_Nelson| berichtete]] Willi Schaper, dass er im Juli 1927 in die Walkemühle ging, also nioch nicht 1925!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mein Vater gute Kontakte zu [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Walter] hatte, die von 1982 bis 2001 zweite Vorsitzende der Philosophisch-Politischen Akademie war, könnte auch über sie ein Hinweis zu der Namensliste zum Foto im Archiv der sozialen Demokratie gegeben worden sein. Vielleicht finde ich dort noch Hinweise auf den Kurs des IJB 1925; vielleicht kann die Frage dann geklärt werden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [https://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Berlin-Lichterfelde/berlin-lichterfelde.html Bundesarchiv in Berlin] (BA Berlin) fand ich im Juli 2016 schließlich die ''Liste der Teilnehmer am Ausbildungskurs 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/257, fol. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die ''Teilnehmerliste vom Ausbildungskurs des Internationalen Jugendbundes vom 1. bis 9. August 1925 in der Walkemühle''.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier nun eine tabellarische Darstellung dieser Informationen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| AdsD&amp;lt;br /&amp;gt;6/FOTA007803       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Alter&amp;lt;br /&amp;gt;   &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste1&amp;lt;br /&amp;gt;N 22 10/257       &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Liste 2&amp;lt;br /&amp;gt;N 2210/256&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nicht in Teilnehmerlisten&amp;lt;br /&amp;gt;                           &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.lagis-hessen.de/pnd/118902288 Block, Nora] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/August_Bolte_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)  Bolte, August] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Borchardt, Erika &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  19 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-dueker-heinrich.html Düker, Heinrich] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  26  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| +  &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebers, Liesbeth &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-eichler-willi.html Eichler, Willi] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-funke-gustav.html Funke, Gustav] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 27 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Graupe, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Herfurth, Edith &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.ethicalstl.org/remembering-walter-hoops-patricia-konert-von-zur-muehlen/ Hoops, Walter] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ihlenfeld, Fritz &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 22 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kroebel Kroebel, Werner] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 21 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| May, Friedo &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Metzig, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 31 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Nelson Nelson, Leonard] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 43 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Pfennig, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Käte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Praus, Walter &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 23 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Eberhard  Rauschenplat, Hellmuth] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.gdw-berlin.de/fileadmin/bilder/publikationen/Widerstand_in_Berlin/Widerstand_in_Neukoelln_2019.pdf  Regeler, Kurt] &amp;lt;br &amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rode, Berta &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 20 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|20 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Rottstock, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 16&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schaper, Willi &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-schmalz-fritz.html Schmalz, Fritz] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 28 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-personal-siem-erna.html Siem, Erna] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 34 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Sperling, Karl &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://www.degruyter.com/view/journals/kant/81/1/article-p126.xml Torbov, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 26 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [https://torbovi.nbu.bg/wp-content/uploads/2018/12/CT-VT-007.jpg Torboff, Zeko] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Urbann, Hedwig &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 29  &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Voß, de &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| de Vos, Hendrik &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [http://www.stolpersteine-bremen.de/detail.php?id=737 Waldmann, Adolf] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 25 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wettig, Erich &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 24 &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|  21&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Westphal, Charlotte &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| + &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''27''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''30''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| '''29''' Namen &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
30 Personen sind auch auf dem Foto zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Listen im BA Berlin sind maschinenschriftlich mit handschriftlichen Markierungen. Sie enthalten neben den Namen auch Beruf, Alter und Adresse der Teilnehmenden. Liste 1 enthält den handschriftlichen Eintrag von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adressen findet sich sechsmal Göttingen [https://iskgoettingen.wordpress.com/2015/05/27/die-isk-zentrale-im-nikolausberger-weg-67/ Nikolausberger Weg 67], fünfmal Walkemühle bei Melsungen, dreimal Hannover zu Namen, die ich aus Erzählungen meines Vaters – der damals auch in Hannover wohnte – kannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren weiterhin vier Anwesenheitslisten von dem ''B.-T. 1925'' &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 11 – 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;, also dem 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle am 10. 8. 1925 mit insgesamt 73 per eigenhändiger Unterschrift aufgeführten Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Einladungsliste ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die handschriftliche Einladungsliste zum Bundestag umfasst 207 Namen, darunter auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Einstein Albert Einstein], [https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Barbusse Henri Barbusse], [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz Käthe Kollwitz], Heinrich Nelson (Vater von Leonard Nelson), Mathilde Specht (Mutter von [https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Specht Minna Specht]), Hermann Roos (Mäzen und Förderer des IJB),  Max Wolf (Fabrikant und Förderer des IJB). Es handelt sich wohl um die um einige Namen ergänzte Mitarbeiterliste des IJB. [Siehe zu Mitglied / Mitarbeiter weiter unten den Brief von L. Nelson an Z. Torbov] Die Liste enthält weiterhin Eintragungen bzgl. Annahme oder Ablehnung der Einladung und am Ende den Hinweis: Anwesend 111 Pers.. Erna Siem hat die Einladungsliste geschrieben; dies zeigt unzweifelhaft ein Vergleich mit ihrem handschriftlichen Lebenslauf &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/258, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Namen Walter Hoops und Willi Schaper finden sich in keiner der hier erwähnten Listen von 1925! Von daher ist die Anwesenheit dieser beiden Personen zu der Zeit vom 1. - 10. August 1925 in der Walkemühle nicht belegt und die Angabe ihrer Namen bezüglich des obigen Fotos sind möglichst zu löschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der verschickten, gedruckten Einladung zum 7. Bundestag des Internationalen Jugendbundes &amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 1, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ausdrücklich vermerkt: ''Diese '''Einladung''' ist '''nicht übertragbar:''' sie ist '''als Ausweis mitzubringen''' und den Festordnern auf Verlangen jederzeit vorzuzeigen. […] '''Das Mitbringen von Gästen ist nicht statthaft'''.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[Hervorhebungen wie im Original] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass die Genossen Hoops und Schaper &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; anwesend waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wieso Albert Einstein? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_005_c_75_dpi_1000.jpg|none|320px|Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ausschnitt aus Seite 2 der Einladungsliste zum 2. Bundestag des IJB in der Walkemühle am 10. 8. 1925.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Einladungsliste findet sich unter der Lfd.Nr. 38 der Name Albert Einstein, versehen mit einem roten Haken. Ein roter Haken findet sich z.B. nicht bei zwei Namen mit dem Wohnort Zürich resp. Kopenhagen. Das weist darauf hin, dass Einstein eingeladen wurde, er aber – wie aus den hinteren Spalten der Liste zu entnehmen ist – die Einladung weder angen. noch abgelehnt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbov &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 61; Torbov, 1985, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnt Einstein als Mitglied im Freundes-Rat des Internationalen Jugendbundes (ca. 1918). Später, 1932, gehörte Einstein zu den Unterzeichnern des [https://de.wikipedia.org/wiki/Dringender_Appell_(1932) dringenden Apells]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch die Ausgabe des [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1933/19330212.pdf Funken]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Kooperation von SPD und KPD bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, der von Zeitung des ISK [https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke] initiiert und am 25. Juni 1932 veröffentlich wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fazit: ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albert Einstein wurde 1925 in die Walkemühle eingeladen, nicht aber Willi Schaper, der jedoch von 1927 bis 1930 und von 1945 bis 1952 in der Walkemühle arbeitete und lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dokumente zum Ausbildungskurs und Bundestag des Internationalen Jugendbundes 1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Bundesarchiv in Berlin im Nachlass Nelson: BArch N 2210.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dokumente sind – soweit bekannt – bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet worden! Es handelt sich um ca. 600 Seiten, die zu etwa 80% mit Schreibmaschine geschrieben sind. Die handschriftlichen Seiten sind fast alle sehr sorgfältig beschrieben und somit gut lesbar.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/256 (136 Seiten) enthält u a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Einladung zum 7. Bundestag des IJB, den Tagesplan, das Anmeldeformular sowie Anmeldungs- bzw. Anwesenheitslisten. Weiterhin sind neben diversen Berichten über Ortsgruppen des IJB Reden enthalten von: (Die Zahlen geben die Seitennummerierung im Ordner an.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Feuerrede&lt;br /&gt;
| 26-28&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Rudolf Küchemann	&lt;br /&gt;
| Der sozialistisch-dissidentische Lehrer-Kampfbund (L.K.B.).	&lt;br /&gt;
| 29-37&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| U.a. zum L.K.B. und zur Kirchenaustrittsbewegung.&lt;br /&gt;
| 38-53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zeko Torboff&lt;br /&gt;
| Zur Situation in Bulgarien.&lt;br /&gt;
| 56-62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Leonard Nelson&lt;br /&gt;
| Einstimmung auf den Bundestag.&lt;br /&gt;
| 85-99&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Nelson&lt;br /&gt;
| Über Beethoven.&lt;br /&gt;
| 100-136&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/257 (396 Seiten) enthält u a.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmerlisten und Reden von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erich Graupe	&lt;br /&gt;
| Wo ist die Quelle aller Not?&lt;br /&gt;
| 36-77&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Willi Eichler&lt;br /&gt;
| Zu den Zielen des IJB.&lt;br /&gt;
| 84-138&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hellmut Rauschenplat&lt;br /&gt;
| Führerschaft und Gefolgschaft.&lt;br /&gt;
| 159-214&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nora Block&lt;br /&gt;
| Die Erziehungsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
| 226-268&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heinrich Düker&lt;br /&gt;
| Über die persönlichen Bindungen.&lt;br /&gt;
| 282-311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fritz Schmalz	&lt;br /&gt;
| Unsere politischen Aufgaben.&lt;br /&gt;
| 321-360&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben enthält der Ordner jeweils auch die Protokolle über die Aussprachen zu diesen Reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war offensichtlich geplant die Reden zu publizieren. Zu jeder Rede gibt es nämlich jeweils eine persönlich unterzeichnete Erklärung folgenden Wortlautes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich erkläre hiermit, dass ich auf alle Autorenrechte in bezug auf meine Rede auf dem Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes zu Gunsten der Bundesleitung verzichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle, den … August 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift: ……………………….''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reden liegen als überarbeitete, druckreife Typoskripte vor. Vermutlich kam es nicht zur Veröffentlichung, da im Herbst 1925 die SPD einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Unvereinbarkeitsbeschluss] fasste, nach dem eine Mitgliedschaft von IJBlern in der SPD unmöglich wurde. In der Folge wurde daraufhin der Internationale Sozialistische Kampfbund gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ordner BArch N 2210/258 (81 Seiten) enthält&lt;br /&gt;
u a. Berichte und persönliche Eindrücke (meist mehrseitig) und Analysen über den Ausbildungskurs von fast allen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Texte von Zeko Torboff ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torboff ist die früher gebrauchte, Torbov die heute übliche Schreibweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeko Torbov widmet den Tagen im August 1925 in der Walkemühle ein ausführliches Kapitel in seinem Buch ''Erinnerungen an Leonard Nelson'': &amp;lt;ref&amp;gt;Torbov, 2005, S. 47-60, Torbov, 1985, S. 53-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Ausbildungskurs und der Kongress des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraus werden nun einige Passagen zitiert. Die Inhaltsverzeichnisse erwähnen schon die wesentlichen Eindrücke Torbovs:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abfahrt am 31. Juli 1925 – Die Landschaft, die alte Walkemühle, die Philosophisch-Politische Akademie und andere Gebäude – Bekanntschaft mit den Kursteilnehmern, mit den Lehrern, der Direktorin Minna Specht und Nelsons Vater – Einzelheiten über den Kurs – Die Abende mit Erna Siem und Heinrich Düker – Der Kongress des Internationalen Jugendbundes – Der Abend und die Feuerrede''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei hier ausgewählten Ausschnitte belegen die Dichte der Texte und geben zusätzliche Informationen über die Walkemühle und die Atmosphäre dort.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… So kamen wir, ohne es zu merken, in Melsungen an. Jeder, ob Frau oder Mann, trug einen Rucksack und war sportlich angezogen. Keiner trug Kragen oder Krawatten und lange Hosen. Vor dem Bahnhof wartete'' Ajax ''– eine kleine Elektrokarre mit nur einer Plattform für leichtes Gepäck. Einige luden die Rucksäcke auf,'' Ajax ''setzte sich in Bewegung und wir gingen hinterher.'' Ajax ''– auch er ist mit meinen Erinnerungen an Walkemühle verbunden.'' Ajax ''fährt nach Melsungen, also kommt Besuch mit Gepäck. Der'' mächtige Wagen ''– wie man zu scherzen pflegte – versorgte'' [die] ''Walkemühle mit Lebensmitteln, und alle behandelten ihn wie ein Lebewesen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_FA030376c.jpg|none|320px|Ajax in der Walkemühle ca. 1930.]]&lt;br /&gt;
''Ajax'' in der Walkemühle, ca. 1930.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Namen der Personen und des Hundes sind bis auf einen unbekannt. Im Hintergrund ist das Dach des Akademiegebäudes zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA030376.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 50'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Akademie lag in einem Tal – mit freier Sicht gen Osten und Westen und im Norden und Süden von mit Wäldern bewachsenen Anhöhen umsäumt. Der südlich gelegene Hügel begann unmittelbar an der Straße, die nach'' [der; RS] ''Walkemühle führte. Die Straße verlief zwischen den Gebäuden und trennte die alte Walkmühle, die einst den Namen'' Walkemühle ''getragen hatte und nun Wohnungs­ und Haushaltsräume barg, von der eigentlichen Akademie, einem großen, neuen Gebäude.'' [Siehe das Foto oben auf dieser Seite; RS] ''In dem alten Gebäude der Walkmühle befanden sich auch die Lehrräume der kleinen Zöglinge der Akademie, Kinder im Vorschulalter. Neben der Walkmühle befand sich ein neues Gebäude'' [auf dem Foto in der Mitte, das sog. Lehrgebäude; RS], ''wo junge Frauen und Männer im Alter von 15-20 Jahren lernten. Das Gebäude der eigentlichen Akademie'' [auf dem Foto links hinten, das sog. Akademiegebäude; RS] ''umfasste Lehrraume, eine Bibliothek und Wohnräume. Hier wurden Kurse mit den Älteren durchgeführt, die aus verschiedenen Teilen des Landes und aus dem Ausland kamen. Die Kurse waren nicht längerfristig, der Unterricht der Jüngeren dagegen dauerte 2-3 Jahre. Durch das weite Terrain der Akademie floss ein kleines Bächlein'' [das ist eine sehr subjektive, falsche Erinnerung von Torbov; RS],'' das eine Turbine für Elektrizität antrieb und zur Bewässerung des Gemüsegartens diente. Neben dem Gebäude der Akademie lag der Sportplatz, und in dem Schulgebäude der Jüngeren befanden sich eine Tischlerei, eine Schmiede, Chemie- und Physikräume, alles zur Förderung des Lernprozesses bestimmt. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::'''S. 59'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Die Feuerrede'' [Feuerrede erklärt sich in den nächsten Sätzen; RS] hielt Nora Block [-Platiel; RS]. ''Auf dem Hügel, unmittelbar neben dem Gebäude der Akademie, war ein großer Holzhaufen (errichtet worden). Alle an dem Kongress Beteiligten hatten einen großen Kreis gebildet und warteten Hand in Hand auf das Entzünden des Feuers. Ich stand neben Nelson. Als die Flammen hochschlugen, stellte sich Nora Block in die Mitte des Kreises neben das Feuer und hielt die Rede, begeistert und feurig. Ich war wie betäubt. Ich schaute in die Gesichter aller, die von dem großen Feuer angeleuchtet wurden, alle waren ernst und feierlich, aber wiederum so ungezwungen einfach, wie beim Hören des Berichts oder bei ihrer Unterhaltung. In dieser feierlichen Stunde gab es nichts Künstliches, nichts Theatralisches. Man sah, dass jeder den Sinn der Feier verstand und sich schweigsam der Reihe anschloss mit dem Bewusstsein, dass man an etwas Ernstem und Großem teilnahm. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text der Feuerrede ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;BArch N 2210/256, fol. 26-28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus einem Brief Leonard Nelsons an Zeko Torbov vom 31.3.1925 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::'''S. 20'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''… Aber fangen Sie noch nichts an, woraus mittelbar oder unmittelbar jemand ein Recht auf so etwas wie Mitgliedschaft ableiten könnte. Dies ist umso notwendiger, als wir seit längerer Zeit die Einrichtung der Mitgliedschaft gar nicht mehr haben. Wir sind tatsächlich, so paradox dies juristisch anmutet, eine Organisation ohne Mitglieder.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier in unserer Schule, die die philosophisch-politische Akademie wenigstens im Keim verkörpert, steht über dem Eingang die Inschrift:'' Du bist ein Gast wie ich. ''Es gibt bei uns tatsächlich – und so wird es noch auf absehbare Zeit bleiben müssen – nur Gäste, und auch diese müssen, um sich als solche fernerhin zu betrachten, jederzeit durch die Tat beweisen, dass sie sich zu solchen eignen. Es bedarf für uns besonderer Gründe, um jemanden auch nur als Gast zu behalten, und es bedarf keiner solchen für sein Ausscheiden. Das ist freilich, was wir wohl wissen, das Kennzeichen einer Sekte und keiner eigentlichen Partei. Aber keine Bewegung ist in der Geschichte groß geworden – und am wenigsten unter ungeheuren Schwierigkeiten – die nicht den Mut hatte, bewusst das Stadium der Sekte zu durchlaufen. Je mehr wir darauf drängen müssen, so bald wie möglich über dieses Stadium hinaus zu kommen, desto standhafter müssen wir Übereilungen vermeiden und uns gegen den verführenden Rausch von Augenblickserfolgen immun machen. …''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quellen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bundesarchiv Berlin, BArch N 2210/256, BArch N 2210/257.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Behrens-Cobet, Heidi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Herrschaft der Vernünftigen und Rechtsliebenden.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Erwachsenbildungsexperiment des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 15-27.&amp;lt;br /&amp;gt;1996, S. 19&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Ciupke, Paul und Franz-Josef Jelich [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Soziale Bewegung, Gemeinschaftsbildung und pädagogische Institutionalisierung.&amp;lt;br /&amp;gt;Essen: Klartext Verlag, 1996. ISBN 3-88474-520-4.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Die Walkemühle nach 1945.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Ciupke 1996, S. 29-36.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Fischer, Ilse&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Der Bestand Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.&amp;lt;br /&amp;gt;Bonn: Archiv der sozialen Demokratie 1999. ISBN 3-86077-805-6&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hertkorn, Anne-Barb&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Münchener ISK-Gruppe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
München, Archiv der Münchener Arbeiterbewegung e.V., 2002. &amp;lt;br /&amp;gt;[http://www.isk-muenchen.de/ Internetseiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Betrachtung bzw. die Benutzerführung dieser Seiten ist etwas gewöhnungsbedürftig.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nelson, Leonard&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brief an Dr. Torbov.&amp;lt;br /&amp;gt;Walkemühle, 31. März 1925.&amp;lt;br /&amp;gt;In: Torbov, 2005, S. 20.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Philosophisch-Politische Akademie [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Vernunft praktisch werden kann. Zur Aktualität des philosophischen Werkes von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt; Ausstellungskatalog.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Frankfurt a. M.: Philosophisch-Politische Akademie, 1987.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Lebenserinnerungen.&amp;lt;br /&amp;gt;Kassel: unveröffentlichtes Typoskript, [1992], [125 Seiten].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1924-1929).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofia: unveröffentlichtes Typoskript, V+210 Seiten, 1985.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Torbov, Zeko&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erinnerungen an Leonard Nelson (1925-1927).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herausgegeben, neu übersetzt und mit einer Einleitung von Nikolay Milkov.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hildesheim: Olms, 2005, LVIII+206 Seiten, ISBN 978-3-487-13000-2.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::In diesem Buch werden mehrere Briefe Willi Eichlers von 1925 [S. 14, 27, 28, 29] mit der Unterschrift ''Martin Hart'' zitiert. Es übersteigt mein Vorstellungsvermögen, dass der vorsichtige, politisch weitsichtige Willi Eichler in der Emigration nach 1933 zur Tarnung das Pseudonym ''Martin Hart'' benutzte, mit dem er angeblich schon 1925 Briefe unterzeichnet haben soll. Gibt es die Originale dieser Briefe noch?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Besetzung“ der Walkemühle am 14. März 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nora Walter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der März 1933, aus der Erinnerung einer damals Neunjährigen. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Weihnachten wurde nicht gefeiert, sondern Sylvester und Neujahr ein „Fest der Tiere“. Wir hängten Nistkästen auf und hörten wohl auch Geschichten über Tiere, es gab ein richtiges Programm für die zwei Tage. Deutlich habe ich noch vor Augen einen langen „Demonstrationszug“ aus Spielzeugtieren, der im Physikzimmer aufgebaut war.''&amp;lt;br /&amp;gt;[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Im Februar 1933 kam auch meine Schwester Lisa in die Walkemühle,''&amp;lt;br /&amp;gt; […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Viel Zeit hatte sie nicht, sich einzugewöhnen, denn nach sechs Wochen, am 14. März 1933 wurde die Walkemühle durch die Nazis geschlossen und beschlagnahmt.&lt;br /&gt;
Daran erinnere ich mich sehr deutlich. Wir hatten einen unserer Prüfungstage, die ja so vor sich gingen, daß die Schüler den andern, Kindern und Erwachsenen, darüber berichteten, was sie gelernt hatten. Wir saßen also alle zusammen im Physikzimmer und hörten zu.''&lt;br /&gt;
''Da kam Minna'' [Specht]'' herein, ging nach vorn - sie hatte Tränen in den Augen - und sagte nur:'' Die Schule ist geschlossen. ''Schon seit Tagen oder sogar Wochen hatten SA-Männer vor dem Haus patrouilliert und unsere Lehrer haben gewiß mit einer solchen Maßnahme gerechnet - uns jüngeren Kindern war das aber nicht so klar geworden. Nun mußten wir alle wieder nach Hause zu unseren Eltern. Mathias Schwer, der alte Gärtner der Walkemühle, der nicht in der Schule wohnte, schenkte mir und wohl allen Kindern ein winterliches Gesamtbild der Mühle, 6 ''&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;amp;#10005;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; ''9 cm, zur Erinnerung. Auf die Rückseite hatte er seinen Namen geschrieben. Ich habe es gut aufgehoben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auszug aus:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Walter, Nora&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Langweilig war es nicht, mein Leben.&amp;lt;br /&amp;gt;Empelde: unveröffentlichtes Typoskript, [2000]. [144 Seiten und Anhänge].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erinnerung von Minna Specht (1944) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''An einem Morgen im März 1933 ergriffen die Nazis von der Walkemühle Besitz. Als ich in das Zimmer zurückkehrte, von dem aus die Kinder die ungewöhnlichen Vorgänge – Uniformen, Waffen, Kommandos – beobachtet hatten, wurde ich von ihnen mit der bangen Frage empfangen: «Wohin gehen wir nun?» In dieser mißlichen Lage schossen mir verschiedene Möglichkeiten durch den Kopf, und ich sagte dann: «Ich will versuchen, in Dänemark ein neues Heim zu finden.» Mir schwebte ein unklares, aber hoffnungsvolles Bild von einem friedlichen, einfachen Land vor. Die Art, wie die Augen der Kinder aufleuchteten, gab mir das Gefühl, ihnen gegenüber im Wort zu stehen und sie nicht enttäuschen zu dürfen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Auszug ist mehrfach erwähnt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Feidel-Mertz, Hildegard [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Schulen im Exil: die verdrängte Pädagogik nach 1933. &amp;lt;br /&amp;gt;Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1983. ISBN 3-499-17789-7.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 93 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Hansen-Schaberg, Inge&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Minna Specht - Eine Sozialistin in der Landerziehungsheimbewegung (1918 bis 1951).&amp;lt;br /&amp;gt;Untersuchung zur pädagogischen Biographie einer Reformpädagogin.&amp;lt;br /&amp;gt;Frankfurt a.M.: Peter Lang 1992. ISBN 3-631-44250-5.&amp;lt;br /&amp;gt; S. 69, F. 248&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Nielsen, Birgit S.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Erziehung zum Selbstvertrauen.&amp;lt;br /&amp;gt;Ein sozialistischer Schulversuch im dänischen Exil 1933 - 1938.&amp;lt;br /&amp;gt;Wuppertal: Hammer 1985. ISBN 3-87294-265-4.&amp;lt;br /&amp;gt;S. 45 ff.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht des Landrats von Melsungen vom 14. 3. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen berichtete ausführlich an den Regierungspräsidenten in Kassel und empfahl u.a. dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''… die Genehmigung zur Aufnahme von grundschulpflichtigen Kindern in der Anstalt wieder zurückgezogen wird, da zweifellos feststeht, dass die geistige Beeinflussung und Erziehung in der Walkemühle im scharfen Gegensatz zu deutschen und christlichen Grundsätzen steht. […] Denn wenn auch die in der Bevölkerung umgehenden Gerüchte über Waffenlager in der Walkemühle, Treffpunkt auswärtiger Kommunisten u.ä. nach dem Ergebnis zweimaliger sorgfältiger Haussuchungen nicht zutreffend sind, so bildet die Walkemühle doch einen sehr unerwünschten Unruheherd. …''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus:&lt;br /&gt;
HStAM 180 Melsungen 3729, Blatt 6-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Handbuch des Kreises Melsungen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Schon lange war es bekannt, daß das internationale Erziehungsheim Walkemühle bei Adelshausen eine kommunistische Brutstätte''&amp;lt;ref&amp;gt; Siehe ausführlich [[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz |Edelkommunisten in der Provinz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;'' bildete. Am 14. März erschien staatliche Polizei vor dem Heim, die die Schule mit Unterstützung von Hilfspolizei und SA. besetzte. Die einzelnen Räume der Anstalt wurden durchsucht und mehrere Aktenstücke beschlagnahmt. Nach der Durchsuchung blieb die Walkemühle besetzt. Sie dient jetzt [d.h. 1934] der NSDAP. als politische Führerschule. Die Geschäftsstelle der SA.-Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Die zahlreichen Räume boten in den ersten Wochen nach der nationalen Erhebung auch Unterkunftsmöglichkeit für politische Schutzhäftlinge, die zu ihrer eigenen Sicherheit gegen die Volkswut hier in Haft genommen wurden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kreis Melsungen [Hrsg.]&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Handbuch 1934.&amp;lt;br /&amp;gt;Melsungen: Bernecker 1934. Ohne Paginierung.&amp;lt;br /&amp;gt;1934&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eröffnung der Amtswalterschule am 1. Juli 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bericht der Kasseler Post vom 1. 7. 1933 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''''Das Rüstzeug zum Führer bietet die Amtswalterschule in der Walkemühle''.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Zeitung lobte die auf das „beste eingerichteten Räume“ und bemerkte dann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Sämtliche Amtswalter des Gaues müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lügen in der Presse vom Juni / Juli 1933 - und vom 4. Juli 1933 die Richtigstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_1.jpg|none|320px|Überschrift 1. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachdruck von Artikeln aus der Nazi-Presse von 1933 birgt die Gefahr die dort formulierte Propaganda zu transportieren. Zu dem Ereignis dieser feierlichen Eröffnung liegen aber nicht nur mehrere Artikel aus der lokalen Presse vor, sondern insbesondere eine Richtigstellung, die jedoch damals nicht veröffentlicht werden konnte! Weiterhin enthalten die Zeitungsartikel teilweise – durchaus zutreffende – beachtenswerte Beschreibungen der Räumlichkeiten der Walkemühle und Passagen zur ihrer Geschichte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch auch Sätze wie diese sind zu finden:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte werden also nebst einigen – hoffentlich das Verständnis erhöhenden – Anmerkungen wiedergegeben. Die sind jeweils in dem betreffenden ''Einzelnachweis'' notiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dem Faksimile eines Ausschnitts des Artikels ''Die Walkemühle bei Melsungen einst und jetzt'' vom 30. Juni 1933, folgt der leichteren Lesbarkeit wegen eine Abschrift des Textes. In der Abschrift sind jene Stellen grün markiert und durch Markierungen wie [2] bezeichnet, auf die sich jeweils die Absätze in der folgenden Richtigstellung  von Hermann Roos vom 4. Juli 1933 beziehen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Roos war ein großer Förderer der Philosophisch-politischen Akademie. Durch seine großzügigen Spenden konnten 1922 das Akademiegebäude und das Lehrgebäude der Walkemühle gebaut werden. Als englischer Staatsbürger konnte er es sich im Juli 1933 erlauben, eine Richtigstellung bzgl. des Artikels der Kasseler Neuesten Nachrichten zu fordern.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von Thomas Schattner gibt es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, Schwalm-Eder Ausgabe, am 30. Juni 2008 zwei Artikel (pdf)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Kaderschmiede in der Mühle – Ab 1. Juli 1933 schulten die Nazis ihre Funktionäre in der Walkemühle bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Jeden Morgen gab es Prügel – Im Keller der Mühle wurden Häftlinge gequält.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
unter der Überschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Vor 75 Jahren: Nazis eröffneten Funktionärsschule samt Folterkeller bei Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhalt (Abschriften) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Die_Walkem.C3.BChle_bei_Melsungen_-_einst_und_jetzt.|Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. Kasseler Neueste Nachrichten, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Die_Richtigstellung| Die Richtigstellung von Hermann Roos vom 4. Juli 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ereignisse#Fu.C3.9Fnoten_und_Hinweise_bzgl._dieser_.E2.80.9ERichtigstellung.E2.80.9C| Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser Richtigstellung]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#Melsungen.2C_29._Juni| Die Walkemühle wird Amtswalterschule. Kasseler Post, 29. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#2._Blatt_der_Kasseler_Post_-_Sonnabend.2C_den_1._Juli_1933| Das Rüstzeug zum Führer, Kasseler Post, 1. Juli 1933.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Ereignisse#30._Juni_1933| Die Walkemühle als Amtswalterschule, Melsunger Tageblatt, 30. Juni 1933.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Feierliche Eröffnung der Amtswalterschule. Melsunger Tageblatt, 4. Juli 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise Hinweise zum Lied Im Hessenland marschieren wir. Kassel, 20. Februar 2017.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68-11_04_c2_1280.jpg|none|320px|UB Marburg 065 2 VIII A 1611.]]&lt;br /&gt;
Die Walkemühle einst und jetzt: 30. Juni 1933.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_2.jpg|none|320px|Überschrift. Freitag, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Walkemühle bei Melsungen - einst und jetzt. ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nr. 150  Dreiundzwanzigster Jahrgang  Kasseler Neueste Nachrichten  Freitag, 30. Juni 1933 / 1. Beilage - Seite 1&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''br. Bis zum März 1933 bestand der nationalsozialistische Kampf in der Eroberung der Massen. 14 Jahre wurde die Trommel gerührt, wurde Propaganda gemacht, wurden die Massen für die nationalsozialistische Idee gewonnen. Agitation und Propaganda nahmen die Zeit jedes einzelnen Parteigenossen voll in Anspruch. Nur wenige meist führende Parteigenossen hatten Gelegenheit, sich mit den weltanschaulichen Grundlagen und den praktischen Auswirkungen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Lücke gilt es nach Eroberung der Macht, nach der Errichtung des nationalsozialistischen Staates zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Führer hat angeordnet, daß sämtliche Amtswalter und, Parteigenossen sich einer intensiven Schulung zu unterziehen haben, einer Schulung, die nach der Propaganda der vergangenen Jahre dringend notwendig ist und dazu führen wird, die Organisation zu festigen und stark zu machen für die praktische Durchführung des Nationalsozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In drei Schulungsgruppen soll den Amtswaltern und Parteigenossen das notwendige Gedankengut vermittelt werden. Die Amtswalter der Gauleitungen und die Kreis - Schulungsleiter werden an drei Schulen unterrichtet, von denen eine die bekannte Reichführerschule in Bernau in der Mark ist. Die Stabswalter der Kreisleitungen, die Ortsgruppenleiter, Zellen- und Blockwarte usw. werden in den Amtswalterschulen in 14tägigen Kursen für ihre Arbeit vorbereitet. Im Gau Kurhessen sind drei Amtswalterschulen vorgesehen, und zwar in Melsungen, in Marburg und in Fulda. Die dritte Schulungsgruppe umfaßt die neu der Bewegung zugeführten Parteigenossen, deren geistige Betreuung und Einführung in den Nationalsozialismus Aufgabe der Ortsgruppenleiter und Stützpunktleiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man bedenkt, daß der Gau Kurhessen nicht weniger als 6000 Amtswalter hat, so kann man ermessen, welch ungeheure Arbeit hier in den nächsten Monaten seitens des Gauschulungsleiters Neuburg zu organisieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank dem Entgegenkommen des Gauschulungsleiters Neuburg hatte die Presse gestern nachmittag Gelegenheit, die Gauamtswalterschule I des Gaues Kurhessen, die in der landschaftlich herrlich gelegenen Walkemühle, wenige Kilometer von Melsungen untergebracht ist, eingehend zu besichtigen. Standartenführer Wagner, Besse, und Schulungsleiter Neuburg hatten die Liebenswürdigkeit, uns mit sämtlichen Räumen der vier Gebäude umfassenden Schulungshauses und mit der Geschichte der Walkemühle bekannt zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Walkemühle, in der sich bis dahin die Philosophisch-politische Akademie des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“, der den verstorbenen Göttinger Professor Nelson zu seinem geistigen Führer hat, befunden hatte, von der SA übernommen. Die Philosophisch-politische Akademie[1] war in den rund 10 Jahren ihres Bestehens ängstlich darauf bedacht gewesen, der Oeffentlichkeit jeden Einblick in ihren Schulbetrieb zu verwehren[2]. Was ihr umso leichter war, als sie von den damaligen Regierungen als gemeinnützig anerkannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Deckmantel der Fortführung der Kant-Fries’schen Philosophie[3] hatte man hier eine Schule eingerichtet, die junge Menschen bewußt zu kommunistischen Kämpfern heranziehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach waren Findelkinder [4], die von den Jugendämtern westdeutscher Großstädte der Schulleitung zur Ausbildung überlassen wurden; keine Bindung an Heimat und Elternhaus beschwerte diese Kinder, die im Alter von 2–3 Jahren der Schule überwiesen wurden. Umso leichter war es für die Lehrer, jedes vaterländische oder gottesfürchtige Empfinden auszuschalten und so die Kinder zu bewußten Klassenkämpfern heranzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel für die Unterhaltung dieser Schule und Einrichtung von Neubauten notwendig waren, flossen der Schulleitung seitens sogenannter Paten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der eifrigsten Geldgeber war der sich zur Zeit in Schutzhaft befindliche jüdische Seifenfabrikant Viktor Wolff[5] aus Schlüchtern, der nachweislich der vorgefundenen Belege jeden Monat durchschnittlich 1000 RM. zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geldgeber der Schule waren insbesondere auch im Ausland zu finden, so in England, China, Japan und Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einrichtung dieser rein kommunistischen Zwecken[6] dienenden Anstalt war, das muß offen ausgesprochen werden, eine geradezu vorbildliche. Was man sich nur an schulischen Hilfsmitteln, an technischen Apparaturen denken kann, das war hier dank der großen Geldmittel, die der Schule zur Verfügung standen, in reichem Maße vorhanden. Wir betreten einen Raum, der in Zukunft als Schulungsraum für die Amtswalter gedacht ist, der einst ein chemisch-physikalisches Laboratorium darstellte, in dem jeder Schüler auf seinem Platz eine eigene Gas-, eine eigene Licht- und eine eigene Wasserleitung hatte. In einem Nebenraum wurden Typhus- und Cholera - Bazillen[6] hergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin beobachtet. Die Schlosser- und Schreinerwerkstatt, eine Schmiede dienten zur handwerklichen Ausbildung der Schüler und waren mit den feinsten Mechaniker-Drehbänken, Holzbearbeitungsmaschinen, Bohrmaschinen usw. ausgestattet. Ein Turnsaal diente der körperlichen Ertüchtigung; Zeichnungen an den Wänden dieses Saales zeugen davon, daß sich unter den ehemaligen Insassen auch künstlerisch begabte Menschen befanden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Die Elektrizität wurde für sämtliche vier Gebäude selbst erzeugt, eine Hauptturbine für die Lichtgewinnung, eine kleinere Turbine für die elektrische Heizung sind vorhanden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_turb.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Die Turbine im Akademiegebäude.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''War im Sommer mal die Kraft der Pfieffe nicht stark genug, so sorgte ein Rohöl-Motor dafür, daß in der Lichtbelieferung keine Stockung eintrat. Elektrische Brotschneidemaschinen, eine elektrische Waschmaschine, eine elektrische Wäschetrocknungsmaschine, ein Backraum, die vortrefflich eingerichtet Speisekammer, die Ausstattung der Küche, vier Morgen Gärten, ein Musiksaal, die Zimmer der Lehrer und die später eingebauten Kurzimmer für die Paten ließen erkennen, daß diese Anstalt wirklich aufs modernste eingerichtet und in dieser Hinsicht von einer staatlichen Anstalt kaum zu übertreffen war.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ms68_11_04_c2_bibl.jpg|none|320px]]&lt;br /&gt;
Im Bibliotheksraum der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Marburg 065 2 VIII A 1611; Archiv der sozialen Demokratie, Nachlass Minna Specht: MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Das besondere Interesse des Besuchers lenkt der geräumige Bibliothekssaal auf sich. Bücherregale an sämtlichen Wänden, fast bis zur Decke reichend, gefüllt mit Büchern. Hier finden wir Bücher mannigfaltigen geistigen Ursprungs. Hier sind die Klassiker, die deutschen Romantiker, die Vertreter der Weltliteratur fast vollständig vorhanden,''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''hier finden wir aber auch ein geistiges Arsenal des Marxismus und Leninismus, hier finden wir ganze Stöße marxistisch-kommunistischer Propagandaschriften[7], die von den Schülern in den Nachbarorten unter der Bauern- und Arbeiterbevölkerung verbreitet wurden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wenn diese Bibliothek nicht wäre, wenn sie nicht einen solch geradlinigen Schluß auf den wahren Charakter dieser Anstalt zuließe, so könnte man im Zweifel sein, welcher geistigen Richtung dieses Erziehungsinstitut diente. So aber ist jeder Zweifel ausgeschlossen, so wissen wir, daß dank des Sieges des Nationalsozialismus eine marxistische Brutstätte von staatsgefährlicher Wirksamkeit ausgehoben wurde.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zur Zeit ist ein Arbeitskommando damit beschäftigt, die Gebäude instand zu setzen. Zimmer- und Schreinerarbeiten, Ausbesserung der Wege, die durch das Hochwasser gelitten haben, gärtnerische Arbeiten werden hier ausgeführt. Standartenführer Wagner, der Schulleiter, hat mit seiner Familie im Gebäude der alten Mühle Wohnung genommen; denn hier sollen nicht nur die Amtswalter unterrichtet werden, sondern eine SA-Führerschule eingerichtet werden, um so das gegenseitige Verständnis zwischen politischer Leitung und SA-Führung, zwischen dem Parteigenossen und dem SA - Mann zu vertiefen. Die Räume werden so hergerichtet, wie sie für eine Amtswalterschule brauchbar erscheinen. Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen[8]. Was an Material noch vorhanden und für die künftigen Schulungszwecke nicht verwertbar ist, wird sorgfältig aufgehoben und vor Vernichtung bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 5000 Bände umfassende Bibliothek ist zwar nicht mehr vollständig vorhanden, aber birgt doch noch reiche Schätze, die, wie wir hören, unserer Landesbibliothek Marburg zur Verfügung gestellt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in allem empfing der Besucher einen ausgezeichneten Eindruck von der Anstalt, und wir zweifeln nicht daran, daß die Amtswalter der Partei und die SA-Männer, die zu 14tägigen Kursen nach der Walkemühle beordert werden, hier nicht nur eine Fülle geistiger Anregungen empfangen werden, sondern darüber hinaus einen tiefen Einblick von der Schönheit hessischer Landschaft, eine Verinnerlichung ihres Heimatgefühls gewonnen werden. Hoffen wir, daß alle Schüler diese Kurse mit dem Erfolg verlassen, der notwendig ist, um sie zu wahren Führern der Bewegung und damit zu Führern der nationalsozialistischen Deutschlands zu stempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule in Anwesenheit des Gauleiters Weinrich ist für Sonntag abend 7 Uhr vorgesehen.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oben: Gesamtansicht der Walkemühle&lt;br /&gt;
Links: Standartenführer Wagner und Gauschulungsleiter Neuburg im Bibliothekssaal&lt;br /&gt;
Rechts: Hier wird die Kraft für die Beleuchtung der vier Gebäude erzeugt.&lt;br /&gt;
Sämtliche Bilder sind eigene Aufnahmen der K.R.N.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Richtigstellung ====&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Widerlegung einer Auslese von Behauptungen in den „Kasseler Neuesten Nachrichten“ vom 30. Juni 1933, betreffend die ''Walkemühle''.&amp;lt;/font&amp;gt;'''&amp;lt;ref&amp;gt;Abschrift nach Kopien aus dem Bundesarchiv Berlin: BArch R 1501 fol. 640; bzw. dem Archiv der sozialen Demokratie Bonn, AdsD, Nachlass Minna Specht 1MSAE000068.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 1.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Philosophisch-politische Akademie''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de Philosophisch-politische Akademie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''ist kein Unternehmen des Internationalen sozialistischen Kampf-Bundes (ISK)''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Sozialistischer_Kampfbund Internationaler sozialistischer Kampf-Bund]&amp;lt;/ref&amp;gt;'', sie ist drei Jahre vor der Gründung des ISK entstanden. Sie beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen, die Nelson'' &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/lene.html L. Nelson]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschaffen hat, und dient dem Zweck, die sittlichen Forderungen, die die Ethik stellt, in der Erziehung zu verwirklichen. (Siehe Satzung).''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 2.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Abschliessung der in der Walkemühle geleisteten Erziehungsarbeit vor der Öffentlichkeit beruht allein auf der pädagogischen Erwägung, dass die Erziehungsarbeit in der Stille vor sich gehen muss, und das jede Schaustellung die Bildung des Charakters gefährdet. Die Regierung hatte selbstverständlich vollen Einblick in die Arbeit wie die Akten bezeugen. Ich selber habe – wie viele andere Freunde der Schule – jeder Zeit Zutritt zu ihr gehabt und habe ihre Arbeit kritisch verfolgen können. Aehnlich ging es pädagogisch interessierten Menschen überhaupt, was durch die Tatsache bewiesen wird, dass Kurse mit Lehrern und ähnliche Veranstaltungen stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 3.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Behauptung, die Kant-Fries’sche Philosophie''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/philo/geldsetzer/homepag6.html Kant-Fries’sche Philosophie]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''hätte den politischen Zielen nur als Deckmantel gedient, ist grundfalsch. Diese Schule ist überhaupt nur gegründet worden, um der Verwirklichung der Kant-Fries’schen Philosophie willen. Wer sich diese Weltanschauung zueigen gemacht hat, kann, seiner ganzen geistigen und seelischen Anlage nach, gar nicht darauf eingestellt sein, materialistisch-kommunistische Ideen zu vertreten. Als Beleg hierfür möchte ich hinweisen auf das Vorwort, das von Fräulein Minna Specht'' &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/newsletter/newsletter/NL%202006/NL%2001%202006/html12006/specht.html Minna Specht] war bis zum 19. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''und Dr. Grete Hermann''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Grete_Hermann Grete Hermann] war bis zum 20. 4. 1933 in der Walkemühle polizeilich gemeldet. Das mehrfach reproduzierte [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-1933-1935-specht-henry-1933-papiere-FA029541.jpg Foto] ''Minna Specht und Grete Henry-Hermann bringen Dokumente aus der Walkemühle in einen Bank-Safe, Kassel 1933'' ist sowohl [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_h/henry-gr.htm hier], als auch [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-widerstand.html hier], zu sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Formulierung ''Leider war es der ehemaligen Schulleitung gelungen, einen großen Teil des Inventars rechtzeitig vor der Besitzergreifung durch die SA, zu beseitigen. ist falsch!'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Vermerk (HStA Marburg 223/32) vom 7. 11. 1934 im Zusammenhang mit der „Verbringung“ der Bibliothek aus der Walkemühle in die Landesbibliothek Kassel heißt es: ''In der Walkemühle seien noch nachträglich in einer Kammer (ca. 20 Ctr.) schriftliches Material vorgefunden worden''. Ein weiterer Vermerk vom Februar 1936: ''Auf Veranlassung des Geh. Staatspolizei-Amtes in Berlin wurden durch die Staatspolizeistellen Kassel die handschriftlichen Bestände der ehemalig kommunistischen Walkemühle-Bücherei, die mit den Buchbeständen in die Landesbibliothek überführt waren, beschlagnahmt und sichergestellt.'' Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um die Unterlagen (7,5m Akten), die jetzt im Bundesarchiv Berlin als Nachlass Nelson einzusehen sind. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; ''zur Einführung in das System der Ethik und Pädagogik''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/system-der-philosophischen-ethik-und-padagogik/oclc/72590307&amp;amp;referer-brief_results Einführung in das System der Ethik und Pädagogik]  &amp;lt;/ref&amp;gt; ''geschrieben worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 4.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kein einziges Findelkind von Jugendämtern westdeutscher Grossstädte ist der Walkemühle überlassen worden. Ein mehrtägiger Elterntag versammelte in jedem Jahr fast alle Eltern in der Schule und knüpfte das Band zwischen Eltern, Kindern und ihren Lehrern.Religiöses Gefühl ist nicht unterdrückt worden, es herrschte keine gottlose Einstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Zu 5.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herr Max Wolf hat sich niemals in Schutzhaft befunden. Viktor Wolf war sein lange verstorbener Vater. Ich kenne M.W. persönlich und schätze ihn als einen ernsthaften, der Sache der Fries’schen Schule innerlich verbundenen Mann. Er hat der Schule in grosszügiger Weise den genannten monatlichen Betrag geleistet, und es kennzeichnet ihn, dass er niemals beanspruchte hat, der Schule einen Mitarbeiter oder Schüler zuzuweisen. Ich habe meinerseits die gleiche Scheu empfunden, denn die Leiterin sollte unter keinen Umständen sich unter einem Druck fühlen können.''&amp;lt;br /&amp;gt;''Geldgeber aus Japan und Australien hat es nie gegeben.''&lt;br /&gt;
Zu 6.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die stete Wiederholung der Behauptung, dass die Walkemühle rein kommunistischen Zwecken'' &amp;lt;ref&amp;gt;[[Beifang#Edelkommunisten_in_der_Provinz| rein kommunistischen Zwecken]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ''gedient habe, ist bisher nicht bewiesen worden und kann nicht bewiesen werden. Einer solchen Behauptung steht entgegen: a) die wissenschaftliche Arbeit Nelsons, b) die Schularbeit, die, wie bereits gesagt der Regierung völlig bekannt war, c) das Zeugnis vieler Männer und Frauen, das aus dem Kreise Melsungen beigebracht werden könnte, falls dies gewünscht wird, siehe vor allem auch die Denkschrift der Kasseler Anwälte''&amp;lt;ref&amp;gt; Heussner&amp;lt;/ref&amp;gt;''.&amp;lt;br /&amp;gt;''„Typhus- und Cholera- Bazillen“. Diese Behauptung würde die Ablehnung mit „too silly for words“ verdienen. Aber ich muss wohl doch davon Notiz nehmen und ausdrücklich erklären, dass solche Bazillen niemals in der Walkemühle hergestellt worden sind.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 7.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Bemerkung, in der Bibliothek seien ganze Stösse marxistisch-kommunistischer Propaganda-Schriften gefunden worden, widerstreitet der Feststellung, die ein im März vom Polizeipräsidium in Kassel entsandter Beamter, Herr Kriminalassistent Seyffert, gemacht hat. Das Zeugnis dieses Herrn liegt vermutlich noch bei der Regierung in Kassel. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass in keinem einzigen Heft des „ISK“''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/texte/isk-funke&amp;amp;isk.html   „ISK“] &amp;lt;/ref&amp;gt; ''eine Stelle zu finden ist, die den Kommunismus vertritt. Die russische Grenze ist gegen den „ISK“ gesperrt.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu 8.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Teil des Inventars, den die Schulleitung abtransportieren liess, war das Privateigentum der Mitarbeiter und ist, wie ich von Fräulein Specht''&amp;lt;ref&amp;gt;5 &amp;lt;/ref&amp;gt; ''gehört habe, unter Aufsicht des Kreisleiters der NSDAP, Herrn Wisch aus Melsungen, fortgebracht worden.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ich habe Fräulein Specht veranlasst, mit mir nach Kassel zu kommen, um angesichts dieses Zeitungsartikels ebenfalls gehört zu werden. Ausserdem äusserte ich die Bitte mit dem Schreiber (br.) des Artikels (vermutlich der Fabrikbesitzer Dr. Braun''&amp;lt;ref&amp;gt;Fabrikbesitzer Dr. Braun:&amp;lt;br /&amp;gt; In Melsungen gibt es zwei Familien Braun, die Fabrikbesitzer sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier erwähnte Dr. Braun ist wohl der NSDAP-Gauwirtschaftsberater [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Braun_(Politiker,_1889) Dr. Rudolf Braun]. Als Inhaber der Uzara-Werke in Melsungen wird R. Braun auch „Uzara-Braun“ genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Der „andere Fabrikbesitzer Braun“, [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Braun_(Politiker,_1904) Otto Braun], war 1933 nicht promoviert.&amp;lt;/ref&amp;gt; ''aus Melsungen) konfrontiert zu werden. In meinem Berliner Protokoll vom 30. Juni habe ich behauptet, dass ein „getrübtes Bild“ betreffs der Walkemühle entstanden sei. Dafür ist der eben behandelte Zeitungsartikel vom 30. Juni ein wohl nicht zu überbietendes Beispiel.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Kassel, 4. Juli 1933.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''gez. Hermann Roos''&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Roos, Schweizer Fabrikant, „geborener Deutscher und seit 1890 englischer Staatsuntertan“, hat 1922 durch enorme Spenden den Bau des Akademie- und des Lehrgebäudes der Walkemühle ermöglicht und auch weiterhin die Philosophisch-politische Akademie finanziell und ideell unterstützt. Die hier wiedergegebene Richtigstellung ist eine Anlage zu diversen Schreiben und Unterlagen, die Roos der Geheimen Staatspolizei Berlin, Dezernat 7, direkt übergeben hat und die auch am 4. Juli an den Regierungspräsidenten in Kassel geschickt wurden (AdsD, Nachlass Minna Specht, 1MSAE000068). &amp;lt;/ref&amp;gt;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fußnoten und Hinweise bzgl. dieser „Richtigstellung“  wurden erstmals von Ralf Schaper am 20.2.2017 eingefügt und am 11.12.2017 nochmals überprüft.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Melsungen, 29. Juni ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_3.jpg|none|320px|Überschrift, 29. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(g) Als die nationalsozialistische Bewegung am 30. Januar den Staat in Besitz nahm, da war es mit ihr erstes Bestreben, den internationalen Ungeist, der sich im Lande breit machte, und der alles völkische Leben zu überwuchern drohte, mit Stumpf und Stiel auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Brutstätte kommunistischer Zersetzungsarbeit hatte sich die Walkemühle bei Adelshausen entwickelt, die in der Inflationszeit aus Privatbesitz in die Hände der „Philosophisch-politischen Akademie“ übergegangen war. Diese wurde von dem Philosophen Nelson, der hier bei der Walkemühle begraben liegt, begründet. Sie wurde zum Sammelbecken aller möglichen geheimnisvollen internationalen Gestalten. Das Gefährlichste war noch, daß dem Lehrer der Anstalt Dr. Wunder, vom Unterrichtsministerium die Erlaubnis zur Unterrichtserteilung an schulpflichtige Kinder erteilt worden war. So konnte man den Geist des Internationalismus ungehindert in jungen Kinderherzen träufeln und eine Seuche verbreiten, die langsam weiterfraß. Überall in den Nachbargemeinden wurden Gottlosenversammlungen abgehalten und Propagandaschriften vertrieben. Es ist kein Zufall, wenn z. B. die Zahl der marxistischen Stimmen noch bei der letzten Reichstagswahl in Adelshausen eine verhältnismäßig hohe war. Von dem Dunkel der Schule ist in die Öffentlichkeit nie viel gedrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher hatte die Mühle gewerblichen Zwecken gedient. Hier wurden in den 80er und 90er Jahren die weit und breit bekannten Melsunger Tuche gewebt. 60 bis 70 Arbeiter hatten Beschäftigung und führten mit ihrem kleinen Häuschen ein zufriedenes und auskömmliches Leben. Um die Jahrhundertwende ging die Weberei ein, weil die Fabriken in Melsungen mit ihren maschinellen Einrichtungen in die Höhe wuchsen und sich der mit Handstühlen arbeitende Betrieb nicht mehr halten konnte. Die Mühle wurde zu einer Holzwarenfabrik umgebaut und wechselte mehrmals ihre Besitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nahegelegenen Melsunger Stadtwald lieferte das Holz. Hauptsächlich wurden Handleiterwagen fabriziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch auch dieser Betrieb war für die Dauer nicht zu halten. In den ersten Kriegsjahren wurde die Fabrik stillgelegt. Dann ruhte in ihr jedes schöpferische Leben – bis in der Inflationszeit das internationale Lehrinstitut hier errichtet wurde, das soviel Unheil brachte. Der Hauptgeldgeber war der jüdische Seifenfabrikant Victor Wolff aus Schlüchtern, der laut der noch aufgefundenen Quittungen allmonatlich 1000 Mark gestiftet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. März wurde die Mühle von SA- und Hilfspolizei besetzt und das Hakenkreuzbanner gehißt. Nachdem die SA den Besitz von der Schule ergriffen hatte, ist sie nun wieder lauteren Zwecken zugeführt worden. Als Amtswalter- und SA-Führerschule soll sie eine Lehrstätte deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 178 wurde in der Walkemühle untergebracht. Am Sonntag abend 6 Uhr wird der neue Amtswalter-Kursus, der vom 2. bis 15. Juli dauern soll, festlich eröffnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern hatte die Kasseler Presse Gelegenheit, die Walkemühle zu besichtigen. Standartenführer Wagner-Besse und Gaugeschäftsführer Neuburg waren den Besuchern liebenswürdige Führer. Die drei Schulen des Gaues, Walkemühle, Marburg und Adelsbeck, die demnächst eröffnet wird, werden im Laufe der Zeit, die 6000 Amtswalter des Gaues in Kursen zusammenfassen. Die Lehrgänge werden 14 Tage dauern und nach eine Pause von acht Tagen werden wieder neue Schüler aufgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 37 2º HZ 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 2. Blatt der Kasseler Post - Sonnabend, den 1. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_4.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''g. Melsungen, 30. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits gestern teilten wir mit, daß die Walkemühle in der Nähe Melsungens am Sonntag ihrer neuen Bestimmung als Amtswalter- und SA-Führerschule übergeben wird. Wir gaben auch bereits einige Daten über das Schicksal der Walkemühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Besichtigung ergab, ist die Walkemühle für die Schulung der Amtswalter und SA-Führer sehr geeignet. Alle notwendigen Einrichtungen sind vorhanden. Die hier untergebrachten Kinder der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
philosophisch politischen Akademie wurden in allen denkbaren Fächern, sogar im Handwerk, unterrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da finden sich neben den üblichen auf das beste eingerichteten und mit Warmwasser und elektrischer Kraft versehenen Wirtschaftsräumen eine Schlosser- und Schreinerwerkstatt, ausgerüstet mit den besten Geräten und Maschinen, eine Turnhalle und ein chemisches Laboratorium. Im Unterrichtszimmer befanden sich neben jedem Schülertisch Wasser-, Licht- und Gasleitung. Außerdem hatte man eine Lichtanlage mit mehreren Turbinen angelegt, die von der vorbeifließenden Pfieffe gespeist wurden. 15 Elektromotoren und ein Dieselmotor sorgten für die nötige Kraft. Ein vier Morgen großer Garten schloß sich den Gebäuden an. In dem eigentlich erst 1932 von der Akademie errichteten Wohngebäude, befindet sich neben vielen Einzelzimmern ein großer Musiksaal und eine Bibliothek, die mit 5000 Bänden ausgestattet ist. Viel zersetzendes Material, aber auch wertvolle Bücher sind da zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit sind in der Walkemühle noch einige Melsunger Schutzhäftlinge untergebracht. Nach ihrer Aussage haben sie über die Unterbringung und Verpflegung nicht zu klagen. Welcher Geist in dieser kommunistischen Schule herrschte, beweist die Aussage eines neunjährigen Jungen, der Standartenführer Wagner auf eine religiöse Frage antwortete, daß Gottesglaube ein Märchen und Irrwahn der Menschheit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Amtswalter beginnt der erste Kurs am 2. Juli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig noch kommissarisch eingesetzt. Ihre endgültige Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchschnittlich werden 4 bis 6 Stunden Unterricht täglich erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Lehrer sind gewonnen: Rektor Blume-Melsungen Geschichte, Gaubetriebszellenleiter Stock-Kassel Arbeitsfragen, Dr. Müller-Hofgeismar Bauernfragen, Brühmann-Kassel Kassenfragen, Truppführer Beisner-Walkemühle Staatspolitik, Gauobmann des NS-Lehrerbundes Petersohn-Kassel die deutsche Schule, Kampfbundführer Bernhardt-Großalmerode Wirtschaftspolitik. Dr. R. Braun-Melsungen, Handelskammerpräsident, der kommende Ständestaat, v. Baumbach Selbstverwaltung, v. Dörnberg-Hausen hessische und deutsche Geschichte, Standartenführer Wagner Wesen und Aufgaben der SA., Chefredakteur Beinhauer-Kassel Pressefragen, Gauobmann des NS-Ärztebundes Dr. Harrfeldt Vererbungslehre und Bevölkerungspolitik, Stadtrat Moog-Kassel die Selbstverwaltung der Gemeinden, Propagandaleiter Gerland Propaganda, Ortsgruppenleiter Dr. Reinhardt-Melsungen 1. Kommunalpolitik (Etat, Gemeindeverwaltung usw.) 2. Ethik und Politik, Gauschulungsleiter Neuburg Arbeitsdienst, Kreisleiter Wisch-Melsungen Geschichte der NSDAP, Kreisbetriebszellenleiter Schneider-Melsungen Gewerkschaftsfragen, Landtagsabgeordneter Vetter landwirtschaftlicher Fachberater, Ostpolitik und deutsches Bodenrecht, Gauredner Löwie-Landau Führungsarbeit am Sprechabend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Amtswalter müssen an den Schulungskursen teilnehmen, ausgenommen die Kreisleiter und die Kreisschulungsleiter, die die neugegründete Reichsführerschule in Bernau besuchen.'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== 30. Juni 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_5.jpg|none|320px|Überschrift, 30. Juni 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wie bereits berichtet, wird am Sontag abend 6 Uhr in der Walkemühle der erste Amtswalter-Kursus, der vom 2. Juli bis 15. Juli dauern soll, eröffnet. Somit ist die Walkemühle, die früher eine internationale „philosophisch-politische Akademie“ beherbergte, und die am 28. März von der SA. besetzt wurde, wieder lauteren Zwecken zugeführt. Als Amtswalter- und SA.-Führerschule soll sie eine Lehrstätte neuen deutschen Führergeistes werden. Auch das Geschäftszimmer der Standarte 173 wurde in der Walkemühle untergebracht. Alle bisherigen Amtswalter sind vorläufig nur kommissarisch eingesetzt. Ihre volle Bestätigung erfolgt erst, wenn sie die Führerschule durchgemacht haben. Als Lehrpersonal für den ersten Kursus sind gewonnen:''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese längere Liste stimmt fast wortwörtlich mit derjenigen im obigen Artikel ''Das Rüstzeug zum Führer überein''. Daher wird hier auf den Abdruck verzichtet. RS]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Juli 1933 ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_ueberschrift_6.jpg|none|320px|Überschrift, 3. Juli 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Die feierliche Eröffnung der Amtswalterschule Walkemühle gestern abend, an der auch Landrat Freiherr von Gagern und Bürgermeister Dr. Schmidt teilnahmen, bedeutete einen Markstein in der Geschichte des ganzen Gaues Kurhessen der NSDAP. Nachdem Abordnungen der Stürme des Sturmbannes I/173 sowie der Jägersturm (Forstschule) Spangenberg auf dem Hofe der Walkemühle Stellung genommen hatten, traf Gauleiter Weinreich gegen 7 Uhr ein, und wurde begeistert mit Heilrufen empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gauschulungsleiter Neuburg begrüßte den Gauleiter, den Kreisleiter und seine Stabswalter sowie die SA.-Männer und die Schulungsteilnehmer. Der Grund und Boden der neuen Schule sei jahrelang eine Brutstätte des Bolschewismus gewesen. Man habe hier versucht, getarnt den Kommunismus in Deutschland vorzubereiten. Heute wehen über diesem Ort die Hakenkreuzfahnen und morgen wird hier die verantwortliche Arbeit der nationalsozialistischen Amtswalter beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine jahrelange Forderung, ein langer Wunsch, so betonte dann Gauleiter Weinrich, der am Nachmittag die Amtswalterschule in Marburg eröffnet hatte, ist mit dem heutigen Tage in Erfüllung gegangen. Wir haben jahrelang ohnmächtig zusehen müssen, wie in dieser Schule deutsche Jugend unter Führung von Juden mit dem Geist des Marxismus verseucht worden ist, und wie diese aufgehetzte Jugend versuchte, sich unserem Vormarsch entgegen zustellen. Deshalb ist es zu verstehen, daß gleich mit Beginn der nationalen Revolution sofort Hand auf dieses Grundstück gelegt wurde. Viele Pgg. konnte bei dem großen Vormarsch den Nationalsozialismus in seinem ganzen Wesen und Wollen nicht immer richtig erfassen. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, die Amtswalter zu schulen und ihnen ein Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Wir wissen, daß die Bewegung nach dem 30. Januar gewaltig gewachsen ist, man kann sagen, daß über 2 Millionen neue Mitglieder hinzugestoßen sind. Alle sind mit reinem Herzen und ehrlichen Willen zur Mitarbeit zu uns gekommen. Das eine ist gewiß, wir haben wohl die Macht, aber das größte Werk steht noch vor uns: Arbeit zu schaffen und das Volk freizumachen. Hierbei werden sehr oft unpopuläre Maßnahmen erforderlich sein. Dann muß der Führer wissen: Ich kann mich auf meine Bewegung verlassen. Meine Amtswalter und meine SA.-Männer gehen hinaus ins Land und versuchen die Massen des Volkes zu überzeugen von der nationalsozialistischen Idee. Heute gebe es nur einen Willen in Deutschland und was der Führer mache, sei richtig. Es gibt heute nur einen Mann in der Welt, der der größte ist, das ist Adolf Hitler. Die Klassen- und Parteiengegensätze seien überwunden und an ihre Stelle sei die Partei des Volkes getreten. Wir reichen jedem ehrlichen Deutschen die Hand, aber nicht um uns zu betrügen, sondern um mitzuarbeiten. Wir wollen versuchen, unserem Führer nachzueifern, denn dieser Mann ist trotz seiner Größe der einfache Mann aus dem Volke geblieben. Seine Rede endete mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Flaggenhissung und der Gesang des Horst Wesselliedes beschlossen den offiziellen Eröffnungsakt, der von flotten Märschen der Standartenkapelle umrahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann richtete noch Standartenführer Wagner eine Ansprache an die SA.-Leute und brachte auf den Gauleiter ein Sieg-Heil aus. Zum Schluß wurde dem Gauleiter von Horst Wagner, dem Sohne des Standartenführers, ein Bild von der Walkemühle, das von dem SA.-Mann Deisner gezeichnet worden ist, mit einem Blumenstrauß überreicht. Mit dem Bekenntnis für Hitler, das mit dem Kampflied: „Im Hessenland marschieren wir“ zum Ausdruck kommt, klang die Feier aus.''&amp;lt;ref&amp;gt;UB Kassel 38 ZA 2211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zum Lied ''Im Hessenland marschieren wir'' ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text resp. die Noten des damals wohl allgemein bekannten Liedes ''Im Hessenland marschieren wir'' sind im Internet (Suche am 20. 2. 2017) nicht einfach bzw. nur indirekt zu finden; im Dezember 2022 wurden dann mehrere Hinweise gefunden; insbesondere diese [http://www.aclorien.it/archiviocantipatriottici/song.php?id=5684 Seite] mit einem Hinweis auf ''Hermann Albert von Gordon''. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zu ''von Gordon'', der Umdichtung des Textes des sog. Argonnerwaldliedes und der Verwendung der Melodie sowohl durch die NSDAP als auch die KPD und den sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten] gibt diese [https://de.wikipedia.org/wiki/Argonnerwaldlied Seite] von Wikipedia Auskunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer will, kann sich mit diesen Informationen gegebenenfalls den menschenverachtenden Text des „Kampfliedes“ zusammenreimen!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Wehrertüchtigungslehrgang ==   &lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;##800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;in der Walkemühle im Herbst 1942.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Der [https://www.bernecker.de/ Bernecker-Verlag] übergab 2018 der [https://www.uni-kassel.de/ub/index.php Universitätsbibliothek Kassel] eine [https://blog.ub.uni-kassel.de/blog/2018/04/03/schenkung-schliesst-bestandsluecken/ große Spende] mit mehr als 150 [https://www.bernecker.de/kontakt/news/universitaetsbibliothek-kassel/ Drucken und Zeitungsbänden]. Darunter auch&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Unser ist der Sieg: Heimatbrief für die Kameraden im feldgrauen Rock&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;herausgegeben von der NSDAP, Kreisleitung Melsungen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1516697231135/1/ Vierzehn Ausgaben] (24, April 1942, bis 44, Februar 1945) sind von der Bibliothek eingescannt worden. &lt;br /&gt;
::In der Ausgabe 29/30 vom 1. Dezember 1942, Seite 242-243, gibt es den [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1516697387168/14/ Artikel] ''Aus der Arbeit der Hitler-Jugend'', der ausführlich über einen [https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrertüchtigungslager Wehrertüchtigungslehrgang] in der Walkemühle berichtet.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::Der Artikel enthält zwei Fotos; ein Bild ''Ein Lehrgang beim Flaggenhissen'' und eine Ansicht der Walkemühle ähnlich wie auf diesem [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/images/1/1d/Walkemuehle_1936.png Bild]. Gemäß einer Bemerkung im Text des Artikels passen in den Saal in dem Zwischentrakt 400 Personen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Einige Ausschnitte aus dem Text sollen Hinweise geben auf die Struktur derartiger Lehrgänge und Einblicke bieten in die damaligen Denk- und Sprechweisen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::Dazu zuerst als „Kostprobe“ der Text des [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/object/1516697387168/2/ Leitartikels] der Ausgabe 29/30:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Zum vierten Male in diesem Völkerringen sende ich Euch die besten Wünsche zur Wintersonnenwende. In Zuversicht wollen wir in das Neue Jahr hineingehen. Wir werden den Sieg erringen und die gute Ordnung in Europa aufrichten zum Segen aller Völker.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Unsere Siegesgewißheit gipfelt aber in der Tatsache, daß Adolf Hitler unser Führer ist, daß wir sein Volk sind, seine verschworene Gemeinschaft, die er formt und prägt, die er zum Siege führt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Euch allen im Geiste fest die Hand mit den herzlichen Wünschen für Euer Wohlergehen und dereinstige glückliche Heimkehr.&amp;lt;br /&amp;gt;Ich grüße Euch mit unserem alten Kampfruf „Heil Hitler!“ ''&lt;br /&gt;
:Euer Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. H. Reinhardt]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nun Auszüge aus dem Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Aus der Arbeit der Hitlerjugend===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Liebe Kameraden!&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Zu einem gewissen Mittelpunkt in der Arbeit der Hitler-Jugend im ganzen Gebiet [https://de.wikipedia.org/wiki/Gau_Kurhessen Kurhessen/14] ist die Walkemühle geworden, die in Eurem Heimatkreis liegt. Viele von Euch haben früher als Verantwortliche in der politischen Führung hier vielleicht erstmalig eine gründliche Ausbildung erfahren. Jüngere Kameraden von Euch sind in letzter Zeit vielleicht selbst schon als Führer 14 Tage oder auch drei Wochen hier gewesen. Allen wird in gleicher Weise die Walkemühle einmal ein Stück Heimat bedeutet haben und darüber hinaus als eine Erziehungsstätte des Nationalsozialismus in Erinnerung sein, die ihm schöne, vielleicht auch einmal harte Stunden gebracht hat. Um Euch nun einmal einen Überblick in unsere derzeitige Arbeit zu geben möchte ich kurz über das unterrichten, was in dem letzten Lehrgang gearbeitet wurde. Unsere Erziehungsaufgabe an der Jugend richtet sich in erster Linie nach den Erfordernissen, welche dem Lehrgang im Augenblick gestellt sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrgang der Führerschule der Hitler-Jugend dauert drei Wochen und es nehmen in erster Linie Führer der Gefolgschaften, Fähnlein und dessen Stellvertreter teil. Das Durchschnittsalter hat sich natürlich im Vergleich zu früheren Lehrgängen ganz herabgesenkt und liegt etwa bei 16½ Jahren.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Ziel des Lehrganges haben wir uns gesetzt, einmal die Führer mit dem notwendigen Grundwissen nationalsozialistischer Weltanschauung vertraut zu machen und darüber hinaus ihm Rüstzeug für seine verschiedenen Aufgaben zu geben, also die vormilitärische Wehrertüchtigung, die Schulungsarbeit, Kulturarbeit, der Sport und Dinge der praktischen Dienstgestaltung. Weltanschauliche Schulung und Kulturarbeit machen etwa ein Drittel der Zeit aus, ein weiteres Drittel der Stundenzahl hat die Wehrertüchtigung und die Schießausbildung zur Verfügung und das letzte Drittel der Sport und der Fachunterricht. Neben dieser Ausbildung läuft eine Formung des Charakters und eine planmäßige Ausbildung vorhandener Führeranlagen. Genau so wie Euch draußen ist es auch uns in der Erziehungsaufgabe der Hitler-Jugend jetzt erst recht klar, was es heißt, Führerpersönlichkeiten zu besitzen, und zwar in einer möglichst großen Anzahl im Gesamtvolk.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#BB7700&amp;quot;&amp;gt;Friedensmäßige Lehrkräfte der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 haben bis auf den damaligen Schulführer ihre Treue zum Führer mit dem Tod auf dem Schlachtfeld besiegelt.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Zeit stehen mir zur Seite drei ehemalige Hitler-Jugend-Führer, welche durch schwere Verwundungen D.U. [''d.h. dienstunfähig; R.S.''] entlassen wurden. Dazu kommen noch einige Kameraden, die noch den grauen Rock tragen, ebenfalls fast ausschließlich ehemalige Hitler-Jugend-Führer, die von der Wehrmacht für die Wehrertüchtigung abgestellt sind. Sechs Ausbilder haben also die Aufgabe, sich mit 110-120 Jungens, das ist die Stärke des Lehrganges, zu beschäftigen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als ich dem Lehrgang nach zwei Tagen mitteilen konnte, daß [https://de.wikipedia.org/wiki/Ritterkreuz_des_Eisernen_Kreuzes Ritterkreuzträger] Oberleutnant Henz von einem Kradschützenbatl. aus Stalingrad kommend bei uns weilen würde.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sichtbares Zeichen des Erfolges erhielten die Teilnehmer den K.-Schein, der Zeugnis über die vormilitärische Ausbildung gibt, das [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend-Leistungsabzeichen Hitler-Jugend-Leistungsabzeichen], das Schießabzeichen, oder aber auch den besten von ihnen die Berechtigung, für die Leistungsabzeichen Prüfungen abzunehmen. Mit neuer Kraft mögen in jedem Lehrgang immer wieder 100 kurhessische Hitler-Jugend-Führer in ihre Heimatorte gehen, um mit einer Gläubigkeit, einem Fanatismus ohnegleichen Künder nationalsozialistischen Lebens zu werden. Möge in ihrem Geist, der der Geist des politischen Soldaten ist, die Jugend immer wieder zum Kampf antreten, in dem Ihr jetzt in vorderster Linie steht, bis der Sieg unser ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Euch gebührt der Dank der Jugend, den wir in der Heimat durch unermüdlichen Einsatz nur zum geringen Teil abstatten können. — Nicht um einer Anerkennung wegen, sondern weil Eure Leistungen unvergleichlich sind. Weil Ihr diejenigen seid, die den Söhnen Eures Volkes, Euren eignen Kindern den Weg in eine schöne und starke Zukunft öffnet. So grüße ich Euch aus der Führerschule des Gebietes Kurhessen/14 Walkemühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erich Bischofs, Bannführer.&amp;lt;ref&amp;gt;Bann bezeichnete eine Gliederungsebene in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Altersgliederung_und_Regionalstruktur Hitlerjugend]. Demgemäß gab es [https://de.wikipedia.org/wiki/Hitlerjugend#Dienstgrade Bannführer] bzw. Ober-, Haupt-bannführer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Ein Desiderat: Aus der HJ in die NSDAP ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willi Schaper benutzte 1946 die leere Rückseite dieses Formulars für den Durchschlag eines Briefes.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im AdsD: 1/WSAQ; Brief vom 25.07.1946 an Heinrich Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei: XX_NSDAP_1944.jpg|none|600px| Formular der Hitler Jugend im Gebiet Kurhessen.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Zur besseren Lesbarkeit gegebenenfalls Grafik anklicken; dann erscheint das Formular größer.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Formular der Hitler-Jugend im Gebiet Kurhessen (14) als Empfehlung zum Eintritt in die NSDAP. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein Exemplar des Formulars wurde aufgefunden. Es stammt offensichtlich aus der Hinterlassenschaft der Hitler-Jugend in 'ihrer' ''Gebietsführerschule Walkemühle''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Formulierung &lt;br /&gt;
:''Es wird versichert, daß der Antragsteller freiwillig erklärt hat, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei beitreten zu wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
erinnert an Aussagen in der Debatte von 2007 um sog. un / freiwillige Eintritte in die NSDAP 1944. Mehrere Prominente, die HJ-Mitglieder gewesen waren, waren jedoch 2007 der Meinung, niemals in die NSDAP eingetreten zu sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dazu gab es in der überregionalen Presse etliche Artikel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die FAZ veröffentlichte am 02.07.2007 die [https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/walser-lenz-und-hildebrandt-all-diese-karteikarten-der-nsdap-1463545-p2.html Meldung]: ''Walser, Lenz und Hildebrandt: All diese Karteikarten der NSDAP''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Der Spiegel [https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bericht-ueber-nsdap-mitgliedschaft-hildebrandt-attackiert-focus-a-491823.html reagierte] ebenfalls am 02.07.2007 auf die Debatte mit dem ''Bericht über NSDAP-Mitgliedschaft – Hildebrandt attackiert &amp;quot;Focus&amp;quot;''.&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
:Die Welt brachte am 03.07.2007 den [https://www.welt.de/welt_print/article992726/Wann-war-ein-Mitglied-ein-Mitglied.html Artikel]: ''Wann war ein Mitglied ein Mitglied?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Die Welt  veröffentlichte einen Tag später  ein längeres [https://www.welt.de/kultur/article994879/Wie-kam-man-denn-nun-in-die-NSDAP.html Interview] mit dem Historiker [https://de.wikipedia.org/wiki/Armin_Nolzen Armin Nolzen] unter der Überschrift ''Wie kam man denn nun in die NSDAP?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Deutschlandfunk [https://www.deutschlandfunkkultur.de/nsdap-mitglied-wider-willen.1270.de.html?dram:article_id=191165 berichtete] schließlich ausführlich am 30.08.2009 unter der Überschrift ''NSDAP-Mitglied wider Willen?'' über ein [https://www.worldcat.org/title/wie-wurde-man-parteigenosse-die-nsdap-und-ihre-mitglieder/oclc/316002462&amp;amp;referer=brief_results Fischer Taschenbuch] ''Wie wurde man Parteigenosse?'', 2009 herausgegeben von [https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Benz Wolfgang Benz].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Buch mit dem [https://www.book2look.com/book/9783596180684 Inhaltsverzeichnis] enthält insbesondere auch einen Artikel von Armin Nolzen ''Vom »Jugendgenossen« zum »Parteigenossen« – Die Aufnahme von Angehörigen der Hitler-Jugend in die NSDAP''; (S. 123-150).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.taz.de/!704786/ TAZ] reagierte am 12.03.2009 auch [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Semler Christian Semler]  auf das Buch mit seinem Artikel&lt;br /&gt;
''Wie wurde ich Parteigenosse?''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bald danach [https://www.zeit.de/2009/26/L-P-Benz berichtet] Die Zeit: ''Und viele Fragen offen – konnte man Mitglied der NSDAP sein, ohne es zu wissen? Ein neues Buch bleibt die klaren Antworten schuldig, die es verspricht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein informativer Artikel vom Bundesarchiv Berlin vom Juni 2013 [https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Artikel/Ueber-uns/Aus-unserer-Arbeit/Textsammlung-NSDAP-Aufnahmeverfahren/zum-nsdap-aufnahmeverfahren.html Informationen zum Verfahren der Aufnahme in die NSDAP] behandelt in 'Teil 2 - Keine Aufnahme ohne Einzelantrag und Unterschrift' die hier angesprochene Problematik.&lt;br /&gt;
Der aktuelle (Dezember 2020) wissenschaftliche Kenntnisstand bzgl. dieser Fragen ist mir nicht bekannt. Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere: Konnte ein HJ-Mitglied ohne weiteres eigenes Zutun allein auf Grund der Meldung mit dem o.g. - oder einem ähnlichen - Formular 'Mitglied' der NSDAP werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweise sind willkommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Diese Texte zum „Ereignis“ Wehrertüchtigungslehrgang wurden im November 2018 bzw. Dezember 2020 eingefügt.]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Walkemühle von Mitte Mai bis Juli 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Augenzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeiten aufgeschrieben nebst dreier dazu passender Fotos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Meyer&lt;br /&gt;
=== Wiedersehen mit der Walkemühle - Mai 1945 ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im November 1976.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich kam in Tages- und Nachtmärschen nach Melsungen. Am 20. April habe ich abgerüstet, irgendwo im Wald südlich von Hamburg die Uniform ausgezogen, bin mit zivilen Brocken ohne Ausweis nach Süden gewandert.''&lt;br /&gt;
::''Der Übergang über Werra und Fulda war schwierig. Auf den Brücken standen US-Soldaten - auch befreite polnische Kriegsgefangene - die vermuteten in jedem männlichen Zivilisten einen getarnten SS oder SA-Mann.&lt;br /&gt;
::''Auf dem Wege nach Adelshausen besah ich mir erst die Trümmer der neuen Schule. Später erfuhr ich, dass von der Strasse bezw. der Brücke her US-Panzer auf das grosse Gebäude geschossen haben.''&lt;br /&gt;
::''Bei dem neuen Bürgermeister stellte ich mich vor als alter IJB- und ISK-Freund. Der Mann war skeptisch. Es begann bereits das „Zeitalter der Persilscheine“. Er holte einen alten Textil-Arbeiter, Gewerkschafter und SPD-Mann - Gen. Franke. Beiden erzählte ich dann von Minna Specht, von der ich wusste, dass sie mit den Kindern nach Dänemark - flüchten konnte. Weitere Erinnerungen - Zusammentreffen mit Rauschenplat bis 1937/38, ein Besuch in London 1938 bei Maria Hodan. Als ich noch erzählte, dass Erich Graupe in Adelshausen begraben sein müsste, glaubte man mir.''&lt;br /&gt;
::''Zunächst besorgte mir der Genosse Bürgermeister einen Ausweis für den Landkreis Melsungen. Mein Plan war, das Anwesen wieder herzurichten und vielleicht als Erholungsheim für die Kinder und Angehörige von KZ-Genossen einzurichten. Zunächst machte ich eine Bestands-Aufnahme.''&lt;br /&gt;
::''Die Walkemühle war - wie man mir sagte - zuletzt von einer H-J-Einheit besetzt als Ausbildungslager. Mit dem Näherkommen der US-Truppen setzte man sich ab. In den ersten Tagen nach der Besetzung des Landkreises Melsungen wurden die Räume der Walkemühle von einem Teil der Bevölkerung ausgeplündert Und zwar von den aus dem Ruhrgebiet und Kassel evakuierten Flüchtlingen, die ja nichts hatten und bei den Bauern auf dem Lande notdürftig in Schulen und Scheunen untergebracht waren. Betten, Schränke, Stühle, Textilien auch Öfen wurden regelrecht geplündert.''&lt;br /&gt;
::''Ich versuchte bei dem U.S.A.-Ortskommandanten in Melsungen vorsprechen zu dürfen, um mein Anliegen vorzutragen. Nach mehrtägigem Warten wurde ich vorgelassen. Da die verschiedenen Grossobjekte und Betriebe einen Treuhänder zugeteilt bekamen, erbat ich als Treuhänder, für die Walkemühle eingesetzt zu werden. Die Unterhaltung war erst sehr kühl. Ich wurde über meine Vergangenheit befragt. Als ich mich als Anti-Hitler vorstellte, nahm der Offizier die Füsse vom Tisch, schlug mit dem Revolver sehr hart auf den Schreibtisch und schrie laut, dass ich einen Schreck bekam.''&lt;br /&gt;
::''Der Interpreter'' [d.h. Übersetzer] ''sagte mir:''&lt;br /&gt;
::''99,9 % haben für Hitler gestimmt, heute kommen täglich Dutzende von Menschen und erklären. dass sie Anti-Hitler waren, er möchte doch endlich mal einen richtigen, leibhaftigen Nazi kennen lernen. Ich sei doch so einer und soll es doch zugeben.''&lt;br /&gt;
::''Der Ortskommandant war - wie ich nachhinein sagen muss, für US-Verhältnisse gebildet. Als ich dann etwas von der Walkemühle als internationale Schule mit humanistischen Zielen erzählte und dass die Schule deswegen aufgelöst wurde, Lehrer und Kinder nach England flüchten mussten, wurde die Situation entspannt, zumal der von dem gleichen Kommandanten eingesetzte Bürgermeister von Adelshausen alle meine Angaben bestätigte.''&lt;br /&gt;
::''Ich bekam ein Dokument als Treuhänder und einen Reise­Ausweis nach Ffm, um meine Frau zu holen.''&lt;br /&gt;
::''An Pfingstsamstag 1945 kam ich nach Neu-Isenburg. Am anderen Tag holte ich mein zugemauertes Auto aus der Garage. Politische Freunde in Offenbach beschafften mir einen Akku, sowie Zulassung und Benzin sodass ich nach drei Tagen nach Adelshausen fahren konnte.''&lt;br /&gt;
::''In Melsungen beschaffte ich mir eine Liste von ehemals aktiven SA-Leuten, etwa 18 Mann. Diese Männer mussten 6 Wochen täglich 8 Stunden Aufräumungsarbeiten auf der Walkemühle leisten.''&lt;br /&gt;
::''Die Tagesrationen im Sommer 1945 beliefen sich für den Normal-Verbraucher auf 750 Kalorien. Die ehemaligen SA-Männer mussten für die Trümmer-Beseitigung sich immerhin sehr anstrengen. Ich erhielt für die Trümmer-Beseitiger Sonder-Zuteilungen. Meine Frau kochte täglich einen Schlag Einheits-Suppe für jeden Mann.''&lt;br /&gt;
::''Mitte Juli etwa klopfte es eines abends recht laut an der Tür. Da das Türschloss beim Plündern beschädigt wurde, mussten wir die Tür zu unserer provisorischen Wohnung verbarrikardieren. Am Eingang des Hauses war ein Schild &amp;quot; OF LIMITS &amp;quot; angebracht. Soldaten konnten es also nicht sein. Immerhin, von dem Mann der vor der Tür stand, wurden wir sehr energisch angebrüllt - „Wann wir Nazi endlich die Schule räumen wollten.“ So ungefähr wurden meine Frau und ich begrüsst.''&lt;br /&gt;
::''Es war René Bertholee und seine Frau Hanna sowie ein Schweizer ([[#anmerkungen_rs1|1]]), in diplomatischem Rang, die uns so begrüssten. Das Missverständnis klärte sich schnell. Wir sollten bald Hilfe bekommen. Es kamen eine Woche später Hans ([[#anmerkungen_rs2|2]]) Mayr und Grete Mayr-Eichenberg aus Kassel.''&lt;br /&gt;
::''Einige weitere Wochen später kamen Willi Schaper und Frau, die in Hannover und Kassel ([[#anmerkungen_rs3|3]]) ausgebombt waren und sich bereit erklärten, den Wiederaufbau der Walkemühle vorzunehmen.''&lt;br /&gt;
::''Über die Errichtung der Erholungsstätte mit Unterstützung von Colis Suisse ([[#anmerkungen_rs4|4]]) wird Willi Schaper besser berichten können.''&lt;br /&gt;
''Den 9.11.1976 gez. Heini Meyer''&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen von Ralf Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs1&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1)  Nach dem nun folgenden, schon im Juni 1945 aufgeschriebenen Brief von Hanna und René Bertolet, war es ein Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;2)  Es war Max Mayr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs3&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;3) Beide stammten aus Hannover und waren in Kassel am 3. Oktober 1943 ausgebombt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;4)  Zu „Colis Suisse“ siehe etwa ab S. 207 bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Kägi-Fuchsmann, Regina&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das gute Herz genügt nicht. Mein Leben und meine Arbeit.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zürich: Verlag Ex Libris 1968.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Briefe von Hanna und René Bertholet an Willi Eichler, 14.6.1945 bzw.am 14. 7. 1945. ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juni und Juli 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Melsungen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle erlebten wir eine große Überraschung: Es war schon jemand da und mit dem Wiederaufbau beschäftigt, nämlich Heini Meyer aus Frankfurt. Die alte Mühle, das Lehrgebäude und der Verbindungsteil sind ausgebrannt (von den Nazis selber), die Akademie hat einen Artillerietreffer, der aber nicht allzu schwer zu reparieren ist. Außerdem ist sie vollkommen ausgeplündert (war verständlich, da sie ja eine Nazieinrichtung geworden war) und völlig verwohnt, weil zuletzt nicht mehr Führerschule, sondern so etwas wie vormilitärische Drillanstalt.''&lt;br /&gt;
::''Meyer hatte sich zum Treuhänder einsetzen lassen und jagt jetzt hinter den gestohlenen Sachen her, die er sich z.T. bezahlen läßt, um mit dem Geld die notwendigen Reparaturen machen zu können, das andere will er tragen, soweit es ihm reicht. Ihm schwebte vor, und für diesen Zweck bekam er auch wohl die Verfügungsgewalt, ein Heim für Kinder von Opfern des Naziterrors darin aufzumachen. Und er wartete täglich auf das Eintreffen Minnas [Specht]. Natürlich war er auch schon froh, daß wir erst mal kamen. Er faßt die Sache außerordentlich aktiv an, hat ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung in Adelshausen, die Minna in sehr guter Erinnerung haben und sich sehr deutlich der Abschiedsworte Minnas erinnern: „Entweder sind wir in ein paar Jahren wieder hier, oder wir haben den Krieg, auf den die Nazis zutreiben.“ Da sie recht behalten hat, steht sie nun besonders hoch im Kurs dort. Und alle haben sehr gebeten, die Freunde von der Schule sehr zu grüßen. Sie wollen sehr zum Wiederaufbau helfen. Und Heini Meyer hofft, Einrichtungsgegenstände etc. für den Heimbetrieb herbeischaffen zu können. Natürlich hätte er gern gesehen, daß wir blieben, aber wir hatten nur kurz Zeit. Aber unser amerikanischer Begleiter ging mit zum Kommandanten in Melsungen und bestätigte die Treuhänderschaft von Heini Meyer, so daß er vielleicht es etwas leichter haben wird für den Aufbau. Die Besatzungsbehörden sind selber am Aufbau interessiert, weil sie die Gebäude zunächst brauchen, um Zivilisten dort unterzubringen, die ihre Wohnungen zugunsten der Besatzungstruppen räumen mußten. Man hat aber unserem Freund versprochen, daß diese Benutzung nur von kurzer Dauer sein würde und wir dann über die Gebäude verfügen könnten. Es ist also möglich, daß wir in nicht allzu langer Zeit dort das fragliche Heim einrichten werden. Damit seid Ihr sicherlich einverstanden. Vielleicht werden wir es in Verbindung mit dem hiesigen Arbeiterhilfswerk machen, evtl. mit ein paar Schweizer Sozialfürsorgerinnen. Es wäre natürlich schon gut, wenn auch von dort jemand dazu kommen könnte.&amp;quot;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&lt;br /&gt;
14 .7. 1945&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lieber Willi! [Eichler]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hier also die Fortsetzung unseres Berichts. Wir waren in Kassel. Die Gewerkschaftsvorbereitungen scheinen dort im Verhältnis zu anderen Orten noch weit zurück zu sein. Es existieren erst in ganz geringem Maße Betriebsausschüsse. Alles Nähere darüber wirst Du aus einem Bericht entnehmen, den die Genossen für Dich bis zu Renés nächstem Kommen machen wollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In Kassel hörte ich, daß Willi Schaper seit einigen Tagen in der Walkemühle sei, um Heini Meyer beim Aufbau zu helfen. Auch Grete Eichenberg fährt einmal pro Woche zum Helfen hin. Als ich in die Walkemühle kam, war ich erstaunt, wie weit vorgeschritten die Arbeiten bereits waren. Das große Loch in der Bibliothek ist wieder geflickt, und zwar sehr geschickt. Durch Vermittlung des Landrats wurden Heini Meyer zehn Nazis zugewiesen, die Aufräumungsarbeit leisten. Ich sah sie in der alten Mühle und im Lehrgebäude arbeiten. Gemäß den Plänen des Bauunternehmers soll das Lehrgebäude bis Ende August wieder aufgebaut und gedeckt sein, was angesichts der heutigen Verhältnisse eine tüchtige Leistung sein würde. Es wird Euch interessieren, daß das Grundstück erweitert ist durch Hinzukaufen (durch die Nazis) von Land von der Domäne. So ist ein großer Platz hinter der alten Mühle, der sich sehr gut für die Anlage eines ordentlichen Sportplatzes eignet. Der Garten hinter der Akademie ist über die Pfieffe hinaus vergrößert worden und ist sehr gut in Ordnung. Da der jetzige Gärtner nicht ehrlich zu sein scheint, wollen die Freunde versuchen, Hildegard Zerbst zu bekommen. Willi Schaper wird jetzt die Aufbauarbeiten weiter leiten, da Heini Meyer zunächst nach Frankfurt zurückgeht. Aber er wird - je nachdem die Verkehrsverhältnisse es zulassen - hin und wieder nach dem Rechten sehen. Willi nimmt diese Aufgabe mit großer Begeisterung auf. Er ist dort mit Frau (Else Schlüter aus Hannover) und seinen beiden Kindern. Heini Meyer hat erreicht, daß die Mühle vorläufig nicht belegt wird mit Zivilisten (u.a. wegen technischer Schwierigkeiten). Durch Vermittlung von Grete Eichenberg sind sie dabei, mit der Stadt Kassel ein Abkommen zu schließen, um in der Walkemühle Kinder unterzubringen, die unter der Obhut der städtischen Fürsorge sind. Drei dieser Kinder sind schon dort, weitere sollen schon in absehbarer Zeit kommen. Die Zimmer oben in der Akademie sind für diesen Zweck bereits hergerichtet, sauber getüncht und mit Betten etc. versehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''(Die von den Leuten in Adelshausen z.T. gestohlenen Decken hat Heini Meyer dadurch wiederbekommen, daß er die Kinder selber mitgenommen hat zu den betreffenden Leuten, soweit er sie wußte. Außerdem hat er auch von den Einwohnern welche gespendet bekommen.) Bei der Suche nach Hilfskräften für Küche und Haus haben Grete und Heini an unsere Anna [Kothe] gedacht und sie gefragt, ob sie kommen wolle. Die Antwort steht noch aus; sie wird sich mit Jupp [Kappius] darüber beraten. Übrigens würde das Abkommen mit der Stadt Kassel nicht hindern, den ursprünglichen Plan zu verwirklichen, Kinder von Opfern des Nazismus in die Schule zu nehmen und ihnen dort ein wirkliches Heim zu bereiten. Aber da es zur Zeit noch nicht gelingt, diese Kinder zu bekommen (wegen der schlechten Post- und Reiseverbindungen ist es sehr schwer, mit den entsprechenden Menschen und Stellen Fühlung zu nehmen), scheint die jetzige Ausnutzung gegeben.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 75 ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handschriftliche Aufzeichnungen von Else Schaper ===&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben im Juli 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Else&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Im Garten ernten wir die ersten Radieschen und den ersten Schnittsalat als wir [in Waldkappel; RS] Besuch bekommen im Juni. Knut im Hemd und kurzer Bux läuft den Papa holen und dann wird gepackt, gepackt; nachdem wir vorher noch die 'Wohnung' gekündigt gekriegt haben durch’s Bürgermeisteramt. Früh am Montagmorgen starten wir; Ralf auf dem Schoß und Knut neben mir, Aufwiedersehen Waldkappel !!! Auf in die Walkemühle! Hochbepackt ist der Wagen; durch Hessisch-Lichtenau geht’s über Spangenberg, Mörshausen. Und dann halten wir Einzug, und es beginnt ein ganz neues Leben.''&lt;br /&gt;
::''Der Papa arbeitet im Haus und Knut muss immer „draussen bleiben“, weil so wichtige Besprechungen sind. Und der Papa und die Mama haben so wenig Zeit, obgleich Marianne im Haushalt hilft. Die ersten Kinder kommen, Gertrud, Christa und Hermann!''([[#anmerkungen_rs6|1]])  ''Und Höhndorfs Kinder werden Spielgefährten. Der Peter ist ganz fein, aber Michel krettet Knut oftmals und es gibt manche Träne. Mit den „Anstaltskindern“ – wer hat den Ausdruck wohl geprägt? geht es öfter in den Wald, nach Malsfeld zu Zahnarzt und zum Baden in die Pfieffe. Wenn er [gemeint ist Knut, 6½ Jahre; RS] mit den Mädchen zusammen badet, zieht er jetzt die Hose an, die Mädel sind katholisch, daher der Zwickel! Aber an einem Nachmittag läßt Knut lange auf sich warten, er badet nackend mit der Dorfjugend in der Pfieffe. Dazu braucht er die Buxe nicht.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;jump&amp;quot; id=&amp;quot;anmerkungen_rs6&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;1) Dies ist eine der seltenen Stellen, an denen Namen von Kindern überliefert sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher auch die Zuordnung bei den folgenden Fotos, die im Juni 1945 von Else Schaper aufgenommen wurden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR1.png|none|320px|Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.]]&lt;br /&gt;
Willi Schaper mit dem unten erwähnten DKW.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MeyeR3.png|none|320px|Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.]]&lt;br /&gt;
Die Kinder Christa, Gertrud und Hermann mit Hete und Heinrich Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:csm_MeyeR2.png|none|320px|Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.]]&lt;br /&gt;
Hete und Heinrich Meyer mit Willi Schaper in der Mitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto Else Schaper, Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgeschrieben 1991.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Eines Tages kam Knut dahin und sagte mir: „Da sind Leute da aus Kassel. Du mußt mal kommen.“ Es waren da Grete Eichenberg aus Kassel und Heinrich Meyer aus Neu-Isenburg. Heinrich Meyer war von Hamburg, wo er vom Militär entlassen war, über Melsungen gekommen und hatte sich erinnert, daß da in der Nähe wohl die Walkemühle sei. Er ist ausgestiegen, ging in den Trümmerhaufen der Walkemühle und erreichte von den Amerikanern die Treuhänderschaft dafür.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unsere Adresse hatte er so bekommen: Er wußte die Anschrift von Grete Eichenberg in Kassel, und sie hat Meyer auf uns aufmerksam gemacht. Vorher war noch eines Tages Bertholet in der Walkemühle erschienen und stellte sich vor als Vertreter der früheren Besitzer. Heinrich Meyer hatte darauf gemeint: „Es wird aber höchste Zeit, daß sich hier jemand sehen läßt.“ Bei Meyers Besuch hatten Else und ich uns dann innerhalb einer Viertelstunde kurz entschlossen, in die Walkemühle zu gehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mit Heinrich Meyer, der einen DKW zur Verfügung hatte, sind wir dann in die Mühle gefahren und hatten noch ein etwas unangenehmes Erlebnis: Vor Spangenberg war eine Kontrolle.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''In der Mühle sah ich dann den Trümmerhaufen. Das alte Mühlengebäude war verbrannt, das Lehrgebäude war ausgebrannt, in der Akademie war das Dach beschädigt und in der früheren Bibliothek war ein ziemlich großes Einschußloch von einer Granate.''&lt;br /&gt;
::[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem wir eine Transportmöglichkeit bekommen hatten, sind wir ungefähr Ende Juni 1945 in die Walkemühle gezogen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtfeste ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Über die Gefahren des Alkohols und andere Glaubensbekenntnisse&amp;lt;/big&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Richtfest mit Apfelwein, 20. Oktober 1945.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WM_Richtfest2.png|none|320px|Richtfest für das Dach. Foto aus Privatbesitz.]]&lt;br /&gt;
Richtfest des teilweise wiederaufgebauten Lehrgebäudes am 20. Oktober 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper; auch [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1316767275134/1/ UB Kassel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dokumente#.C3.9Cber_die_Walkem.C3.BChle| Zur Einstimmung]]: Berta Rode: ''Über die Walkemühle (1928)'':&lt;br /&gt;
::''Selber Verantwortung zu übernehmen und sich nicht einfach gängeln zu lassen von Meinungen, Sitten, Gewohnheiten oder auch von äußeren Gewalten, das ist in der Tat das Ziel und der Erfolg dieser Art von Erziehung. Kein Fleisch mehr zu essen, weil es auch ein Recht der Tiere gibt; die Kirche zu bekämpfen, weil sie das Recht des Menschen, zu einem selbständigen geistigen Leben zu erwachen, mit Füßen tritt; also gegen die Ausbeutung jeglicher Art die Kräfte anzuspannen, das ergibt sich für den in dieser Weise Erzogenen als eine unabweisbare Forderung.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem erwähnten Vegetarismus und dem Kampf gegen die Kirchen gehörten Abstinenz von Alkohol und Nikotin zu den unabdingbaren Forderungen an ISK-Mitglieder; diese Forderungen sind in dem Artikel von Berta Rode nicht explizit erwähnt. Der Artikel konnte nicht ohne das Placet von Willi Eichler und Minna Specht als Führern des ISK in einer Gedenkbroschüre zum Tode von Leonard Nelson erscheinen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Grete Eichenberg an Willi Schaper am 19. September 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Apfelmost bekomme ich 10 Liter für die Mühle. Anfang nächster Woche will ich sie holen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Anna Beyer an Willi Schaper 19. Oktober 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[https://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Eichler ''Willi Eichler''] ''hat mich gebeten, Dir ein Telegramm zu schicken, um Dir zu sagen, Du solltest keinen Alkohol zum Richtfest ausgeben. Apfelsaft und Kaffee würden genügen. Durch einen Brief von Willa [Eichenberg; RS] hatte er erfahren, dass ihr die Absicht habt, am Richtfest Wein auszuschenken. Es liegt ihm viel daran, dass das nicht geschieht. Leider sind im amerikanisch-besetzten Gebiet noch keine Telegramme erlaubt, ich versuche es deshalb mit einem Brief und hoffe, dass er Euch noch rechtzeitig erreichen wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Heinrich Meyer am 21. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gestern haben wir das erste Richtfest gefeiert. Leider haben wir noch keine Dachziegeln.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Anna Beyer am 26. Oktober 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich erhielt Deinen Brief leider einen Tag zu spät. Am Tage vorher war das Richtfest und wir haben zwar kein Gelage veranstaltet, aber Obstwein ausgegeben. Ich will das nicht entschuldigen, möchte aber trotzdem dir die Situation schildern, in der wir waren. Wir hatten nach langem Bemühen etwas zu essen aufgetrieben. Durch einen Unglücksfall ist uns das aber am Tage des Richtfestes verloren gegangen, und wir standen vor der Tatsache, den Teilnehmern nichts anderes bieten zu können, als Kartoffelsalat und Gemüse, an dem wir aber nicht die geringste Menge Fett bringen konnten. Das Richtfest ist dann trotzdem gut verlaufen. Für mich selbst hat es allerdings einen unangenehmen Beigeschmack behalten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Else Schaper, geschrieben im Herbst 1945.'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Richtfest wird gefeiert mit wunderbar gedeckten Tafeln und Salat, Salat … Knut [mein Bruder, sechs Jahre; RS] trinkt von dem bitteren Wein, er meint, er würde gut schmecken. […]  und er geht allein zu Weber [Bauer in Adelshausen; RS] um Milch zu holen und die schöne Sahneflasche zum Richtfest landet auf der Landstraße. „Mama, ich hätte sie bestimmt mitgebracht, aber sie ist mir hingefallen“.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Eichler (Welwyn Garden City) an Willi Schaper am 11. November 1945:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bekam, kurz ehe ich Deutschland wieder verliess einen Brief von Villa Eichenberg, in dem er etwas altklug-zynisch mitteilte, dass Ihr für das Richtfest, das damals in einigen Tagen stattfinden sollte, einige Flaschen nicht-alkoholfreien Weins gekauft hättet, die dann ausgeschenkt werden sollten. Ich liess Euch durch Anna B. telegraphieren, dass wir das keineswegs tun könnten, weil nicht einzusehen ist, warum gerade heute eine Schule sich mit solchen toerichten Angewohnheiten behaften sollte, die sie schon nicht mitmachte, als es in Deutschland weniger schlimm war als heute.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper an Willi Eichler am 29. November 1945:'''&amp;lt;br /&amp;gt;      &lt;br /&gt;
::''Bei dem Richtfest hab ich tatsächlich einen Fehler gemacht, wie Dir Anna wohl schon mitgeteilt hat. Leider kam Ihr Brief einen Tag zu spät, weil er durch die Zensur ging. Das Fest ist allerdings in ganz bescheidener Weise gefeiert worden und selbstverständlich ist dabei auch niemand aus der Rolle gefallen. Ich werde mit Dir darüber noch sprechen. Nun fehlen noch die Dachpfannen. Augenblicklich will ich versuchen Blech zu bekommen und daraus Dachpfannen pressen zu lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Willi Schaper in seinen Lebenserinnerungen, diktiert ca. 1990:'''&amp;lt;ref&amp;gt;Schaper, Willi&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Lehrgebäude war ausgebrannt und ich war froh, daß ich in Kirchhof einen alten Genossen fand, einen Zimmermeister, der uns den Dachstuhl aufbaute und etwas später habe ich dann noch von Mauser in Waldeck Blechplatten bekommen, um das Haus abzudecken. Für das übliche Richtfest hatten wir leider keinen Apfelsaft oder irgendwelchen anderen Fruchtsaft bekommen, aber ich habe irgendwo Apfelwein aufgetrieben. Damit und mit Kartoffelsalat mit etwas Schmand, den Else in Adelshausen aufgetrieben hatte, wurde das Richtfest gefeiert. Das veranlaßte Anna Beyer, das an Eichler zu berichten und wir bekamen dann einen schriftlichen Rüffel, daß wir da Apfelwein getrunken hatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;Ein &amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Richtfest''&amp;lt;/font&amp;gt; von welthistorischer Bedeutung&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;'''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Willi Eichler, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, am 9.10.1958:&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::&amp;lt;font color=&amp;quot;#702963&amp;quot;&amp;gt;''Mit dem Tode Pius XII. verliert die katholische Kirche einen ihrer größten Päpste und die Menschheit eine ihrer größten Persönlichkeiten.''&lt;br /&gt;
::'' '''...''' Die ungewöhnliche Größe Pius XII. liegt darin, daß er ein Höchstmaß an Strenge ein seinem hohen Priesteramt verband mit einem Höchstmaß an Bereitschaft politische Realitäten richtig, das heißt illusionslos einzuschätzen und mit ihnen um zugehen. '''...'''''&amp;lt;/font&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Eichler, Willi&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Tode Pius XII.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bonn: Sozialdemokratischer Pressedienst, 9. Oktober 1958, S. 1.&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständig nachzulesen unter: http://library.fes.de/spdpd/1958/581009.pdf &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Causa Die Nelson Gräber ==&lt;br /&gt;
Auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen befinden sich drei Grabstellen mit einer einzigartigen, teils verstörenden Geschichte. Lange waren sie hinter einer hohen, dichten Hecke versteckt. Die Hecke wurde 2019 abgeschnitten.&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Datei:GN1.JPG|none|320px|Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabstellen.]]&lt;br /&gt;
Links hinten die hohe Hecke, dahinter die drei Grabsteine. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- GN2.JPG falsche Datei --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN2.JPG|none|320px|Die drei Grabstellen. Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons..]]&lt;br /&gt;
Die drei Grabstellen.&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sollen die Gräber seien für Professor Dr. Leonard (1882–1927) Nelson, seinen Vater, dem Justizrat Dr. Heinrich Nelson (1854–1929), und für Erich Graupe (1903–1931).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Bericht existieren als Quellen teils detaillierteste Texte und viele Dokumente in mehreren Archiven. Es gibt Aussagen und Vermutungen von Betroffenen und berührende Bemerkungen in Briefen und Lebenserinnerungen, aber auch verstörende Gerüchte, die wohl leider einen wahren Kern enthalten. Offensichtlich sind auch Dokumente bisher unbekannt oder nicht mehr existent. Trotz intensiver Recherchen in diversen Archiven und weiterer Bemühungen ist es wahrscheinlich, dass einige Quellen und Hinweise bisher nicht gefunden wurden. Doch es lässt sich ein umfangreicher Überblick erstellen. An hier nicht erwähnten, belegten einschlägigen Mitteilungen bzw. Kenntnissen besteht also ein großes Interesse.&lt;br /&gt;
Die hier gezeigten Farbbilder wurden  - soweit nicht anders vermerkt - von Ralf Schaper aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;'''Inhalt:'''&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Der_J.C3.BCdische_Friedhof_in_Melsungen| DerJüdische Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Die_drei_Toten| Die drei Toten auf dem Friedhof der Walkemühle.]]&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson &lt;br /&gt;
** Heinrich Nelson &lt;br /&gt;
** Erich Graupe &lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Da_der_dauernde_Anblick_dieser_Gr.C3.A4ber_nichtarischer_Toten_unertr.C3.A4glich_sei.| Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Den_Friedhof_wieder_so_herstellen.2C_wie_er_war.| Den Friedhof der Walkemühle wieder so herstellen, wie er war.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Was_.C3.BCbrig_bleibt:_Resignation.2C_Trauer_und_Gedenken.| Resignation, Trauer und Gedenken.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Aktuelle_Fotos_vom_J.C3.BCdischen_Friedhof_in_Melsungen|  Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
* [[Ereignisse#Offene_Fragen| Offene Fragen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Jüdische Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN3.JPG|none|320px|Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.]]&lt;br /&gt;
Blick auf den Friedhof an der Fritzlarer-Straße.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN4.JPG|none|320px|Tafel am Eingang des Friedhofs. Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.]]&lt;br /&gt;
Tafel am Eingang des Friedhofs:&lt;br /&gt;
Jüdischer Friedhof für Melsungen und Umgebung. Erste Bestattung 1861. Letzte Bestattung 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1948 fand aber noch eine Urnenbestattung resp. „Urnenumbettung“ statt. Urnenbestattungen sind auf jüdischen Friedhöfen unüblich.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S.9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [http://www.alemannia-judaica.de/melsungen_friedhof.htm informativen Seite] zu diesem Friedhof bei [http://www.alemannia-judaica.de/index.htm Alemannia Judaica] werden die ''Nelson-Gräber'' ausführlich erwähnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch ''Jüdische Friedhöfe in Nordhessen – Bestand und Sicherung''&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms, Kleibl, S. 136-138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird neben detaillierten Angaben und vielen Fotos vom Friedhof in Melsungen auf den Seiten 136–138 gleich zweimal auf eine ''Familiengrabstätte der Familie Nelson'' hingewiesen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.hna.de/lokales/melsungen/suche-nach-wurzeln-837222.html Dieter Hoppe] aus Melsungen und [http://www.melsungen.de/Leben+in+Melsungen/B%C3%BCrgerservice/Mitarbeiter/G%C3%BCnther+Otto.html Otto Günther] von der Friedhofsverwaltung der Stadt Melsungen haben einen detaillierten Plan der Gräber des Friedhofes erstellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN5.jpg|none|320px|Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
Links unten ist der Bereich (ca. 6,5 m × 5 m) mit den Grabstellen von Heinrich und Leonard Nelson (146, 147) sowie von Erich Graupe (148) mit der umgebenden Hecke eingezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nummerierungen des Planes folgen dem [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v1245113 Gräberverzeichnis] des jüdischen Friedhofs in Melsungen, aufgenommen im August 1938.  Auf der letzten [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/digitalisatViewer.action?detailid=v1245113&amp;amp;selectId=45913992 Seite 35] finden sich unten diese Eintragungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN6.jpg|none|320px|Grabstelle 146 und 147]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Toten ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Leonard Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (11.7.1882–29.10.1927) entstammt einer Berliner Familie des wohlhabenden, liberalen Bildungsbürgertums mit [https://www.genealogieonline.nl/de/balogh-family-tree/I16449.php jüdischen Vorfahren] aus den [https://de.wikipedia.org/wiki/Mendelssohn_(Familie) Familien Mendelssohn] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Rebecka_Dirichlet Lejeune-Dirichlet].&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater, Dr. Heinrich Nelson (s.u.), hatte jüdische Vorfahren, die Mutter, Elisabeth Nelson, geb. Lejeune Dirichlet (1860–1920), war evangelisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Leonard Nelson wurde mit fünf Jahren am 13.6.1887 evangelisch getauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. August 1907 heiratete er Elisabeth Schemmann (1884–1954).&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 89, F. 477.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bzgl. der kirchlichen Trauung schrieb er an den Schwiegervater, einen Major: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''ich habe eine Bitte an Dich über die Wahl des Geistlichen. Ich kann nämlich eine kirchliche Trauung mit meinem Gewissen u. mit meinen Überzeugungen durchaus vereinigen, falls sie von einem entschieden liberalen Geistlichen vollzogen wird, aber auch nur in diesem Falle.''&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 90, F.483.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1909 lehnte es Nelson ab, seinen Sohn Gerhard taufen zu lassen. Die Ehe wurde am 5. April 1912 geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 91, F. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Sorgerecht für Gerhard wurde der Mutter übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1919 trat Leonard Nelson aus der evangelischen Kirche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 153, F. 868.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kämpfte gegen den gesellschaftlichen Einfluss der Kirchen und [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/nachlass/nachlass_n/nelson-le-info-jugend-bund.htm propagierte] daher Kirchenaustritte. &lt;br /&gt;
Es wird [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4  berichtet]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nelson hatte während eines Kirchenkonzertes sich lange vergeblich bemüht, seine Beine zwischen den engen Kirchenbänken bequem unterzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Diese Bänke sind nicht für so lange Beine eingerichtet. – Schon ein Grund, um aus der Kirche auszutreten!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum seinem Tod am 29.10.1927 erscheinen zum 50.Geburtstag am 11. Juli 1932 in der Tageszeitung des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK), [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/funke.html Der Funke,] auf [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf drei Seiten] einige [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 Gedenkartikel] aus der Sicht enger ISK-Genossen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eichler.html Willi Eichler]:  [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Die Not der Zeit. - Zwei falsche Deutungen und eine richtige''], &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/heckmann.html Gustav Heckmann]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Die Wissenschaft des Sozialismus – eine Charakterfrage''],&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
von [http://www.magnus-hirschfeld.de/institut/personen/dr-med-et-phil-arthur-kronfeld/ Arthur Kronfeld]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=3 ''Warum ist uns Leonard Nelson zum Vorbild geworden''] und&amp;lt;br /&amp;gt;von [http://www.uni-heidelberg.de//fakultaeten/philosophie/zo/sinologie/shan/nl-archiv/2017_NL91.html#3 Chi yin Chen]: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320712.pdf#page=4 ''Leonard Nelson und Konfuzius'']. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erscheint in der Ausgabe des ''Funken'' vom 13.7.1932 ein Artikel von Rpt [das ist das Kürzel für [https://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/eberhard.htm Hellmuth von Rauschenplat]] über eine Gedenkfeier in Berlin anlässlich Nelsons 50. Geburtstages: [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320713.pdf#page=11 ''Wir setzen Nelsons Kampf fort''].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Artikel [http://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19321029.pdf#page=2 ''Ernst und Heiterkeit. Zu Leonard Nelsons Todestag am 29. Oktober 1927''] von [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/specht.html Minna Specht] erscheint im ''Funken'' am 29.10.1932.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sowohl bei der [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/leonard-nelson/ Philosophisch-Politischen-Akademie] gibt es eine Seite zu Leonard Nelson als auch bei den ''Proceedings of the'' [http://www.friesian.com/nelson.htm ''Friesian School.'']&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Philosophie und Pädagogik Leonard Nelsons existiert umfangreiche [http://www.worldcat.org/identities/find?fullName=Leonard%20Nelson Literatur]. [http://www.joergschroth.de/ Jörg Schroth] hat eine detaillierte [http://www.joergschroth.de/nelson/nelsonbibprim.html Liste] von und zu Nelsons Schriften zusammengestellt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Beteiligung Nelsons an den Gründungen des Internationalen Jugendbundes (IJB) bzw. des ISK liefern ausführlichere Darstellungen die Dissertation von Werner Link (1964)&amp;lt;ref&amp;gt;Link&amp;lt;/ref&amp;gt; und der längere Aufsatz von Karl-Heinz Klär (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Klär, S. 310–360&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Archiv der sozialen Demokratie (Bonn) gibt es dazu einen umfangreichen [http://archiv2.fes.de/objekt_start.fau?prj=fes&amp;amp;dm=Bestand&amp;amp;ref=424 Aktenbestand].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch mit dem Titel ''Um etwas zu erreichen, muss man sich etwas vornehmen, von dem man glaubt, dass es unmöglich sei: Der Internationale Sozialistische Kampf-Bund (ISK) und seine Publikationen.'' von Heiner Lindner (2006) umfasst [http://library.fes.de/pdf-files/historiker/03535/buch-kap0.pdf 270 Seiten] (pdf).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt; &amp;lt;big&amp;gt;Zentraler Ort des IJB und des ISK war die Walkemühle.&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/font&amp;gt; &amp;lt;/b&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN7.jpg|none|600px|Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walkemühle bei Adelshausen bei Melsungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA030337&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fachwerkbau links war die alte Mühle; dahinter verdeckt das sog. Lehrgebäude; rechts das sog. Akademiegebäude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während eines Aufenthaltes dort im Herbst 1927 erkrankte Leonard Nelson schwer. Er wurde in die Universitätsklinik Göttingen eingeliefert, wo er am 29. Oktober starb; wie es hieß, an Lungenentzündung und Überarbeitung. Willi Eichler, als bisheriger Sekretär von Leonard Nelson, berichtete am 8. November 1927 den Ortsvereinen (OV) des ISK in dem Monatsbericht J/10/27:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD), Bestand IJB/ISK 4/IJBISK0018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Am Dienstag, den 1. November haben wir Leonard Nelson auf dem Friedhof in der Walkemühle begraben. Wir haben von einer Feuerbestattung abgesehen, da diese infolge Fehlens einer dahingehenden ausdrücklichen letztwilligen Verfügung zu kostspielig geworden wäre, und da Nelson in seinem Testament besonders gewünscht hat, die Bestattung so wenig kostspielig wie möglich zu halten. Dieser Versuch – wie überhaupt das Bestreben, die Bestattung im Sinne des Verstorbenen zu halten, – hat uns auch veranlasst, von allen besonderen Begräbnis-Feierlichkeiten Abstand zu nehmen. Und wir haben deshalb auch keine besondere Mitteilung an Euch gelangen lassen.&lt;br /&gt;
::''Natürlich wollen wir aber in den OV eine &amp;lt;u&amp;gt;Gedenkstunde&amp;lt;/u&amp;gt; für Nelson abhalten.''&lt;br /&gt;
::''Die &amp;lt;u&amp;gt;Nachfolgerin Nelsons&amp;lt;/u&amp;gt; ist Minna Specht''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen wurde das Grab am oberen, nord-östlichen Rand des Geländes der Walkemühle eingerichtet und mit einem einfachen Stein aus Granit versehen. Die Inschrift auf der Vorderseite enthält nur den Namen; auf der Rückseite sind die Lebensdaten (1882-1927) eingemeißelt. Der Grabstein existiert noch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN8.jpg|none|320px|Die Gräber von [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ Heinrich] und [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Leonard] Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Fotomontage]]&lt;br /&gt;
Die Gräber von Heinrich und Leonard Nelson auf dem kleinen Friedhof auf der Walkemühle. Fotomontage.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotomontage aus [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434444242968/1/LOG_0000/ zwei] kleinen [https://orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/image/1434445387613/1/LOG_0000/ Bildern].&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN9 neu.jpg|none|320px|Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein. Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.]]&lt;br /&gt;
Rücklauf des Wassers in die Pfieffe aus der Turbine im Akademiegebäude der Walkemühle. &lt;br /&gt;
Ein schwarzer Zaun mit einer Pforte ist am rechten Rand des Bildes auf ca. 1/3 der Höhe zu sehen. Das muss die Umzäunung für die dahinterliegenden Gräber gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Dank an Frau Ingrid Treskow, Hamburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leonard Nelsons Wohnsitz war in Göttingen im Nikolausberger Weg 61.&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Er war in der Walkemühle nie polizeilich gemeldet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kaspar Greb stammt ein Gedicht [[Dokumente#Zu_Nelsons_Tod| ''Zu Nelsons Tod'']].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:NG10_l.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Nelson im Archiv der sozialen Demokratie FA029484.jpg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Plastik der Totenmaske Leonard Nelsons ist abgebildet in einem Artikel über eine Göttinger Ausstellung [http://www.euchzumtrotz.de/front_content.php?idart=68 Euch zum Trotz] im Jahre 2008 zum Gedenken an die [http://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/frames/fr_isk-gliederung.html nationalistische Bücherverbrennung] vom 10. Mai 1933.&amp;lt;br /&amp;gt;Diese Plastik war während der Nazi-Zeit von den ISK-Genossen Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Plastik ist jetzt Teil der der Sammlung von Politiker-Porträts im Willy-Brandt-Haus wie dankenswerter Weise die Kuratorin der Sammlung [https://www.vorwaerts.de/artikel/leonard-nelsons-totenmaske-willy-brandt-haus berichtete].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN10.jpg|none|320px|Totenmaske von Leonard Nelson. Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.]]&lt;br /&gt;
Plastik der Totenmaske von Leonard Nelson.&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstsammlung Willy-Brandt-Haus, Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Trotz intensiver Recherche konnte nicht ermittelt werden, wer die Rechte am Bild hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN12.jpg|none|320px|Heinrich und Leonard Nelson. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie.]]&lt;br /&gt;
Heinrich und Leonard Nelson.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA029701.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Nelson&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; (geb. 9.3.1854) war in Berlin Justizrat und siedelte 1923 in die Walkemühle über, wo er vom 30.7.1923 bis zu seinem Tode am 25.4.1929 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Geschichte und Herkunft der Familie Nelson liefern Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke, S. 51 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hieronimus&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 91 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch schon oben bei den Hinweisen zu Leonard Nelson erwähnt, detaillierte Informationen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Wochen (22.3.1929) vor Heinrich Nelsons Tod schickte Willi Eichler aus Göttingen einen Brief in die Walkemühle und bat Julie Pohlmann&amp;lt;ref&amp;gt;Julie Pohlmann war zu der Zeit bei Abwesenheit von Minna Specht die Leiterin des Landerziehungsheims.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bitte, gib den beiliegenden Entwurf zu einer Anleitung für die Abfassung von Testamenten an Vater Nelson; er möchte es auf seine Brauchbarkeit hin durchsehen und mir gelegentlich zurückschicken.''&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 4/IJBISK0028.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper hat am Todestag, 25.4.1929, die [http://dfg-viewer.de/show/?tx_dlf%5Bpage%5D=7&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fdigitalisate-he.arcinsys.de%2Fhstam%2F920%2F5192.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;cHash=ea0e7e6b7776b8187a6bf73e6a1f6c2d gesetzlichen Formalitäten] auf dem zuständigen Standesamt in [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] erledigt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAMR Bestand 920 Nr. 5192 &lt;br /&gt;
Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1929, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN13.jpg|none|320px|Die Sterburkunde.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abschrift der Sterbeurkunde:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25. April 1929.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute, / der Persönlichkeit nach bekannt, / der Schlosser Wilhelm Schaper  / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / und zeigte an, daß der Justizrat Doktor / Heinrich Nelson, verheiratet gewesen /  mit der verstorbenen Elisabeth Nelson /  geborene Lejeune-Dirichlet, 75 Jahre alt, / wohnhaft in Walkemühle bei Adelshausen / geboren zu Berlin am 9. März 1854, / zu Walkemühle bei Adelshausen /  am fünfundzwanzigsten April des Jahres / tausend neunhundert zwanzig und neun / Vormittags um drei Uhr / verstorben sei. Der Anzeigende erklärte / daß er aus eigener Wissenschaft / von dem Sterbefall unterrichtet sei.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wilhelm Schaper''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Übereinstimmung mit dem Hauptregister beglaubigt''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Mörshausen am 25ten April 1929.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Standesbeamte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Jakob.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson verfasste den Roman „Ahasvers Wanderung und Wandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson, 1922&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der 2. Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Text links unten auf der Anzeige: &amp;quot;In dem vorliegenden Buch wird die alte Legende vom ewigen Juden neu umgestaltet. Mit einem enormen Wissen, ohne irgend welchen Gelehrtendünkel, schildert der Verfasser verschiedene Momente der Weltgeschichte, in denen seine Phantasie Ahasver eine Rolle spielen läßt. Mehr als literarische Bedeutung hat deshalb dieses Werk mit seinen scharfsinnigen, originellen historischen Auffassungen, meines Erachtens wissenschaftlichen Wert .... &lt;br /&gt;
Unbeirrt von den Wertungen der modernen Kultur tilgt Nelson die Sitten und Prinzipien unserer Zeit, von aufrichtiger Wahrheitsliebe und den edelsten sittlichen Beweggründen geleitet. In dieser Hinsicht hat das Werk eine Tendenz, die mutig verteidigt wird: 'Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit auf Erden unzerstörbar zu erhalten.'&amp;quot; &lt;br /&gt;
(&amp;quot;Deutsche Wochenzeitung für die Niederlande&amp;quot; vom 16. November 1924.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN14.jpg|none|320px|Umschlagseite der Monatszeitschrift ISK (ISK, 2. Jg., Heft 4 April 1927) findet sich diese Anzeige]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ISK-Heft vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; enthielt eine lose [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin gibt es auf Seite 6 eine längere „Leseprobe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Nelson, 1922, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20a.jpg|none|320px|Seite 6 einer Anlage in ISK,3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der Text aus einem Dialog mit einem Papst endet mit diesen Sätzen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kann ich, der ich gern meine Irrtümer, sobald ich sie entdecke, ablege, Glied einer Vereinigung'' [d.h. der katholischen Kirche, RS] ''werden, deren Lebensprinzip die Verewigung des Irrtums ist? Du wirst zugeben, daß solches für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist''.&lt;br /&gt;
[https://www.guenter-dammann.de/ Günter Dammann] veröffentliche 2019 den [https://www.guenter-dammann.de/files/publikationen/heinrich-nelsons-ahasver-roman.pdf Aufsatz] ''Heinrich Nelsons Ahasver-Roman. Ein Anekdoton aus der Geschichte der Philosophie Leonard Nelsons''. &amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Schon diese Überschrift weist auf einen wohlformulierten Text hin, der neben einer literaturhistorischen Einordnung auch eine lesenswerte Inhaltsangabe des Romans enthält. Auf seiner Internetseite [https://www.guenter-dammann.de/publikationen/erstveroeffentlichungen Erstveröffentlichungen] berichtet Dammann in einer ''Glosse'' zudem über die Entstehung seines Aufsatzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum  Auffinden des Aufsatzes sei Folgendes berichtet: Bei der Kontrolle der Links ''dieser Walkemühle-Seiten'' fiel auf, dass die [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/ Philosphisch-Politische Akademie] insbesondere ihre [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Seite] mit den Mitgliedern der PPA hat überarbeiten lassen. Früher waren die Texte zu einzelnen Personen direkt verlinkt, was nun leider nicht mehr der Fall ist. Also wurde auch nach neuen Links zu ''Hanna Bertholet'' gegoogelt und mit einiger Geduld erfreulicher Weise ein Hinweis auf den Aufsatz von Dammann gefunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Heinrich Nelson übersetzte Dichtungen von Michelangelo. Ab 1909 erschien der über 300-seitige Band in mehreren Auflagen bei Diederichs in Jena.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/michelangeolo-dichtungen/oclc/257961947&amp;amp;referer=brief_results Michelagniolo Buonarroti, Dichtungen].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN16.jpg|none|320px|Michelagniolo Buonarroti. Dichtungen.]]&lt;br /&gt;
In einem antiquarisch erworbenen Exemplar enthält die Titelseite eine handschriftliche Anmerkung zu Heinrich Nelson ''gestorben am 25.4.29, 3h früh in der Walkemühle.'' Diese Anmerkung stammt wahrscheinlich von Theo Hüpeden,&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 589.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
der das Exemplar auf der ersten Umschlagseite am 7.2.1928 seiner Frau Grete gewidmet hat.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem dem ISK nahestehenden Verlag „Öffentliches Leben“ erschien 1927 von Heinrich Nelson die Übersetzung des Berichtes von Henri Barbusse „Die Henker“ über den seinerzeitigen Faschismus in Rumänien.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbusse&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; [http://wiki.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage], [S.4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN17.jpg|none|320px|Beilage zu ISK 3.Jg. Heft 2. Februar 1928. S.4.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin übersetzte Heinrich Nelson: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gu_Hongming Ku Hung-Ming]: Vox clamantis. Betrachtungen über den Krieg und anderes.&amp;lt;ref&amp;gt;Ku Hung-Ming&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Aufsätze von Heinrich Nelson sind in „ISK“, der Zeitschrift des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes, erschienen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Die europäische Hölle, S. 129–137, Heft 8.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Der Faszismus im Selbstbildnis, S. 10–20, Heft 1,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Das wahre Gesicht des Faszismus, S. 35–46, Heft 2,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Ein neues Bild von Jesus, S. 163–165, Heft 9.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson war ein Kenner der Werke Beethovens und spielte wohl sehr gut Klavier. Die Rede ''Beethoven, der Mensch'' gehalten auf dem siebenten Bundestag des Internationalen Jugend-Bundes 1925 in der Walkemühle ist 1927 veröffentlicht als Broschüre.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch: ISK, 2. Jg., Heft 12, Dezember 1927, 4. Umschlagseite &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928, [S. 7].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN18.jpg|none|320px|Verweis auf Beilage zu ISK, 3.Jg. Heft 2, Februar 1928. [S. 7]. ]]&lt;br /&gt;
Ein Manuskript der Rede ist vorhanden für den geplanten Tagungsband über den Ausbildungskurs 1925 des Internationalen Jugendbundes in der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv Berlin, Nachlass Leonard Nelson, Ordner BArch N 2210/256, S. 100–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe dazu  [[Ereignisse#Der_Ausbildungskurs_und_Bundestag_des_Internationalen_Jugendbundes_im_August_1925_in_der_Walkem.C3.BChle| Der Ausbildungskurs des IJB 1925 in der Walkemühle.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson besaß eine umfangreiche, sehr wertvolle Bibliothek.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN19.jpg|none|320px|Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925). Signatur HN rechts unten. Foto. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342]]&lt;br /&gt;
Heinrich Nelsons Zeichnung eines Zimmers seiner Wohnung in der Walkemühle (ca. 1925), Signatur HN rechts unten.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA030342&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über &amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;Erich Graupe&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; ist nur wenig bekannt. Er war ISK-Mitglied und lebte zeitweilig in der Walkemühle, wo er vom 24.5.1924 bis 20.6.1927 polizeilich gemeldet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr, S. [3].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN20.jpg|none|320px|Erich Graupe. Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912. Foto ca. 1920.]]&lt;br /&gt;
Erich Graupe.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie: 6/FOTA029912 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Foto ca. 1920.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verfasste mehrere Artikel für der Monatszeitschrift des ISK:&lt;br /&gt;
* ISK, 1. Jg., 1926.&lt;br /&gt;
** Beobachtungen aus dem Reichstag, S. 71–73, Heft 4.&lt;br /&gt;
* ISK, 2. Jg., 1927.&lt;br /&gt;
** Was kostet uns der Bürgerblock? S. 64–68, Heft 4,&lt;br /&gt;
** Stresemann gegen Stresemann, S. 85–87, Heft 5,&lt;br /&gt;
** Leonard Nelson zum Gedächtnis, S. 221–222, Heft 12.&lt;br /&gt;
* ISK, 3. Jg., 1928.&lt;br /&gt;
**Kapitalismus über Afrika. S. 179–182, Heft 11.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/dokumente/Beilage_ISK_3_Jg_Heft_2_1928.pdf Beilage] des ISK-Heftes vom Februar 1928,&amp;lt;ref&amp;gt;ISK 3.Jg. Heft 2, 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt es auf Seite 5 diese Ankündigung:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN15.jpg|none|320px||Seite 5 einer Anlage in ISK, 3 Jg. Heft 2, 1928]]&lt;br /&gt;
Der entscheidende Satz lautet:&lt;br /&gt;
::''Der sozialistische Kulturkampf soll nicht nur dem Aberglauben an die Dreieinigkeit, er soll auch dem Aberglauben an die historische Notwendigkeit gelten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Honecker hing am 5.8.1989 dem Aberglauben immer noch an: „Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.“&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Honecker, 5.8.1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das genaue Datum des Todes von Erich Graupe im Jahr 1931 ist nicht bekannt; auch über die Einäscherung und die Bestattung der Urne auf der Walkemühle fehlen Dokumente.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Da der dauernde Anblick dieser Gräber nichtarischer Toten unerträglich sei. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1933 wurde die Walkemühle von Polizei und SA [[Ereignisse#Die_.E2.80.9EBesetzung.E2.80.9C_der_Walkem.C3.BChle_am_14._M.C3.A4rz_1933| besetzt]]. Am [[Ereignisse#Er.C3.B6ffnung_der_Amtswalterschule_am_1._Juli_1933| 1. Juli 1933]] eröffnete die NSDAP ihre Amtswalterschule.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über etliche Formulierungen in den Dokumenten bzgl. der im Folgenden geschilderten „Umbettung“ der Gräber auf der Walkemühle kann wohl nur spekuliert werden. Einige Hinweise dazu lassen sich jedoch ableiten aus der damaligen formaljuristischen Lage. Diese wird geschildert bei Wirsching in dem Aufsatz „Jüdische Friedhöfe in Deutschland 1933-1957“&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und mit übereinstimmenden Argumenten bei Heinemann in ''Die jüdischen Friedhöfe in Hessen''.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinemann, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::1938 […] ''resümierte der Oberbürgermeister von Erfurt, was er mit einer Vielzahl von Amtskollegen für ein vordringliches Anliegen hielt: „Dem Streben, den Juden im öffentlichen Leben nicht mehr in Erscheinung treten zu lassen, ist auf einem Gebiet noch nicht Rechnung getragen: dem Friedhofswesen. Wohl in fast allen größeren und mittleren Städten haben die jüdischen Kultusgemeinden eigene Friedhöfe. Diese liegen z, T. an hervorragenden Stellen des Stadtgebietes oder doch an wichtigen öffentlichen Wegen, so daß sie von Vorübergehenden eingesehen werden können.'' [...] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Dieser Zustand, der für viele andere Städte ähnlich sein wird,&amp;lt;b&amp;gt;&amp;lt;font color=&amp;quot;#888888&amp;quot;&amp;gt; ist nicht mehr länger zu ertragen.&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;/b&amp;gt; Der Einzelne muß es als eine Belästigung empfinden, an dem Friedhof vorbeizugehen und während einer nationalsozialistischen Feierstunde auf jüdische Gräber und vielleicht sogar Trauerfeiern blicken zu müssen. Die bisherigen Bestrebungen, diesem offensichtlich unerträglichen Mißstand durch eine Verlegung des Friedhofs zu begegnen, mußten an der Unzulänglichkeit der derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen scheitern. Ich halte nunmehr den geeigneten Zeitpunkt für eine den heutigen Anschauungen angepaßte gesetzliche Regelung für gekommen und bitte, darauf hinzuwirken. daß die erforderlichen Maßnahmen schon jetzt – wenn nötig im Verordnungswege – getroffen werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] ''So oft von kommunaler Seite die Schließung eines jüdischen Friedhofs angeregt wurde, so regelmäßig mußte die Geschäftsstelle des Deutschen Gemeindetages dies abschlägig beantworten.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach geltendem Recht war die Schließung eines Friedhofs, sofern sie nicht vom Träger selbst gewünscht wurde, nur aus gesundheitspolizeilichen Gründen möglich.''&amp;lt;ref&amp;gt;Wirsching, S. 8–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnliche Ausführungen bzgl. der Einebnung des Jüdischen Friedhofs in Fulda finden sich auch bei Nadine Freund.&amp;lt;ref&amp;gt;Freund, S. 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird mehrfach auf die [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4762896&amp;amp;icomefrom=search#metaheader Akte] 180 Melsungen Nr. 3729 im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwiesen&amp;lt;br /&amp;gt;''Titel: Landerziehungsheim Walkenmühle bei Adelshausen. Laufzeit: 1932-1938. Enthält: Schließung des Heims wegen kommunistischer Tendenz sowie Beschlagnahme der Mühle für die Neueinrichtung als Führerschule.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Deckel.jpg|none|320px|Deckel der Akte HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.]]&lt;br /&gt;
Deckel der Akte 180 Melsungen 3729, Bl. 1-319.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Zitaten wird jeweils die Blattnummer aus der Akte angegeben; bei Transkriptionen wurden einige Schreibfehler korrigiert. Durch die teils ausführlichen Zitate soll insbesondere auf die Diktionen der damaligen „Verwaltungen“, also Ortsbürgermeistern, dem Pfarrer von Mörshausen, dem Gemeindeältesten der Synagogengemeinde Melsungen, dem Landrat von Melsungen, dem Regierungspräsidenten von Kassel, preußischen Ministerien und Führern der SA bzw. NSDAP-, hingewiesen werden. Es gibt unterschiedliche Sprechweisen, je nachdem, wer mit wem korrespondiert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Blatt 4&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; der Akte ist ein Brief von Minna Specht vom 15. Juni 1932 an den Regierungspräsidenten Friedensburg in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Sie werden verstehen, dass die politische Entwicklung uns in mehr als einer Hinsicht mit Sorge um die ruhige Weiterentwicklung der Schule [in der Walkemühle] erfüllt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon am folgenden Tag antwortet &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 4v.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der Regierungs-Präsident:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''teile ich mit, daß mir von irgendwelchen Schwierigkeiten des Landerziehungsheims Walkemühle nichts bekannt geworden ist. Ich kann mir auch nicht recht vorstellen, worin diese Gefahr bestehen sollte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dokumente der Akte präzisieren eine Formulierung von Hieronimus:&amp;lt;ref&amp;gt;Hieronimus, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nach der Übernahme der Schule durch die Nationalsozialisten 1933 wurden die Leichen auf den jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Formulierung ist zwar formal richtig, doch sie gibt leider leicht zu Missverständnissen Anlass, wie es sich deutlich bei Franke&amp;lt;ref&amp;gt;Franke S. 224, F. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Bezug auf Hieronimus zeigt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1933 wurde der Leichnam Nelsons von den Nationalsozialisten, die die Walkemühle besetzt hatten, auf den Jüdischen Friedhof in Melsungen gebracht.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23.5.1934 wird die [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/gesch_0.html#top Philosophisch-Politische Akademie] &lt;br /&gt;
enteignet. Zu Gunsten des Landes Preußen wird das Gelände der Walkemühle eingezogen mit Ausnahme einer Parzelle 74.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6.4.1934 schreibt der Landrat von Melsungen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Gagern_(Landrat) Freiherr von Gagern], u.a. an den Regierungspräsidenten in Kassel, an die „Verwaltung der Walkemühle“ und an das Amtsgericht Melsungen: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, besonders darauf zu achten, dass von der Parz. 74 nur der westliche Teil enteignet wird, da der östliche Teil in Grösse von etwa 3 ar als Friedhof für die früheren Besitzer der Walkemühle dient. Der Friedhof ist s.Zt. durch Verfügung vom 13. April 1927 –A.II.Nr.2294/27- landespolizeilich genehmigt worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident, [https://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_von_Monbart Konrad von Monbart] &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe ausführlich: Freund, S.80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kassel, verlangt vom Landrat in Melsungen am 25.1.1935:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hinsichtlich der in Frage kommenden Grundstücke ist mir ein Grundbuchauszug einzureichen. Da ich den Friedhof nicht zu enteignen beabsichtige, ersuche ich diesen besonders kenntlich zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== September 1935 ====&lt;br /&gt;
Am 16. September 1935 werden die sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze Nürnberger Gesetze] verkündet. Am 4. Oktober 1935 berichtet der Landrat an den Regierungspräsidenten in Kassel: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Leiter der Gauführerschule I, Gauinspekteur und Standartenführer Wagner, in der Walkemühle bei Melsungen, hat beantragt, die auf Parzelle 74 Abtl. I, Gemarkung Adelshausen beigesetzten Toten, Justizrat Nelson und Prof. Nelson umzubetten,da es für die Gauführerschule und die Lehrgangsteilnehmer der dauernde Anblick dieser Gräber {staatsfeindlicher} nichtarischer Toter unerträglich sei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Restparzelle mit den Gräbern von Vater und Sohn Nelson verbleiben grundbuchamtlich im Eigentum der Phil.pol.Akademie. Durch Verfügung des Geheim.Staatspolizeiamts Berlin vom 18.2.35 – II 1 a II Nr. 31333/213/35 – ist die phil.-pol.Akademie e.V. mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten worden. Das Vermögen der Organisation wurde beschlagnahmt. Danach ist das Eigentumsrecht an der Parzelle 74 nunmehr auch auf den Preuss.Staat übergegangen. Der Umbettung stehen gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Entscheidung, ob dem Antrag stattgegeben werden soll. Gegebenenfalls bitte ich um Zurverfügungstellung der erforderlichen Mittel.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:265.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiterhin schreibt Landrat von Gagern an Herrn Gau-Inspekteur Wagner, Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf Ihren fernmündlichen Antrag vom 2.10. d.J. wegen Umbettung der beiden Toten auf Parzelle 74 der Liegenschaften der Walkemühle teile ich ergebenst mit, dass ich beim Herrn Regierungspräsidenten um Entscheidung gebeten und Bereitstellung der erforderlichen Mittel beantragt habe. Sobald die Entscheidung bekannt ist, werde ich weitere Nachricht geben.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21.11.1935 kommt eine Antwort aus dem Preußischen Innenministerium an den Regierungspräsidenten in Kassel: &lt;br /&gt;
::''Ich erkläre mich bereit, die für die Umbettung erforderlichen Mittel aus Kap.39 Tit. 30 des Haushalts der allgemeinen Finanzverwaltung für das Rechnungsjahr 1935 zur Verfügung zu stellen, und ersuche ergebenst, mir die Höhe des Betrages demnächst anzuzeigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:267v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 12.12.1935 zitiert der Landrat von Melsungen den Bürgermeister der Dorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/Adelshausen_(Melsungen) Adelshausen], auf deren Gebiet die Walkemühle liegt, zu sich aufs Amt:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
::''Es ist beabsichtigt, die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Ich ersuche, deswegen im Laufe der nächsten Woche hier vorzusprechen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Vermerk vom 23.12.1935 stellt daraufhin fest:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Gemeinde Adelshausen lehnt es ab, die beiden Nelsons auf ihren Friedhof umzubetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es war also im Dezember 1935 offensichtlich noch möglich, dass ein Bürgermeister eines kleinen Dorfes dem vorgesetzten Landrat widersprach!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die intensiven Vorbereitungen laufen dessen ungeachtet weiter; zuerst zur Kostenübernahme: Das Jährlichkeitsprinzip der Haushalte bereitet Probleme: RP Kassel am 20.12.1935 an das Preussische Innenministerium in Berlin: &lt;br /&gt;
::''Die Verhandlungen wegen der Umbettung der Toden auf der Friedhofsparzelle der Walkemühle nehmen voraussichtlich noch geraume Zeit in Anspruch. Auch ist vor dem Eintritt frostfreien Wetters die Umbettung unmöglich. Ich bitte daher um stillschweigende Befristung bis zum 1.4.1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Landrat Melsungen an den Bürgermeister Adelshausen am 23.12.1935: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche um Bericht, ob der Justizrat Nelson und der Professor Nelson dort verstorben sind. Wenn nicht ist festzustellen, wo sie gestorben sind. Gegebenenfalls ist anzugeben, ob sie an einer ansteckenden Krankheit verstorben sind. Die Unterlagen müssen beim Leichenbeschauer oder dem zuletzt behandelnden Arzt eingesehen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 269.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;2015 konnte ich vom mittlerweile zuständigen Standesamt von [https://de.wikipedia.org/wiki/Spangenberg Spangenberg] ohne Mühe die Bestätigung bekommen, dass mein Vater 1929 beim damals zuständigen Bürgermeisteramt des Nachbardorfes [https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6rshausen_(Spangenberg) Mörshausen] die standesamtlichen Formalitäten bzgl. des Todes von Heinrich Nelson erledigt hat. Siehe auch oben den Auszug aus dem Sterberegister.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 16.1.1936 geht der Schriftwechsel weiter: der Landrat in Melsungen an die Polizeidirektion in Göttingen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche Nelsons soll ausgegraben und auf einem anderen Friedhof beigesetzt werden. Zu diesem Zwecke bitte ich um Mitteilung, ob Nelson an einer ansteckenden Krankheit gestorben ist oder welches die Todesursache war.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit hier bekannt, hat Nelson noch einen Bruder. Ist dessen Anschrift dort festzustellen? Evtl. bitte ich diese anzugeben. Falls sonstige Verwandte ermittelt werden können, bitte ich deren Anschrift ebenfalls anzugeben. Ich möchte ihre Wünsche für die Umbettung der Leiche des ehem. Prof. Nelsons und des auf den Grundstücken der „Walkemühle“ gleichfalls beerdigten Justizrats Nelson, der in Adelshausen verstorben ist, berücksichtigen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 270.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein handschriftlicher Vermerk des Einwohnermeldeamtes Göttingen vom 24.1.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Prof. Leonard Nelson, geb. 11.7.82 in Berlin, ist laut Auskunft des hies. Standesamts vom 29.10.27 an Lungenentzündung, Pneumonia verstorben''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Verwandte des Verstorbenen mit Namen Nelson sind hier nicht gemeldet. Die geschiedene Frau Elisabeth Nelson, geb. Schemmann, geb. 16.7.84 in Spatten [?, unleserlich], u. Gerhard Nelson, geb. 7.5.09 in Göttingen (Sohn der Eheleute Nelson) gelangten am 10.6.1910 nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Westend Westend] bei Berlin, Branitzerstr. 1, zur Abmeldung.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:271.jpg&lt;br /&gt;
Image:271v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februar 1936 ====&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat der Landrat eine Entscheidung getroffen, am 12.2.1936 schreibt er:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1) An Herrn Med.-Rat Dr. Schurian in Melsungen.''&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::: 1) ''Justizrat Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 2) ''Professor Leonard Nelson,''&lt;br /&gt;
::: 3) ''Erich Graupe(?).''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''beerdigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen zu 1) und 2) sollen ausgegraben und auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen beigesetzt werden. Bei der zu 3) genannten Person soll es sich um die Asche handeln, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden soll''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Justizrat Nelson ist an Altersschwäche, Leonard Nelson an Lungenentzündung, Pneumonie verstorben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18. April 1933 Ministerialblatt für die preuß. innere Verwaltung I Seite 497- bitte ich um Übersendung eines Zeugnisses darüber, ob und unter welchen Bedingungen die Ausgrabung und Überführung der Leichen gestattet werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Umbettung der Toten im Interesse des Staates vorgenommen werden soll, dürften Kosten für die Ausstellung des Zeugnisses nicht in Betracht kommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem Friedhof der Walkemühle sind 3 Personen beerdigt. Die Leichen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei einem der Toten soll es sich um die Asche eines Erich Graupe handeln. Es ist beabsichtigt, diese nach dem Friedhof in Adelshausen zu überführen. Die entstehenden Kosten werden auf die Staatskasse übernommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir spätestens bis zum 25.Februar 1936 mitzuteilen, ob gegen die Überführung der Asche nach dem Friedhof in Adelshausen Bedenken bestehen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:274.jpg&lt;br /&gt;
Image:274v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das folgende Dokument&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterlässt Zweifel und Bedenken. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:275.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 275]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Abschrift:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Melsungen, den 10. &amp;lt;s&amp;gt;Januar &amp;lt;/s&amp;gt;Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::275&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorgeladen erscheint der Gemeindeälteste der Synagogengemeinde Melsungen, Kaufmann Julius Levy Melsungen und erklärt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe keine Bedenken dagegen, wenn die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten beiden Juden''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::1) ''Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::2) ''Professor Nelson''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''auf den jüdischen Friedhof in Melsungen überführt und dort begraben werden. Ich setze jedoch voraus, daß der Synagogengemeinde Melsungen dadurch keine Kosten entstehen. Weiter bitte ich zu gestatten, daß nach der Überführung der Toten auf dem jüdischen Friedhof in Melsungen das sogen. rituelle Gebet gesprochen werden darf. Irgendwelche anderen Bemerkungen kämen nicht in Frage. Das Gebet würde entweder der hiesige jüdische Religionslehrer Löwenstein oder der Landrabbiner aus Kassel sprechen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da auf dem jüdischen Friedhof jedes Grab mit einem Gedenkstein versehen ist, bitte ich zuzulassen, daß auch die beiden Gräber Nelson mit einem für uns kostenlosen Stein versehen werden, auf denen nur die Namen, die Geburts- und Sterbedaten einzuhauen sind.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung der Leichen bitte ich  nicht an Samstagen oder jüdischen Feiertagen vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''v.g.u.unterschrieben:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Julius Levy''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aufgenommen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Steinbrecher.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Abschrift.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17.2.1936 meldet sich das für den Adelshäuser Friedhof zuständige Evangelische Pfarramt der Nachbargemeinde Mörshausen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das dortige Schreiben v.12. ds.Ms. wegen der Überführung der Aschenurne des verstorbenen Erich Graupe von der Walkemühle nach dem Friedhof Adelshausen teile ich mit, daß an sich [!!!] gegen die Überführung keine Bedenken bestehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ebenso bitte ich mir von dem Zeitpunkt der Überführung Mitteilung zu machen.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin der Landrat Melsungen am 20.Feb.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf das Schreiben vom 17. d.Mts. Tgb.Nr.623.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Kirchengemeinde werden Kosten für die Grabstätte des Erich Graupe nicht entstehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Zeitpunkt der Umbettung werde ich Ihnen demnächst noch mitteilen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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Image:277.jpg&lt;br /&gt;
Image:277v.jpg&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Staatliche Gesundheitsamt an den Landrat: 21.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Zum Schreiben vom 12.2.1936 -L I- betr. Ausgrabung von Leichen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich halte es für notwendig, dass mir noch mitgeteilt wird, woran und wann die zu 1 und 2 in Frage kommenden Personen gestorben sind. Wenn möglich, bitte ich ferner noch um Mitteilung der Bodenverhältnisse des Platzes, an dem die Leichen liegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vorbehaltlich dieser noch fehlenden Unterlagen halte ich die Ausgrabung für unbedenklich, wenn ein Desinfektor die Ausgrabungen mitüberwacht und Leichenreste, falls sie noch nicht völlig verwest sind, nach sachlichen Gesichtspunkten (evtl. Einschlagen in desinfizierte Tücher) transportieren lässt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Amtsarzt:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr. Schurian''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Medizinalrat''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat: An das Staatliche Gesundheitsamt in Melsungen: 28.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf die Zuschrift vom 21.Februar 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Leonard Nelson ist am 29.Oktober 1927 verstorben. Der Todestag des Justizrats Nelson ist aus den hiesigen Vorgängen nicht ersichtlich, fällt aber in die Jahre nach 1927. Die Todesursache beider Personen ist aus Abs.2 meines Schreibens vom 12.Februar 1936 -L.I.- ersichtlich.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bei dem Friedhof der Walkemühle handelt es sich um tiefgründigen Lehmboden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, mir nunmehr die an die Ausgrabung und Überführung der Leichen zu stellenden Bedingungen baldigst mitzuteilen. Die Umbettung soll noch im Laufe des Monats März 1936 vorgenommen werden.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== März 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen an mehrere Adressaten am 13.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1.) An den Herrn Bürgermeister in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen folgender auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Personen sollen ausgegraben und nach anderen Friedhöfen überführt werden:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''1. a) Justizrat Nelson,		nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. b) Prof. Leonard Nelson	nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Erich Graupe		        nach dem Friedhof in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Als Termin zur Ausgrabung und Überführung der Leichen bestimme ich Dienstag, den 31.März 1936.''&amp;lt;ref&amp;gt;Die Gelder für die Kosten der „Umbettung“ waren bis zum 1.April 1936 genehmigt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Hinweis auf die Polizeiverordnung über das Leichenwesen vom 18.April 1933 –MbliV.I S.491- ersuche ich dabei folgendes zu beachten:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Die Ausgrabung ist so frühzeitig zu beginnen, daß die Überführung der Leichen noch am gleichen Tage möglich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Mit der Ausgrabung der Leichen ist der Totengräber oder eine andere geeignete und bereite Person zu beauftragen. Evtl. wollen Sie sich mit dem Arbeitsamt in Melsungen wegen Vermittlung solcher Personen in Verbindung setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) Die Ausgrabung der Leichen ist durch den Desinfektor Seitz-Melsungen mit zu überwachen. Dieser ist von mir benachrichtigt und ferner ersucht, Desinfektionsmittel in ausreichenden Mengen zum Waschen der Hände usw. der beteiligten Personen mitzubringen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) Wenn die alten Särge schon schadhaft sind, wollen Sie die zur Beförderung notwendigen Särge anfertigen lassen, jedoch ohne irgendwelchen Anstrich oder Verzierungen u. dergl. In diesem Falle kommen nur feste, gut abgedichtete Holzsärge, deren Böden mit einer reichlichen, etwa 5-10 cm hohen Schicht aufsaugender Stoffe versehen sind, in Frage.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''6.) Zur Beförderung der Leichen nach Melsungen ist ein Leichenwagen zu benutzen (in Melsungen vorhanden). Die Beförderung der Aschen-Urne des Erich Graupe (nach dem Friedhof Adelshausen) dürfte ohne Schwierigkeiten möglich sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''7.) Die Leichen sind bei der Beförderung durch eine zuverlässige Person zu begleiten. Diese ist dafür verantwortlich, daß die Beförderung möglichst ohne Unterbrechung bis zum Ziele durchgeführt wird, daß die Leiche von dem Gefährt, auf dem sie befördert wird, ohne triftigen Grund nicht abgeladen wird, daß das Gefährt bei einem unvermeidlichen Aufenthalt möglichst schnell auf einem abgesonderten Platze im Freien aufgestellt und am Bestattungsort selbst unmittelbar nach der Ankunft zu der Bestattungsstelle (Friedhof) geführt wird.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''8.) Sämtliche entstehenden Kosten, die sich selbstverständlich nach tariflichen oder ortsüblichen Sätzen zu richten haben, werden auf die Staatskasse übernommen.-Die Rechnungen sind mir bis zum 5. April 1936 vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''9.) Für die ordnungsmäßige Durchführung aller in Betracht kommenden Maßnahmen usw. sind Sie verantwortlich. Etwaige Schwierigkeiten würden hier rechtzeitig zur Sprache zu bringen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''10.) Die Herrichtung der beiden Grabstätten in Melsungen wird von mir veranlaßt. Für die Grabstätte des Erich Graupe ist das Erforderliche von Ihnen zu veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''11.) Die würdige und kostenlose (laufende) Unterhaltung der Grabstätte des Graupe ist mir demnächst noch anzuzeigen. Auf meine Verfügung vom 20.Februar 1936 -L.I.- nehme ich Bezug.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Pfarramt in Mörshausen, die israelitische Gemeinde in Melsungen und die Gauführerschule „Walkemühle“ sind benachrichtigt. Rechtzeitig vor Beginn der Ausgrabungsarbeiten wollen Sie den Leiter der Gauführerschule (nochmals) in Kenntnis setzen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''2.) An Herrn Kreisdesinfektor Seitz in Melsungen.(Brauerei). […]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und ersuche, die Ausgrabung usw. mit zu überwachen. Leichenreste sind, falls sie noch nicht völlig verwest sind, in desinfizierte Tücher einzuschlagen. Die erforderlichen Desinfektionsmittel, auch zum Waschen der Hände usw. der Beteiligten, wollen Sie mitbringen''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabung usw. leitet der Bürgermeister''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 281, weiter auf Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''in Adelshausen. Diesem ersuche ich Ihre Kostenrechnung nach Erledigung des Auftrages zuzuleiten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3.) An Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schreiben vom 17.Februar 1936 -Tgb.Nr.623.-&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leiche des auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Erich Graupe soll am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe Ihnen hiervon Kenntnis.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''4.) An die Herren Gemeindeältesten, z.Hd. des Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unter Bezugnahme auf die mündliche Besprechung vom 10.Februar 1936 gebe ich Ihnen davon Kenntnis, daß die auf dem Friedhof der Walkemühle beerdigten Leichen des''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Justizrat Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) Prof. Leonard Nelson,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''am Dienstag, den 31.März 1936 ausgegraben und nach dem jüdischen Friedhof in Melsungen überführt werden sollen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte, zu veranlassen, daß die Gräber rechtzeitig hergerichtet werden, damit die Beisetzung der Leichen nach ihrer Ankunft unverzüglich erfolgen kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Überführung nach Melsungen wird der Bürgermeister in Adelshausen veranlassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Bis zum 5.April 1936 sind mir die Rechnungen über die auftretenden Kosten vorzulegen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''5.) An die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich gebe hiervon Kenntnis und bitte, den Beteiligten das Betreten der Grundstücke der Gauführerschule zu gestatten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Ausgrabungsarbeiten leitet der Bürgermeister in Adelshausen.''&lt;br /&gt;
[…] &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 282.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:282.jpg&lt;br /&gt;
Image:282v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minna Specht schreibt aus Haastrup, Dänemark, am 24.3.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An das Landratsamt Melsungen zu Händen Herrn von Gagern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Durch Zufall höre ich von dem Gerücht, dass eine Ueberführung der Särge von Professor Nelson und seinem Vater von der Walkemühle nach Melsungen beabsichtigt ist. Eine solche ansich schon unerklärliche Massnahme wäre mir umso unverständlicher, als ich durch Sie persönlich in einem Schreiben vom 30. August 1934 (JG 13a) davon unterrichtet worden bin, dass der Herr Regierungspräsident in Kassel auf eine Anfrage von mir ausdrücklich erklärt hat: „Der Friedhof ist von der Enteignung ausgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte höflich, mir umgehend eine aufklärende Antwort zuteil werden lassen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Hochachtungsvoll.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284. Ein Durchschlag des Briefes liegt auch im Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 1/MSAE 000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:284.jpg|none|320px|Minna Specht. Brief]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort zu diesem Brief vom 28.3.1936, siehe Blatt 284f, weiter unten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne dass die Gründe für den Stopp der Aktion nachvollziehbar sind, schreibt der Landrat am 26. März 1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An 	a) den Herrn Bürgermeister in Adelshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''b) Herrn Kreisdesinfektor Seitz-Melsungen (Brauerei),''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''c) Herrn Pfarrer Sauer in Mörshausen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''d) Herrn Gemeindeältesten Julius Levy in Melsungen,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''e) die Gauführerschule „Walkemühle“ in Adelshausen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Im Nachgang zu meinem Schreiben vom 13. März 1936-L.I.1337- gebe ich davon Kenntnis, daß die Ausgrabung der auf dem Friedhof „Walkemühle“ beerdigten Personen und ihre Überführung nach den Friedhöfen in Adelshausen bezw. Melsungen am Dienstag, den 31.März 1936 &amp;lt;u&amp;gt;nicht&amp;lt;/u&amp;gt; stattfindet. Etwa eingeleitete Vorarbeiten sind sofort einzustellen.&amp;lt;br /&amp;gt;Weitere Nachricht wird zu gegebener Zeit folgen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left-bilder-gn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:283.jpg&lt;br /&gt;
Image:284v.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Landrat von Melsungen: 28.3.1936.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht, Haastrup (Fyn), Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 24.3. teile ich mit, dass die Phil.Pol. Akademie mit Wirkung vom 18.2.1935 aufgelöst ist. Danach ist das Eigentum an Parz. 74, auf der sich die Gräber befinden, auf den Preuss. Staat übergegangen. Eine Umbettung nach dem israelit. Friedhof in Melsungen ist beabsichtigt, weil ein Verbleiben auf der Walkemühle schon im Interesse der Gräber nicht angebracht erscheint [handschriftliche Einfügung; mehrzeilig: Gräber außerhalb der öffentlichen Friedhöfe können überhaupt nur unter ganz besonderen Umständen, die hier nicht vorliegen, im öffentlichen Interesse geduldet werden.] &amp;lt;s&amp;gt;und auf dem Friedhof in Melsungen eine Pflege der Gräber stattfinden wird.''&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich bitte um Mitteilung ob Sie &amp;lt;s&amp;gt;mit&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: gegen] dieser Regelung &amp;lt;s&amp;gt;einverstanden sind.&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: Einwendungen geltend machen haben.]''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) V.W. nach Abg. (Bericht an Reg.Präs.)''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''30. März 1936''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Paraphe des Landrats von Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Die handschriftlichen Änderungen stammen wohl vom Landrat; &amp;lt;br /&amp;gt;durchgestrichene handschriftliche Bemerkung am Rand der Seite:]&amp;lt;br /&amp;gt;aber auch aus ansonderen Gründen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 284v.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:286.jpg|none|320px|]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1936 ====&lt;br /&gt;
Am 1. April trifft beim Landrat ein Schreiben vom 31.3.1936 der Rechtsanwälte Hilmer Wicker, A. Kunath, Dr. Emmalene Bulling und Kurt Müller aus Bremen ein:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, Østrupgaard p. Haarstrup, Fünen, hat mich gebeten, Ihnen das Folgende vorzutragen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Auf dem zum Grundstück der Walkemühle gehörenden Friedhof befinden sich die Gräber von Herrn Professor L. Nelson, Justizrat Heinrich Nelson und ein Urnengrad von Herrn Erich Graupe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine Auftraggeberin hat nun gehört, dass die Leichen und die Urne exhumiert werden sollen, weil man sie auf dem Friedhof der Stadt Melsungen überführen will. Sie bittet mich, bei Ihnen anzufragen, ob und aus welchem Grunde die Exhumierung erforderlich ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Fräulein Minna Specht, als der langjährigen Mitarbeiterin von Professor L. Nelson, ist es ein unerträglicher Gedanke, dass die Ruhe dieser Gräber gestört werden soll.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich darf darum höflich bitten, mir Bescheid über den Sachstand geben und mitteilen zu wollen, ob diese Veränderungen nicht unterbleiben können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Rechtsanwältin:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''gez. Dr E Bulling''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:288.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 286.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon (!) am nächsten Tag antwortet der Landrat von Gagern:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) An Frau Rechtsanwältin Dr.E.Bulling in Bremen, Langenstraße 133 II.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Freiumschlag verwenden!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihre Zuschrift vom 31. März 1936.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Beiliegend übersende ich Abschrift eines inzwischen an Frl. Minna Specht gesandten Schreibens zur Kenntnis. Daraus sollen Sie das Nähere ersehen. Die Aschen-Urne des Erich Graupe soll nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Nachdem auch &amp;lt;s&amp;gt;der Friedhof&amp;lt;/s&amp;gt; die Friedhofsparzelle zu Gunsten des Landes Preußen eingezogen und auf den Grundstücken der Walkemühle eine Lehrstätte der NSDAP (Gauführerschule) eingerichtet ist, ist die Umbettung der Toten &amp;lt;s&amp;gt;angebracht&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: aus den verschiedensten Gründen geboten] &amp;lt;s&amp;gt;erwünscht&amp;lt;/s&amp;gt;. Die Pflege und Unterhaltung der Gräber [unleserlicher und durchgestrichener Text] auf den &amp;lt;s&amp;gt;angegebenen&amp;lt;/s&amp;gt; Friedhöfen &amp;lt;s&amp;gt;ist m.E. auch&amp;lt;/s&amp;gt; [handschriftlich: sehr viel] besser gewährleistet.'' &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:289.jpg|none|320px|Minna Specht. Blatt 288]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort von Minna Specht aus Østrupgaard (Dänemark) vom 9.4.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''An den Landrat des Kreises Melsungen''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Herrn v. Gagern''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Gegenüber dem Schritt, die Stille eines Friedhofs zu stören und den Freunden der Toten das ruhige Andenken an diese Stätte zu rauben, steht mir nach Ihren Mitteilungen ein juristisches Recht nicht mehr zu.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Aber es bleibt mir das Recht, daran zu erinnern, daß sich die Herren in Melsungen bei meinem Weggang mit ihrer persönlichen Ehre dafür eingesetzt haben, den Friedhof zu schützen. Ein solches Versprechen sollte um so mehr binden, je wehrloser derjenige ist, dem es gegeben wurde.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wenn Sie auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit der Pflege des Friedhofs verbunden waren, so habe ich Verständnis dafür erwartet, daß ich den schlichten Ort, an dem sich die Gräber befanden, der Natur anvertraut habe, die sicher ein wohltuenderer Wärter ist als die Menschen mit ihrem Streit und Hader.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] Minna Specht.''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 289, auch AdsD Nachlass Minna Specht 1/MSAE000069.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:291.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 289.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mai 1936 ====&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident an den Landrat von Melsungen, Kassel, den 4.5.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Auf Ihr Schreiben vom 26. März ds. Js. teile ich ihnen hiermit mit, daß ich von einer Umverlegung der Grabstätte des Professors Leonhard Nelson und seines Vaters von dem Friedhof der Walkemühle nach Melsungen Abstand nehme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Landrat in Melsungen ist von mir benachrichtigt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An Fräulein Minna Specht in Haastrup /Dänemark''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''durch die Kurierabfertigung des Auswärtigen Amtes in Berlin, Wilhelmstr.75''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Abschrift zur gefl. Kenntnisnahme.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez.] von Monbart''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag später ergeht dieses Schreiben:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Preuss. Geh. Staatspolizei				Kassel,den 5.5.36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Staatspolizeistelle''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''f.d. Reg. Bez. Kassel.					&amp;lt;font color=&amp;quot;#FF0000&amp;quot;&amp;gt;Eilt sehr!&amp;lt;/font&amp;gt;''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Abtl. II/1 Tgb. Nr. 1039/36''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''An den&amp;lt;br /&amp;gt; Herrn  Landrat &amp;lt;br /&amp;gt;in Melsungen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Oberlehrerin Minna Specht, 22.12.79 in Adelshausen geb., zuletzt in Walkemühle Kr. Melsungen wohnhaft gewesen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Oberlehrerin Minna Specht ist auf Antrag des Herrn Regierungspräsidenten in Kassel dem Herrn Reichs- und Preuss. Minister des Innern zur Ausbürgerung vorgeschlagen worden. Es wird beabsichtigt, die Aberkennung der Reichsangehörigkeit ggf auch auf den Ehegatten und auf die ehelichen oder an Kindes- statt angenommenen Kindern, ggf. auch auf unehelichen Kindern zu erstrecken, wenn aus deren Verhalten nach aussenhin ersichtlich ist , dass sie dem Staatsinteresse zuwiderlaufende Tätigkeit der Auszubürgernden billigen. Dies ist dann anzunehmen, wenn sie den Wohnsitz des Auszubürgernden im Auslande teilen. Leben sie im Auslande, so muss ihr Einverständnis mit der Handlungsweise der Auszubürgernden anderweit erwiesen sein. Die minderjährigen Kinder sind dem Elternteil gleichzustellen, bei dem sie leben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich ersuche daher festzustellen, ob Minna Specht verheiratet ist bezw. war und ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind. Zutreffendenfalls ist über die in Frage kommenden Personen, insbesondere über ihre Personalien, Staatsangehörigkeit, Rassezugehörigkeit, Konfession, den derzeitigen Aufenthaltsort, sowie über ihre frühere politische Betätigung und die Einstellung zum nationalsozialistischen Staat eingehend zu berichten und abschliessend zur Frage der Ausbürgerung Stellung zu nehmen. Etwa erforderliche Ermittlungen bei anderen Staatspolizeistellen bezw. Politischen Parteien der Länder sind von dort aus vor- zunehmen. Sollten sich die Familienangehörigen z.Zt. im Auslande aufhalten, so ersuche ich, den Bericht darauf zu beschränken, ob nach ihrem bisherigen Verhalten im Inlande eine Aberkennung der Reichsangehörigkeit angebracht erscheint.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Da die Erstreckung der Ausbürgerung auf Familienangehörige in nächster Zeit durchgeführt werden soll, ersuche ich, die Ermittlungen mit möglichster Beschleunigung, &amp;lt;u&amp;gt;bis spätestens 15.5.36&amp;lt;/u&amp;gt;, vorzunehmen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[Siegel] Staatspolizeistelle in Kassel				Im Auftrag:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[gez. Unterschrift, unleserlich]''&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:296.jpg|none|320px|HStAM 180 Melsungen Nr. 3729. Blatt 296]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warum und aus welchen Motiven sowohl der Landrat von Gagern bzw. der Regierungspräsident von Monbart die „Aktion Umbettung“ im Frühjahr 1936 abbrachen bzw. richtiger unterbrachen, ist unbekannt ebenso wie das weitere Vorgehen. Was dann bis spätestens August 1938 passierte, als zwei der „Gräber“ in dem Verzeichnis der Gräber des Jüdischen Friedhofs Melsungen aufgeführt sind, ist nach den weiter unten zu lesenden Hinweisen von Willi Schaper wahrscheinlich kriminell.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die restlichen Blätter der Akte 180 Melsungen 3729 behandeln die sog. Ausbürgerung von Minna Specht.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:307.jpg|none|320px|Akte 180 Melsungen 3729]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== April 1942 ====&lt;br /&gt;
Ein wertvoller Hinweis&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-kassel.de/fb05/fachgruppen-und-institute/geschichte/fachgebiete/geschichte-westeuropas/team/pd-dr-nadine-freund Frau Dr. Nadine Freund] wies mich dankenswerter Weise auf [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/124951759  Herrn Dr. Klaus-Peter Friedrich] hin, der die Akte HStAM Bestand 180 Melsungen Nr. 5090 genau kannte und den überaus wertvollen Hinweis darauf gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; lenkte im November 2017 die Aufmerksamkeit auf diese [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' mit der Laufzeit: 1940-1953.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen originalen Leichen- bzw. Todesscheinen enthält die Akte umfangreiche Vorschriften zum Verbot, an der Ostfront Gefallene auf heimatlichen Friedhöfen zu bestatten, Regeln über die Bestattung von Juden und sog. [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottgl%C3%A4ubig Gottgläubigen], bzw. sowjetischen Kriegsgefangenen, auf christlichen Friedhöfen, über den Umgang mit Leichen nach Bombenangriffen und Ähnliches. Eingestreut zwischen diesen teils bedrückenden Unterlagen taucht dann das Stichwort ''Eigentum an Parzelle 74'' resp. ''Friedhof auf der Walkemühle'' auf!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 2. April 1942 schreibt der Regierungspräsident in Kassel an den Landrat in Melsungen:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Gauschatzmeister der NSDAP teilt mir mit, daß er Wert darauf legt, daß die beim Erwerb der Walkemühle bisher unberücksichtigt gebliebene Parzelle 74 (Friedhof) im Grundbuch auf den Namen der NSDAP umgeschrieben wird. Ich ersuche daher um Bericht ob,''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1.) Das erwähnte Grundstück seinerzeit zu Gunsten des Pr. Staates und ggf. auf Grund welcher Verfügung eingezogen worden ist, oder ob die Einziehung noch später erfolgt ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2.) ob die Grabstätte auf dieser Parz. noch besteht oder die Umbettung bereits vorgenommen worden ist. Eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes ist beizufügen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_04_02.JPG|none|320px|2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?]]&lt;br /&gt;
2.4.1942: Wem gehört die Parzelle 74?&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 20. Mai ergeht eine erste Mahnung an den Landrat in Melsungen mit der Aufforderung auf Antwort innerhalb von 8 Tagen; die zweite Mahnung folgt dann am 1. Juni mit Aufforderung auf &amp;lt;u&amp;gt;sofortige&amp;lt;/u&amp;gt; Antwort; beide Mahnungen werden auf Postkarten verschickt!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_05_20.JPG|none|320px|20.5.1942: 1. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
20.5.1942: 1. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_01.JPG|none|320px|6.6.19442: 2. Mahnung.]]&lt;br /&gt;
6.6.1942: 2. Mahnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Archiv folgt dann ein durchgestrichenes Blatt vom 12. Juni 1942 mit der rot unterstrichenen Überschrift: ''Sofortsache!''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weiter heißt es:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabstätte besteht nicht mehr; die Umbettung ist im Jahre 1938 erfolgt. Ob das erwähnte Grundstück zu Gunsten des Pr. Staates eingezogen ist, kann ich nicht angeben, da die diesseitigen Akten z.Zt. nicht festzustellen sind. M. E. sind s.Zt. die Akten dem stellv. Landrat, Kreisleiter [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Reinhardt_(Politiker) Dr. Reinhart] in Melsungen überlassen worden, der sie vermutlich [handschriftlich eingefügt] an die Gauleitung weitergeleitet hat. Ich bitte diesbezüglich gelegentlich mit dem Gauschatzmeister der NSDAP. in Verbindung zu treten.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_12.JPG|none|320px|2.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!]]&lt;br /&gt;
12.6.1942: Entwurf einer Antwort: Sofortsache!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1942_06_16.JPG|none|320px|16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.]]&lt;br /&gt;
16.6.1942: Einziehung an das Deutsche Reich.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die abgeschickte Antwort enthält dann u.a. diesen Text: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das erwähnte Grundstück soll, wie ich festgestellt habe, seinerzeit auf ausdrücklichen Wunsch der Gauleitung nicht mitübernommen worden sein, weil der Friedhof noch belegt war. Es handelt sich um die verstorbenen Juden Justus &amp;lt;ref&amp;gt;Aus Justizrat wird Justus!&amp;lt;/ref&amp;gt; Nelson und Professor Leonhard Nelson sowie Erich Graupe. Die Leichen der beiden Nelsons sind im Jahre 1936 nach Benehmen mit dem Staatlichen Gesundheitsamt auf den Judenfriedhof in Melsungen umgebettet worden. Bei Graupe handelt es sich lediglich um Aschenreste, die nach dem Friedhof in Adelshausen überführt worden sind. Da der Friedhof bereits seit Mitte 1936 nicht mehr seiner Zweckbestimmung dient, habe ich von der Einziehung einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes abgesehen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Trotz intensiven Suchens konnten die diesseitigen Akten über die Walkemühle nicht mehr ermittelt werden. Es besteht die Vermutung, dass die Akten seinerzeit der Kreisleitung überlassen und nicht mehr zurückgegeben worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Nun wird klar, warum die Akten 2017 auch nicht im HStAM auffindbar sind !!!&amp;lt;/ref&amp;gt;Nach dem beigebrachten Grundbuchauszug ist als Eigentümer noch die Philosophisch-Politische Akademie e.V. Berlin-Charlottenburg als eingetragen. Die Überschreibung dieser Parzelle auf den Preuss. Staat dürfte seinerzeit deshalb unterblieben sein, weil die Gauleitung zunächst auf die Überschreibung dieses Grundstückes verzichtete. Ich nehme an, dass dies aus den dortigen Vorgängen festgestellt werden kann.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== April 1943 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden!&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08_1v.JPG|none|320px|8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Der Oberpräsident soll entscheiden! S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Regierungspräsident schreibt dann am 8. April 1943 &amp;lt;ref&amp;gt;Man fühlt sich an das Sprichwort erinnert: gut Ding will Weile haben!&amp;lt;/ref&amp;gt; an die Gauleitung Kurhessen der NSDAP. – Gauschatzmeister – Kassel Adolf Hitler Haus.:&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Leichen der beiden Nelsons sind nun im Jahre 1938 auf den Judenfriedhof in Melsungen überführt worden. Ebenso hat man die noch weiter auf dem Grundstück beigesetzt gewesenen Aschenreste eines gewissen Erich Graupe nach dem Friedhof in Adelshausen umgebettet, sodaß die Parzelle 74 seither nicht mehr Friedhofszwecken dient. Ich habe daher meine landespolizeiliche Genehmigung vom 13.4.27 zur Anlage einer privaten Begräbnisstätte auf ihr heute zurückgenommen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die eingezogenen Grundstücke der Walkemühle sind auf Grund eines Vertrages vom 9.11.1936 von Preußen an die NSDAP. für 6000 RM verkauft und aufgelassen worden. Wenn die Partei heute auf den Erwerb der ehemaligen Friedhofsparzelle 74 Wert legt, so kann die Übereignung an sie erst nach Einziehung des Grundstückes geschehen. Ich habe ihre Einziehung daher heute verfügt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1943_04_08v.JPG|none|320px|8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2]]&lt;br /&gt;
8.4.1943: Zur gefl. weiteren Veranlassung, S. 2.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Kurhessische Friedhofsordnung ====&lt;br /&gt;
Zwei Dokumente in der [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4438236&amp;amp;icomefrom=search Akte] mit dem Titel ''Leichen- und Bestattungswesen'' befassen sich mit der ''Problematik der Neuregelung des Friedhofsrechtes während des Krieges'' bzw. der ''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen. die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Thematiken werden detailliert behandelt bei Wirsching, S. 17-19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Dokumente stehen zwar nicht im direkten Zusammenhang mit der „Umbettung“ der „Nelson-Gräber“, zeigen jedoch gut  den „Geist der damaligen Zeit“ bzgl. der Thematik Friedhöfe.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_1.JPG|none|320px|Regelung des Friedhofsrechts. Die Kurhessische Friedhofsordnung]]&lt;br /&gt;
Die Kurhessische Friedhofsordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;		&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_3.JPG|none|320px|Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.]]&lt;br /&gt;
Geheim! 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Geheim! &amp;lt;br /&amp;gt; 1. Dies ist ein Staatsgeheimnis im Sinne des § 88 von RStGB. in der Fassung vom 24.4.1934 (RGBl. I. S. 341ff.).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Weitergabe nur verschlossen, bei Postbeförderung als „Einschreiben“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Empfänger haftet für sichere Aufbewahrung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Regierungspräsident      Kassel,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
A II  24. April 1940''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''672/40 g.&amp;lt;br /&amp;gt;Betrifft: Neuregelung des Friedhofsrechtes.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Das Kurhessische Friedhofsrecht ist, wie von mir seit langem anerkannt ist, in hohem Maße reformbedürftig. Es ist mit der Auffassung einer nationalsozialistischen Staatsführung nicht vereinbar, dass unter der Herrschaft des Kurhessischen Friedhofsrechts im wesentlichen die Gemeinden alle Lasten, die Kirchengemeinden dagegen alle Rechte haben. Nach mir gewordenen Mitteilungen von besonderer Stelle ist aber mit dem Erlass des dringend notwendigen einheitlichen Friedhofsgesetzes während der Dauer der Kriegsverhältnisse nicht zu rechnen. Der Stellvertreter des Führers hat die Absicht, folgende Regelung vorzuschlagen:''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''1. Die Friedhöfe stehen für alle beantragten und im Gemeindegebiet erforderlich werdenden Bestattungen einschl. einer angemessenen und würdigen Bestattungsfeier zur Verfügung. Die Bestattung von Juden kann verweigert werden, wenn im Gemeindegebiet oder in Bezirk der unteren Verwaltungsbehörde, der die Gemeinde angehört, ein jüdischer Friedhof vorhanden ist.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''2. Die dürfen die Gebühren Friedhofseigentümer für die Benutzung ihrer Friedhöfe und Friedhofseinrichtungen für Angehörige ihrer Gemeinde oder Kirchengemeinde und anderer Personen nicht verschieden bemessen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''3. Findet auf dem Friedhof einer Religionsgemeinschaft eine Bestattung ohne eine von dieser Religionsgemeinschaft veranstaltete Bestattungsfeier statt, oder wird neben der Trauerfeierlichkeit der Religionsgemeinschaft noch eine Feier von anderer Seite veranstaltet, so steht die Aufsicht über die Bestallung allein der Ortspolizeibehörde zu. Die der Religionsgemeinschaft gehörenden und zur Aufbewahrung und Aufbahrung der Leichen dienenden Räumlichkeiten mit Ausnahme der zum Gottesdienst bestimmten Räume, sind zur Verfügung zu stellen.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Jedenfalls ist gerade jetzt im Kriege unbedingt dafür zu sorgen, dass unliebsame Vorkommnisse bei Bestattungsfeiern, die nicht von der Religionsgemeinschaft veranstaltet werden. unter allen Umständen unterbleiben.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit es sich um die Beerdigung von Juden handelt verweise ich auf meine Rdverfg. vom 15.6.1940 Nr. A II über die Judenfriedhöfe. Danach wird es sich im Reg.Bez. m.E. grundsätzlich vermeiden lassen, dass Juden auf nicht rein jüdischen Friedhöfen beigesetzt werden.''&lt;br /&gt;
::''Geheime Staatspolizei Staatspolizeistelle Kassel&amp;lt;br /&amp;gt;B.Nr. II B – 1598/41.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''24. April 1941''&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Thema Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören äußert sich der Regierungspräsident Kassel so:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:1941_04_24_2.JPG|none|320px|Benutzung der konfessionellen Friedhöfe. Der Erlass des Reichsministers]]	&lt;br /&gt;
Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 5090, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Benutzung der konfessionellen Friedhöfe.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Erlass des Reichsministers''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Betrifft: Benutzung der konfessionellen Friedhöfe durch Personen, die nicht der betreffenden Konfession angehören.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::[…] &lt;br /&gt;
::''Verschiedentlich haben Pfarrämter auch verlangt, dass alle Grabmale, also auch die Grabmale von Gottgläubigen, Zeichen des christlichen Glaubens tragen sollen. Ein derartiges Verlangen steht im Widerspruch zu dem Friedhofserlass des Reichministers es Innern vom 31. 10. 1940.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Wirsching, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Friedhöfe haben grundsätzlich der Allgemeinheit zu dienen und sind als öffentliche Einrichtungen zu betrachten; den Toten der Volksgemeinschaft gegenüber aber gibt es für den deutschen Menschen nur die Haltung der Ehrfurcht.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Soweit künftig Pfarrer gegen diese Grundsätze verstossen, ersuche ich um sofortigen Bericht, gegebenenfalls mündlich voraus, damit von hier aus weitere Massnahmen getroffen werden können.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den Friedhof wieder so herstellen, wie er war. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholeth.html Hanna] und [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/bertholetr.html René] Bertholet besuchten im Juni 1945 auf ihrer Rundreise durch die deutsche Trümmerlandschaft auch die teilweise [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=1933_bis_1945#Die_Zerst.C3.B6rung_am_1._April_1945 zerstörte Walkemühle], wo sie selber vor 1931 längere Zeit gelebt hatten. In einem ausführlichen [[Ereignisse#Briefe_von_Hanna_und_Ren.C3.A9_Bertholet_an_Willi_Eichler.2C_14.6.1945_bzw.am_14._7._1945.| Bericht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Rüther, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; schreiben sie am 14.6.1945 an Willi Eichler: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heinrich und Leonard Nelson hat man auf dem Judenfriedhof in Melsungen beigesetzt. Das werden wir wieder ändern.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein nächster Hinweis findet sich in einem Brief von Willi Schaper aus der Walkemühle an [http://www.philosophisch-politische-akademie.de/ppamit/eberhard.html Fritz Eberhard] am 5.1.1946: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Friedhof ist von den Nazis zerstört worden. Vater Nelsons und Nelsons Grab sind nach Melsungen auf den jüdischen Friedhof gebracht. [Die Urne von] Erich Graupe ist in einer Ecke des Adelshäuser Friedhofes verscharrt worden. Ich hoffe, dass wir in diesem Jahre den Friedhof wieder so herstellen, wie er war.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 25.3.1946 fragt dann Willi Schaper bei Willi Eichler an: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kannst Du mir die frühere Lage der Gräber auf dem Friedhof angeben? Ich hoffe, dass wir die Umbettung bald vornehmen können, wenn der Friedhof etwas in Ordnung ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Antwort von Willi Eichler kommt am 1.4.1946 aus Köln:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich wäre gern dabei, wenn die Umbettung geschieht. Wenn ihr es also nicht unbedingt sofort machen müsst, dann würde ich gern warten, bis Minna [Specht] und ich dabei sein könnten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Mein Vater Willi Schaper schilderte mir die Lage des Friedhofs an der oberen nordöstlichen Grenze des Geländes der Walkemühle. Dies wird auch bestätigt auf dem Foto (s.o.) der Gräber durch den Staketenzaun. Ein weiterer Hinweis ist die Formulierung „oben auf dem Friedhof“ in den Lebenserinnerungen meines Vaters. (siehe unten…)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Antwort von Willi Schaper an Willi Eichler vom 8.4.1946:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Den Friedhof lasse ich erst in nächster Zeit in Ordnung bringen. Er soll planiert und mit Rasen besät werden. Dann kann erst die Umbettung erfolgen. Es wird also noch einige Zeit dauern. Minna [Specht] und Du, ihr könnt dann einen Zeitpunkt festsetzen, wann sie stattfinden soll. Im Herbst will ich dann eine Rabatte anlegen und einige Sträucher pflanzen lassen, damit der Friedhof wieder ein würdiges Aussehen bekommt.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Schaper im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus den Lebenserinnerungen von Willi Schaper stammen die folgenden Ausschnitte:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Vater Nelson starb im Frühjahr 1929. Specht und alle Schüler waren außerhalb der Mühle, ich glaube, die meisten waren in England. Ich mußte alle bürokratischen Sachen erledigen, und wir stellten dabei mit Bedauern fest, daß für den Feuerbestattungsverein, in dem Vater Nelson war, nicht die nötigen Beiträge bezahlt worden waren. Das zuständige Standesamt war damals in Mörshausen.''&lt;br /&gt;
::[…] &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Wegen der Erledigung für die Bestattung wußte ich auch von Nelsons Abstammung von dem Mathematiker Dirichlet und andererseits von Moses Mendelssohn.''&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe oben die Seite aus dem Sterberegister Mörshausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten Friedhof, auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben. Leonard und Heinrich Nelson wurden von den Nazis exhumiert und, nachdem die Skelette wahrscheinlich ziemlich elend zertrümmert wurden, auf dem israelitischen Friedhof in Melsungen beigesetzt. An dieser Beisetzung in Melsungen mußte der Stadtbaumeister, namens Zamsow glaube ich, teilnehmen. Als wir nach 1945 erwogen hatten, die Gräber wieder auf dem Walkemühlenfriedhof einzurichten, sagte mir der Sohn dieses Mannes, Gustav Zamsow, der Bauunternehmer in Melsungen war, und für uns gearbeitet hat: „Herr Schaper, können Sie das nicht verhindern? Wenn Sie das machen könnten, wäre das gut. Mein Vater hat gesagt, wenn das gemacht wird, nimmt er sich das Leben.“ Der Vater wußte also, was dort geschehen ist. Es wurde mir gesagt, daß aus den Schädeln die Goldplomben ausgebrochen wären, und daß ein SA-Mann dafür eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Amt_f%C3%BCr_Reisen,_Wandern_und_Urlaub KDF-Reise] gemacht hat. Endgültig könnte das natürlich nur festgestellt werden, wenn eine Umbettung auf irgendeine andere Grabstätte vorgenommen würde. Die Urne von Erich Graupe, die auch oben auf dem Friedhof beerdigt war, haben die Nazis unter den Schutt auf dem Friedhof in Adelshausen gebracht. Ich habe sie dann dort ausgegraben und sie ist auch auf den Friedhof nach Melsungen gekommen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu die schon oben zitierten Ausführungen des Evangelischen Pfarramts Mörshausen vom 17.2.1936:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Doch zuvor bitte ich um Mitteilung, wer die Pflege und sonstige Unterhaltung der Grabstätte übernimmt, da um der Ordnung willen, entsprechend den anderen Gräbern, eine ordentliche Grabstätte hergerichtet werden muß.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso die prompte Antwort des Landrat Melsungen vom 20.Feb.1936 an den Herrn Bürgermeister in Adelshausen mit Kopie „An das Evgl. Pfarramt in Mörshausen“:&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Die Urne mit der Asche des auf dem Friedhof der Walkemühle beigesetzten Erich Graupe soll demnächst nach dem Friedhof in Adelshausen überführt werden''.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Es ist notwendig, diese Grabstätte in würdiger Weise zu unterhalten, damit Friedhofsbesucher an einer sonst eintretenden Verwahrlosung keinen Anstoß zu nehmen brauchen. Ich nehme an, daß dort eine geeignete Person vorhanden ist, die das Grab von Zeit zu Zeit entsprechend instand setzt. Zweckmäßig wird der Ortsdiener damit zu beauftragen sein. Irgendwelche Ehrenzeichen oder eine Grabeinfassung kommen nicht in Frage. Kosten werden also nicht erwachsen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich ersuche, mir die Bereitwilligkeit der Gemeinde zur Unterhaltung der Grabstätte bis zum 5.März 1936 zu berichten.**&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und weiter auf Seite 45 heißt es in den Lebenserinnerungen von Willi Schaper:&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich weiß jetzt nicht, hat das Land Hessen oder die Stadt Melsungen die Pflege der Gräber übernommen.'' &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft (17.10.2017) des Leiters des Friedhofsamts der Stadt Melsungen, Herrn Otto Günther, werden die drei Grabstellen seit langem von Bediensteten der Stadt gepflegt und regelmäßig mit Blumen bepflanzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch: Grulms, Kleibl, S. 14 ff., S. 136; Maiwald, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Da die Schrift inzwischen ziemlich verwittert war, haben ein Göttinger Freund und ich dieselbe vor einigen Jahren wieder nachgezogen, sodaß sie jetzt wieder lesbar ist.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil II S.45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schilderungen von Willi Schaper zu diesen Begebenheiten finden sich mit ähnlichen Worten auch in den „Geschichten von der Walkemühle bei Melsungen in Nordhessen“ von [http://www.allerart.de/walkemuehle/walkemuele-21.html Rudolf Giesselmann].&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Schriftwechsel zur beabsichtigten, aber nicht vollzogenen Wiederherstellung des Friedhofs auf der Walkemühle befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg in einer Akte mit dem überraschenden Titel ''Instandsetzung jüdischer Friedhöfe''.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen, B 940. Instandsetzung jüdischer Friedhöfe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Willi Schaper beantragt am 19.4.1948 im Namen des Landerziehungsheims Walkemühle beim Bürgermeister der Stadt Melsungen, Christian Bitter, die „Umbettung der Graeber“: &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Graeber der beiden Erstgenannten [Heinrich und Leonard Nelson] befinden sich jetzt auf dem juedischen Friedhof in Melsungen, das Grab Graupe’s auf dem Friedhof in Adelshausen. Wir beantragen hiermit, den Friedhof Walkemuehle in seinen alten Zustand zurueckzufuehren. Da sich hartnaeckig das Geruecht erhaelt, dass bei der Umbettung der Graeber Leichenfledderung vorgenommen wurde, bitten wir, dass wir bei der Oeffnung der Graeber zugegen sind.''&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-1.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.4.1948: W. Schaper an Bürgermeister Bitter.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister Bitter fordert daraufhin endlich nach zwei Monaten am 11. Juni seinen Vorgänger, Dr. Otto Schmidt, zur Stellungnahme auf. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-3.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
11. Juni 1948: Bürgermeister Bitter an Bürgermeister a.D. Schmidt.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmidt antwortet am 17. Juni an Bitter u.a.:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Die Umbettung der genannten Leichen ist s.Zt. auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle vom Landratsamt Melsungen angeordnet. Die Stadt wurde gebeten, Arbeitskräfte zur Ausführung zur Verfügung zu stellen, da der Kreis eigene Arbeitskräfte nicht hatte.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Ich habe s.Zt. den Stadtbauführer Zamzow gebeten, mit einigen städtischen Leuten die Umbettung vorzunehmen; sie wurde in den frühen Morgenstunden ausgeführt; m.E. sind die entstandenen Überstundenkosten der Stadt erstattet worden. Dies muß in den Akten irgendwo nachgewiesen sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamzow mitteilte, von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Die Stadtverwaltung hatte von sich aus keine Veranlassung aus der Gemeinde Adelshausen die Leichen zu holen; sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen. Eine Verpflichtung zur Zurückführung der Leichen auf städt. Kosten kann m.E. nicht begründet sein, wenn überhaupt kann die veranlassende Stelle hierzu verpflichtet sein.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Unterschrift Schmidt.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-5.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
Friedhof der Walkemühle.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter ein Stadtobersekretär: &lt;br /&gt;
::''…Der Antrag des Landerziehungsheim Walkemühle auf Wiederherrichtung des Friedhofs auf der Walkemühle durch die Stadt Melsungen wird abgelehnt und dem Antragsteller anheimgegeben, entsprechenden Antrag beim Landrat in Melsungen zu stellen.'' &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort kommt dann allerdings erst am 24. Juli:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:330_Melsungen_Nr_B_940-6.jpg|none|320px|HStAM 330 Melsungen Nr B 940.]]&lt;br /&gt;
24. Juli 1948: Antwort an die Walkemühle..&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 330 Melsungen Nr. B 940, ohne Paginierung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::''Meine Ermittlungen haben ergeben, daß die Verlegung des früheren Friedhofs auf der Walkemühle auf Ersuchen einer oberen Parteidienststelle der NSDAP vom Landratsamt Melsungen angeordnet wurde. Eine entsprechende Stellungnahme des früheren Bürgermeisters Dr. Schmidt füge ich in der Anlage abschriftlich bei.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Der Magistrat kann sich auf Grund dieses Sachverhalts nicht dazu bereit erklären, den früheren Zustand auf städtische Rechnung wieder herzustellen.''&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
::''Ich stelle Ihnen anheim, einen entsprechenden Antrag beim Herrn Landrat in Melsungen zu stellen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche dazu Wirsching, S. 31 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist die Aussage des Bürgermeister a.D. Dr. Schmidt: „Die Grabherstellung auf dem hiesigen jüdischen Friedhof ist, wie mir Stadtbauführer Zamsow mitteilte, ''von der jüdischen Gemeinde veranlasst worden.“''&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 265..&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist falsch: ''„sie konnte sich aber dem gestellten Ersuchen zur Amtshilfe nicht entziehen.“''&lt;br /&gt;
Der Bürgermeister des Dorfes Adelshausen hatte es aber 1936  „erfolgreich“ abgelehnt, dass die Gräber auf den dortigen Friedhof kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;HStAM 180 Melsungen Nr. 3729, Blatt 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist auch, dass auf das Gerücht der „Leichenflederrung“ mit keinem Wort eingegangen wird! Dies kann als eine implizite Bestätigung der Leichenschändung, resp. der Störung der Totenruhe, interpretiert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob ein entsprechender Antrag bzgl. einer Umbettung zurück auf die Walkemühle gemäß des Hinweises des Bürgermeisters beim Landrat gestellt wurde, ist nicht bekannt. Ebenso sind keine Unterlagen bekannt, wie und wann genau die Grabstelle für die Urne von Erich Graupe auf dem Jüdischen Friedhof in Melsungen angelegt wurde. Willi Schaper muss daran wohl beteiligt gewesen sein.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was übrig bleibt: Resignation, Trauer und Gedenken. ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zum Tod von Mathias Schwer&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heinrich Nelson starb im Frühjahr 1929. ''Unser Gärtner, Matthias Schwer, hatte das Grab ausgehoben, und wir haben Vater'' [d.h. Heinrich] ''Nelson dann oben auf dem eigens für die Walkemühle eingerichteten [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:GN8.jpg Friedhof], auf dem Leonard Nelson schon beerdigt war, begraben.''&amp;lt;ref&amp;gt;Willi Schaper, Lebenserinnerungen. Teil I, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:FA030385c.jpg|none|320px|Foto. AdsD. Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385. ca. 1930]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mathias Schwer in der Gärtnerei der Walkemühle, ca. 1930. &amp;lt;ref&amp;gt;Foto: AdsD, Nachlass Leonard Nelson 6/FOTA030385, ca. 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Rechts ist der Bogen der alten Pfieffebrücke zu erkennen, über die damals die Landstraße führte. Von der Brücke ist [https://www.landerziehungsheim-walkemuehle.de/index.php?title=Datei:WM1926vonBruecke.jpg dieses Foto] gemacht worden, auf dem im Vordergrund rechts die Gärtnerei zu sehen ist.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In einem Brief an Fritz Eberhard schreibt Willi Schaper am 5.1.1946&lt;br /&gt;
::''Unser alter Schwer, den die Nazis zwangsweise wieder in die Mühle geholt hatten, hat sich vor vier Jahren angeblich hier in Vater Nelsons Haus erhängt. Nach Angaben seines Sohnes scheint die Sache aber nicht ganz zu stimmen, denn man hat einige Tage gebraucht, um ihn dort aufzufinden.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß der schriftlichen Anzeige der Ortspolizeibehörde zu Adelshausen ''beim Standesbeamten Kördel in Mörshausen am 6. Dezember 1941 ist der Gärtner Mathias Schwer am 5. Dezember 1941 gegen 8 Uhr 30 in Adelshausen Gauführerschule Walkemühle aufgehängt aufgefunden worden.''&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v4384654&amp;amp;icomefrom=searchHStAM%20Bestand%20920%20Nr.%205205 HStAMR Bestand 920 Nr. 5205], Standesamt Mörshausen (Spangenberg) Sterbenebenregister 1941, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
Willi Eichler schreibt am 2. März 1946 noch an Willi Schaper&lt;br /&gt;
::''ich habe Dir vor einigen Monaten die Kopie von dem Bild der Walke-Mühle gesandt, das wir damals im August von den Verwandten von Schwer mitgenommen hatten. Ich lege Dir hier das Bild von ihm selbst bei, von dem ich allerdings keine Kopien habe anfertigen lassen, weil auf der Rückseite noch die große Widmung mit »Heil Hitler« steht.''&amp;lt;ref&amp;gt;AdsD, Nachlass Willi Schaper, 1/WSAQ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;gal-left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_r_c.jpg&lt;br /&gt;
Image:Schwer_1939_04_01_v_c.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathias Schwer, 1.4.1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Schaper.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Text auf der Rückseite des Fotos: ''Unserem Opa, dem Betreuer des Gartens, zum 70. Geburtstag! Heil Hitler! harald haach,'' [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Arbeitsfront ''47.DAF.''] ''Lehrgang. 1.4.39.''&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo und wie Mathias Schwer beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft &amp;lt;ref&amp;gt;Mail vom 25.11.2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; der jetzigen Pfarrerin der früher für den Adelshäuser Friedhof zuständigen [https://www.dekanat-melsungen.de/gemeinden/gemeinde-moershausen/ Pfarrei Mörshausen] sind Unterlagen über den Friedhof in Adelshausen aus der fraglichen Zeit nicht mehr vorhanden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch im [http://www.archiv-ekkw.de/ Landeskirchlichen Archiv] Kassel konnten keine Unterlagen gefunden werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Resignation''' Briefe zu Jahrestagen&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Resignierend schreibt am 24.10.1950 Minna Specht an [https://www.platiel2019.de/ Nora Platiel] im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen bzgl. der Walkemühle:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Heute kommt Willi [Eichler] und ich spreche mit ihm die Mühle durch. Ich bin sicher, er ist mit jedem Verkauf einverstanden. Auf 50 000 M würde ich raufgehen, das ist dann schon ein Nachlass. Ob kath. Schwestern oder ein kap. Unternehmer – das verändert die Grundfrage nicht, daß die Mühle verbrannt ist. Sie ist für mein Gefühl durch die Nazizeit geschändet, daß ich selbst den [[1945_bis_1951#Die_Erziehungsgemeinschaft_Walkem.C3.BChle| Einzug der Falken]] nicht froh begrüßte. Es gibt Erlebnisse, die nicht zu verlöschen sind – und das ist hier mit der Mühle und dem Friedhof geschehen. 1933 hörte der Friede auf und wenn müssen wir doch anders anfangen.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000065.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beachtenswert ist die Formulierung ''Ob '''kath.''' Schwestern oder ein '''kap.''' Unternehmer''; schließlich kämpfte der ISK vor 1933 gegen die Kirchen und den Kapitalismus!&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum 25sten Todestag Leonard Nelsons am 29.10.1952 schreibt am 24.10.1952 wiederum Minna Specht an Nora Platiel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Meine geliebte Nora, willst Du – ich hoffe ohne Mühe – durch einen Gärtner in Melsungen oder Kassel ein paar rote Rosen auf das Grab unseres N legen lassen? 1927 dachte ich, was wird in 25 Jahren sein?''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Minna Specht im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/MSAE000064.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch Willi Eichler schreibt dann am 9.11.1952 an Nora Platiel:&lt;br /&gt;
::''Ich danke Dir sehr für das Efeublatt von Nelsons Grab. Es ist wohl ausgemacht, dass wir ihn nicht nochmal umbetten.''&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Willi Eichler im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 1/WEAA000079.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Trauer''' Besuche an den Gräbern&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren kommt es mehrfach zu Besuchen z.B. von ehemaligen ISK-Genossen auf dem Friedhof, so etwa zu einer Kranzniederlegung für Leonard Nelsons anlässlich des 80. Geburtstages am 11.7.1962:&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn, 6/FOTA029605&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN23.jpg|none|320px|Personen v.l.n.r.: Siehe Text]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen v.l.n.r.: Grete Mayr-Eichenberg, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Heinz-Joachim Heydorn], [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/ Nora Platiel-Block], Herta Lewinski, [https://www.stadtarchiv.goettingen.de/widerstand/bilder/isk-kothe-1922-FA029852.jpg Lola Reitz], Hedwig Urbann, Hermann Platiel, [https://www.philosophisch-politische-akademie.de/zur-geschichte-der-ppa/mitglieder-der-ppa/  Erna Blencke].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meiner Meinung nach ist die Frau in der Mitte nicht Herta Lewinski, der ich – wie auch vier Anderen auf dem Foto – persönlich begegnet bin.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1968 besucht der bulgarische Philosoph Zeko Torbov den Friedhof. Er war [[Ereignisse#Texte_von_Zeko_Torboff| einige Zeit]] 1925 in der Walkemühle. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN24.jpg|none|320px|Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.]]&lt;br /&gt;
Zeko Torbov am Grab von Leonard Nelson.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) 6/FOTA189815.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie zu sehen ist, war 1968 die Hecke um die Gräber ca. 1,5m hoch. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons, Maria Nelson, und ihre Tochter Rachel Urban, den Friedhof in Melsungen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN25.jpg|none|320px|Sommer 1997 besuchten eine Enkelin Leonard Nelsons. Maria Nelson und ihre Tochter Rachel Urban den Friedhof in Melsungen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber erschien in der Lokalausgabe Melsungen der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen am 3.6.1997 ein Bericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Stier; leider konnte von der HNA keine bessere Kopie bekommen werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' Zwei Fotos&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn finden sich noch diese beiden Fotos:&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN26.jpg|none|320px|Die Grabstelle. Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029485.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN27.jpg|none|320px|Die steinerne Bank steht gegenüber der Nelson-Grabstelle ]]&lt;br /&gt;
Die steinerne Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Nachlass Leonard Nelson im Archiv der sozialen Demokratie (AdsD) Bonn 6/FOTA029486.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
steht gegenüber der Nelson-Grabstelle innerhalb des durch die Hecke umgrenzten Areals. Zu sehen ist die Rückseite des Grabsteines für Erich Graupe. Das Aufnahmedatum des Fotos ist unbekannt. Die Hecke hat hier eine Höhe von ca. 1,2 m.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;font color=&amp;quot;#800000&amp;quot;&amp;gt;'''Gedenken''' &amp;lt;br / &amp;gt;Zeitungsartikel&amp;lt;/font&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anläßlich des 90sten Todestages von Leonard Nelson am 29.10.2017 erschienen in der Melsunger Ausgabe der [https://www.hna.de/lokales/melsungen/  Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen] am 28.11.2017 zwei Artikel von [https://www.hna.de/autoren/735/ Judith Féaux de Lacroix]:&lt;br /&gt;
::''Fast vergessener Philosoph - [https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/vor-90-jahren-starb-philosoph-leonard-nelson-in-melsungen-wirkte-9402101.html Vor 90 Jahren starb der politische Denker Leonard Nelson] - Grabstätte in Melsungen''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''Kinder sollten Selbstvertrauen lernen - Das Landerziehungsheim Walkemühle in Adelshausen war ein reformpädagogisches Projekt''&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 27.112019 berichtete dann die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine: &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
::''[https://www.hna.de/lokales/melsungen/melsungen-ort45520/ewige-ruhestaette-gedenktafel-fuer-nelson-graeber-in-melsungen-geplant-13249885.html Die ewige Ruhestätte: Gedenktafel für Nelson-Gräber in Melsungen geplant]''.  &amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
Trotz einiger Bemühungen wurde der Vorschlag leider nicht realisiert.&amp;lt;br / &amp;gt;&amp;lt;br / &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Fotos vom Jüdischen Friedhof in Melsungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Die folgenden Aufnahmen hat Ralf Schaper aufgenommen&amp;lt;/small&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GN30.jpg|none|320px|Aufgenommen am 29.10.2017 dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.]]&lt;br /&gt;
Aufgenommen am 29.10.2017, dem 90sten Todestag Leonard Nelsons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN31.jpg|none|320px|Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich. 6,5 m × 5 m.]]&lt;br /&gt;
Blick auf das Grab von Erich Graupe in dem von der hohen Hecke abgetrennten Bereich, ca. 6,5 m × 5 m.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN32.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Nordwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN33.jpg|none|320px|Einige alte Gräber. links die Hecke. Blickrichtung Südwest.]]&lt;br /&gt;
Einige alte Gräber; links die Hecke. Blickrichtung Südwest.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN34.jpg|none|320px|Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen. Blickrichtung Ost.]]&lt;br /&gt;
Hinten rechts ist links von der Friedhofsmauer die Hecke zu erkennen, Blickrichtung Ost.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN35.jpg|none|320px|Schmiedeeisernes Gitterchen. Grulms Kleibl S. 137 das der Entschrottung entgangen ist]]&lt;br /&gt;
„Schmiedeeisernes Gitterchen, das der Entschrottung entgangen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Grulms,Kleibl, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GN36.jpg|none|320px|Ein alter Grabstein mit segnenden [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhänden].]]&lt;br /&gt;
Ein alter Grabstein mit segnendenPriesterhänden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu: [http://spurensuche.steinheim-institut.org/pdf/Juedische%20Symbolik.pdf Priesterhände.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Offene Fragen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann wurden die „Umbettungen“ zwischen Mai 1936 und August 1938 vorgenommen? Was geschah dabei?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wann nach 1948 wurde die jetzige Gestaltung (steinerne Umfriedungen, Hecke) der Grabstellen auf dem Jüdischen Friedhof vorgenommen? Insbesondere, wann wurde das Grab mit dem Grabstein von Erich Graupe hinzugefügt?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Was liegt unter den Grabstellen für Leonard und Heinrich Nelson?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie kann eine Biografie Erich Graupes vervollständigt werden?&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
'''Hinweise zu''' &lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Archive_und_Nachl.C3.A4sse | Archiven und Nachlässen]],&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Weblinks | Weblinks]]&lt;br /&gt;
* [[Dokumente#Literatur | Literatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rascha</name></author>
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